Ausgabe Nr. 6 November/ Dezember

Liebe Leserin, lieber Leser,
überall wird nach mehr Digitalisierung gerufen. Besonders Politiker sehen darin offenbar ein schnell wirkendes Allheilmittel für (ihre) Versäumnisse und offensichtliche Missstände. Digitalisierung ist in vielen Bereichen, auch bei GPSP, eine sehr wichtige technische Hilfe:
Aus aktuellem Anlass: Bayer – Zweierlei Maß bei Entschädigung
Vor 20 Jahren kam das Verhütungsmittel Essure auf den Markt. Die Spiralen, die in die Eileiter eingeführt wurden, sollten als Ersatz einer chirurgischen Sterilisation dienen und angeblich risikoärmer sein.
Was bei Tropfen alles schief gehen kann
Arzneimittel in Form von Tropfen oder Säften sind scheinbar kinderleicht abzumessen. ­Dennoch sind Dosierungsfehler häufiger als man denkt. Das zeigt eine aktuelle Analyse.
„Impfnosoden“ – was soll das?
„Impfnosoden“ versprechen die „Ausleitung“ schädlicher Substanzen aus dem Körper. Warum das bei Impfungen überhaupt notwendig sein und wie das funktionieren soll, bleibt unklar. Richtig gefährlich werden „Impfnosoden“, wenn Menschen aufgrund des Namens auf eine Impfwirkung gegen Covid-19 hoffen. Denn die gibt es nicht.
WHO warnt vor E-Zigaretten
E-Zigaretten und Co. nehmen im diesjährigen Tabakreport der Weltgesundheitsorganisation einen prominenten Platz ein. Mit deutlichen Worten verurteilt die WHO die Marketing­strategien und zeigt, wie die Tabakindustrie ihre wahren Absichten verschleiert.
Aufgefrischt: Nikotinbeutel: Freizeitspaß oder Gesundheitsgefahr?
Was veranlasst junge Menschen in Dänemark dazu, Nikotinbeutel in diverse Körperöffnungen einzuführen, statt sie unter die Lippe zu klemmen? Und warum fällt die vorläufige gesundheitliche Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung so zurückhaltend aus? Die Debatte um Nikotinbeutel verläuft nach wie vor kontrovers.
Aducanumab: FDA in der Kritik
Seit die FDA im Juni 2021 in einem umstrittenen Verfahren Aducanumab in den USA ­zugelassen hat,1 sind weitere Details zu möglichen Unregelmäßigkeiten bei diesem ­Verfahren bekannt geworden. Inzwischen beschäftigt sich auch das US-Repräsentantenhaus mit den Vorwürfen.
Arzneimittel – ein Markt für „Zitronen“
Wenn sich ein Gebrauchtwagen entgegen der Angaben des Verkäufers als schrottreif erweist, wird das Auto in den USA als „Zitrone“ bezeichnet. Warum solche „Zitronen“ bei Arznei­mitteln dennoch erfolgreich sein können, erklären zwei nordamerikanische Wissenschaftler.
Aufgespießt: Aus Internet und Werbung
Die Heilpflanzenwohl GmbH vertreibt ihre Produkte über Apotheken und Versandapotheken.
Kurz und knapp: iPhone 12: Vorsicht bei Herzschrittmacher
Neue Technik bringt manchmal ungeahnte gesundheitliche Probleme mit sich:
Kurz und knapp: Sichere Gesundheitsdaten?
Wer Gesundheits-Apps nutzt, verrät den digitalen Helfern manchmal ziemlich intime Details:
Kurz und knapp: Weniger Hormone in den Wechseljahren
Dass die Behandlung mit Sexualhormonen während der Wechseljahre das Risiko für Brustkrebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle steigen lässt, ist seit vielen Jahren bekannt.
Kurz und knapp: Rüge wegen Schleichwerbung
Manche TV-Programm- und Frauen-Zeitschriften nehmen es mit der Trennung zwischen redaktioneller Berichterstattung und Werbung nicht so genau:
Kurz und knapp: Sterblichkeit nicht verringert
Gynäkologische Praxen bieten häufig Ultraschall-Untersuchungen der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung (Screening) an – als individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL).
Esketamin gegen Depressionen
Lindert Esketamin Depressionen, wenn andere Antidepressiva nicht ausreichend helfen? Und kann es Selbsttötungen verhindern? Die Datenlage ist bisher nicht besonders über­zeugend – und es gibt schwerwiegende unerwünschte Wirkungen.
Schulmedizin? Weg mit dem Begriff!
Die Medizin wird im alltäglichen Sprachgebrauch gerne in zwei Bereiche unterteilt: Schulmedizin und Alternativmedizin. Doch dieses Begriffspaar gaukelt Unterschiede und Gegensätze vor, die es so gar nicht gibt. Was Medizin ist und was nicht, hat nichts mit unterschiedlichen „Schulen“ zu tun. Wichtig ist etwas ganz anderes.
Neues zu Arzneimittelrisiken: Tofacitinib ab 65 Jahren nur noch Notfall-Reserve
Nach intensiver Prüfung durch die europäische Zulassungsbehörde EMA steht fest: Tofacitinib soll deutlich seltener als bisher verordnet werden. Grund dafür ist ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Krebserkrankungen – vor allem bei Älteren.
Erhöhtes Thromboserisiko bei neueren „Pillen“
Es gibt riskantere und weniger riskante Anti-Baby-Pillen, wenn es um das Risiko von Blut­gerinnseln geht. Allerdings fehlten für einige Wirkstoffe bislang noch genauere Informationen. Die liefert jetzt eine neue Auswertung von Krankenkassendaten.
Leserbriefe: Covid-19: Menschen sind keine Pferde
Euronews berichtet über Ivomec® beziehungsweise Ivermectin gegen Covid-19. In Ihrer Datenbank kann ich nichts darüber finden. J. W.
Falschinformationen zu Nikotin und Corona
Im Jahr 2020 machten Studien Schlagzeilen, denen zufolge Nikotin-Konsum angeblich vor Covid-19 schützt. Das hat sich jedoch nicht bestätigt, ganz im Gegenteil. Außer voreiligen wissenschaftlichen Schlussfolgerungen hat vermutlich noch ein anderer Faktor eine Rolle ­gespielt: Verbindungen der Forscher zur Tabakindustrie.
Pflege- und Krankheitskosten richtig absetzen
Wer andere pflegt oder selbst Hilfe benötigt, kann 2021 oft mehr und auch leichter eigene Ausgaben beim Finanzamt geltend machen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich gleich zwei wichtige Pauschalen erhöht. Dadurch erkennt das Finanzamt zum Teil deutlich mehr Aus­gaben steuermindernd an, ohne dass sie einzeln nachzuweisen sind. Außerdem profitieren mehr Menschen als früher von einer möglichen Steuerersparnis.
Werbung - Aufgepasst! Unverantwortlich bei Krebs?
er denkt bei diesem Bild nicht an eine Patientin mit Krebs, der durch Chemotherapie die Haare ausgefallen sind? Der Anbieter von Recancostat hat für sie einen scheinbar guten Tipp: