9. September 2019

Keine gute Idee

Eierstock-Ultraschall als Kassenleistung?

© Darunechka/ iStockphoto.com
© Darunechka/ iStockphoto.com

Die Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke als sogenanntes Screening – also ohne dass irgendwelche Beschwerden vorliegen – ist ein häufig verkauftes „IGeL“-Angebot. Frauen müssen es aus eigener Tasche bezahlen. Es gibt bisher jedoch keine zuverlässigen Hinweise, dass sich damit Eierstockkrebs generell früher erkennen und erfolgreicher behandeln lässt. Warum fordert eine medizinische Fachgesellschaft dann, dass Krankenkassen die Untersuchung künftig bezahlen sollen?

Krebsfrüherkennung (im Sinne eines „Screenings“) klingt intuitiv sehr sinnvoll. Und die Angst vor Krebs ist groß. Doch nur wenige Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung verhindern nachweislich Todesfälle durch die jeweilige Erkrankung. Und keine Testmethode liefert zu 100 Prozent richtige Ergebnisse. Krebs kann also übersehen werden oder der Test schlägt möglicherweise falschen Alarm, obwohl überhaupt keine Krebszellen vorhanden sind. Es kann auch zu Überdiagnosen kommen.

Mehr dazu im aktuellen Heft


  • Riskante Geburtseinleitung?

    Wenn eine Geburt eingeleitet werden muss, wird in Deutschland dafür häufig der Wirkstoff Misoprostol

  • Umstrittene Empfehlung

    So alt wie das Thema Rauchen sind auch die Diskussionen über die beste Methode, davon wieder

  • Kurz und knapp: Sonnencreme & Co.

    Keine Frage, vor dem UV-Licht der Sonne braucht unsere Haut Schutz. Eine Möglichkeit sind Sonnencremes und

  • Schmerzhafte Tage

    Wärmflasche, Sofa und Schmerztabletten – das gilt als bewährte Strategie, wenn mit der Menstruation starke

  • Noch Pubertät oder schon Borderline?

    Wer kennt nicht die Klagen von Eltern, deren Kinder in die Pubertät kommen – und ihre Verunsicherung

  • Gepanschtes:

    Wegen starker unerwünschter Wirkungen, die mit einem angeblich rein pflanzlichen Tee in Verbindung gebracht


Ausgabe 2020/04




AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de