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Schlafen

Schädliche Grübeleien
27. Juni 2016

Das überrascht nicht: Wer am Wochenende über all seine unerledigten Arbeitsaufgaben grübelt, dem entgeht geruhsamer Schlaf und Erholung vom Arbeitsstress. Aber neben dem eher quälenden Grübeln gibt es auch eine vielleicht sogar produktive gedankliche Auseinandersetzung mit anstehenden Arbeitsaufgaben, die einem in der Regel nicht den Schlaf raubt. Das ergaben regelmäßige Befragungen von 59 Arbeitnehmern über 12 Wochen.

  • Insuline

    Im engen Wortsinn ist Insulin natürlich keine „gute alte Pille“, denn es wird unter die Haut gespritzt. Doch als Arzneimittel, das seit Jahrzehnten unzählige Menschenleben gerettet hat, gehört es in diese Serie von GPSP. Insulin ersetzt bei Zuckerkranken ein ganz oder teilweise fehlendes lebenswichtiges Stoffwechselhormon.

  • Arzneimittel für Kinder

    Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und Jugendliche keine großen Kinder – auch nicht, wenn sie Arzneimittel benötigen. Der Körper nimmt manche Wirkstoffe je nach Altersstufe anders auf. Auch der Stoffwechsel arbeitet bei Neugeborenen, Säuglingen, Kleinkindern, Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen unterschiedlich. Das müssen Eltern wissen und Ärzte berücksichtigen, wenn junge Menschen ein Medikament brauchen.

  • Vermeintlich sanfte Hilfe bei ADHS

    Viele Kinder, die sich überaktiv verhalten und oft sehr unaufmerksam sind, erhalten die Diagnose ADHS. Oft verordnen Ärztinnen und Ärzte dann ein Medikament – zum Beispiel Ritalin®. Eltern sehen solche Psychopharmaka bzw. Stimulanzien zunehmend kritischer und suchen nach sanften Alternativen. Dazu gehören mittlerweile auch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel. Die Hersteller bewerben ihre Produkte im Rahmen der „orthomolekularen Medizin“. Demnach fehlt es ADHS-Kindern bloß an ein paar bestimmten Mikronährstoffen.

  • Antidepressivum –
Studienergebnisse verheimlicht

    Wer die Ergebnisse von klinischen Studien verfälscht veröffentlicht, handelt verantwortungslos. So wurde zum Beispiel 2001 eine Studie publiziert, die dem Antidepressivum Paroxetin eine positive Wirkung bei Jugendlichen bescheinigte. Jetzt wurden die Daten neu ausgewertet mit verstörendem Resultat. Der Hersteller hatte die Ergebnisse einfach umgedreht: von unwirksam zu wirksam, von gefährlich zu sicher. Möglich war dies, weil der Konzern seine Daten-Karten nicht offen legte. Gute Pillen - Schlechte Pillen begrüßt die neue EU-Verordnung, die eine solche Geheimhaltung verbietet. Kritisch zu sehen ist, dass dies nicht für Vergangenes gilt und dass die Verordnung u.a. durch TTIP gefährdet werden kann.

  • Das Schweigen der Behörden

    Angeblich kann eine Pflanze namens Garcinia cambogia beim Abnehmen helfen. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA) hat zwei suspekte Produkte analysiert und fragt sich anschließend, ob es manchmal nicht besser sei, „wenn nicht drin ist was drauf steht“.1 Diesem makabren Gedanken wollen wir angesichts Tausender bedenklicher gepanschter Nahrungsergänzungsmittel sicher nicht unbesehen zustimmen. Vor allem, wenn die Öffentlichkeit nicht erfährt, welche Produkte untersucht wurden.

  • Gewitter im Gehirn

    Noch vor rund 20 Jahren hielt immerhin jeder Fünfte die Epilepsie für eine Geisteskrankheit und meinte, dass betroffene Kinder eine Sonderschule besuchen müssten.1 Heute wird die Krankheit zunehmend differenzierter und realistischer gesehen.

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Ausgabe 2016/04




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