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Werbung – Aufgepasst! (Seite 3)

Ein echter GPSP-Klassiker: Immer wieder werben Unternehmen schamlos für Pillen, Pulver oder neue Therapien. Der Nutzen wird übertrieben, Nebenwirkungen vergessen oder schlicht medizinisch Unwahres behauptet. In kurzen Infoboxen klären wir auf.

Eigentor: Rote Karte für Krankmacher

Die Aktion „Deine Manndeckung“ macht Werbung für die Früherkennung von Prostatakrebs. Dabei wird mit Fußballvereinen kooperiert, um möglichst viele Männer zu erreichen. Hört sich gut an, ist aber problematisch. Auf der Website wird der sogenannte PSA-Test in den Vordergrund gerückt.1 Der ist unzuverlässig. Und er stuft viele Männer als krank ein, die nie in ihrem Leben Probleme mit ihrer Prostata bekommen würden.

– GPSP 06/2018 / S.28

Panikmache im Wartezimmer

Dieses Poster lag dem Deutschen Ärzteblatt bei. Mediziner sollen es in ihr Wartezimmer hängen.1 Auf den ersten Blick empfiehlt es nur, sich auf Hepatitis C testen zu lassen, weil diese chronische Infektion die Leber schädigen kann. Aber das Poster stammt vom Pharmaunternehmen Gilead, dem Anbieter des Hepatitis-C-Medikaments Harvoni®. Dass es sich hier um raffinierte Werbung handelt, verrät das Impressum auf der Rückseite des Posters.

– GPSP 01/2017 / S.28