5. August 2019

Das Erbe von Contergan

Wie ein Skandal die Zulassung von Arzneimitteln deutlich verschärfte

© SDTB / Foto: Clemens Kirchner
© SDTB / Foto: Clemens Kirchner

Anfang der 1960er Jahre erschütterte die Contergan-Katastrophe das Vertrauen in Arzneimittel. Das als besonders verträglich angepriesene Schlaf- und Beruhigungsmittel mit dem Wirkstoff Thalidomid sorgte in vielen Ländern für großes Leid: Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft das Mittel eingenommen hatten, kamen mit teilweise schweren Missbildungen von Organen und Gliedmaßen zur Welt. Das machte deutlich, dass strengere Regeln für die Prüfung und Zulassung von Arzneimitteln gebraucht wurden.

1960 arbeitete die Pharmakologin Frances Kelsey für die amerikanische Arzneimittel-Zulassungsbehörde FDA (Bild). Eine ihrer Aufgaben: Sie sollte prüfen, ob ein Schlaf- und Beruhigungsmittel mit dem Wirkstoff Thalidomid auch in den USA vertrieben werden durfte. In Europa war das Mittel bereits seit einigen Jahren auf dem Markt.

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