Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2020 / 06 S. 03a

Liebe Leserin, lieber Leser,

häufig kommen wir in unseren Beiträgen zu dem Schluss: Neu ist nicht immer besser – seien es neue Medikamente oder neue Technologien. Aber manchmal bringt Neues doch echte Vorteile: Das zeigt etwa die digitale Vernetzung eines Pflegeheims, über die wir uns im Interview mit der betreuenden Hausärztin unterhalten (S. 19). Auch die aktualisierten Empfehlungen der Asthma-Leitlinie können für einige Erkrankte eine echte Hilfe sein (S. 4). In der „Rückblende“ erzählen wir von damals neuen Ansätzen, die die britische Krankenschwester und Statistikerin Florence Nightingale Mitte des 19. Jahrhunderts in die Gesundheitsversorgung gebracht hat – damit rettete sie nicht nur vielen Menschen das Leben, sie revolutionierte auch die Pflege (S. 12).

An anderer Stelle stoßen wir dagegen auf altbekannte Phänomene, an denen sich seit vielen Jahren nichts geändert hat und die nach wie vor ein Ärgernis sind: So berichten wir in diesem Heft über ein Medizinprodukt, das mit einer besonders pene­tranten Werbung auffällt (S. 8), fehlende Transparenz bei Arzneimittel-Preisen (S. 3) und Studiendaten (S. 11) sowie über gefährliche Nahrungsergänzung (S. 24 und S. 26).

Nach einer bestimmten Neuigkeit sehnen sich wohl viele auf der Welt: Dass es endlich einen wirksamen und verträglichen Impfstoff gegen Covid-19 gibt. Aber noch bevor er überhaupt verfügbar ist, hat schon das Rennen um die Verteilung begonnen, und der globale Süden droht in der Pandemie den Kürzeren zu ziehen (S. 25). Dass es auf dem weltweiten Arzneimittelmarkt keine Fairness gibt, ist leider nichts Neues.

Nachdenkliche Lektüre wünscht Ihre

Iris Hinneburg



Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

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Titelbild dieser Ausgabe


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