Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2016 / 02 S. 15a

Kurz und knapp

Schichtarbeit:
Besser schlafen

©kallejipp/photocase.de
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Wer Schichtarbeit leisten muss, hat nicht nur in der Familie und im Bekanntenkreis Probleme mit dem Zeitmanagement, sondern ist auch häufiger krank. Das hat unter anderem damit zu tun, dass der biologisch verankerte Tag-Nacht-Rhythmus gestört wird und der Schlaf – im wahrsten Sinne des Wortes – zu kurz kommt. Wer nachts arbeitet, muss am Tag den Schlaf herbeizwingen. Weil der Körper auf Wachsein eingestellt ist, wird es schwierig. Ein Ratgeber5 der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) gibt nicht nur die üblichen Tipps (ruhiger Schlafraum, gut verdunkeln oder Schlafmaske). Er erklärt auch die unterschiedlichen Auswirkungen von Nachtarbeit, Frühschicht und Wechselschichten. Manche Schichtpläne kommen zudem eher Menschen vom Morgentyp, andere dem Abendtyp entgegen. Und eine Rotation der Schicht im Uhrzeigersinn ist generell für den Organismus günstiger.

Bei Schlafproblemen durch Schichtdienst sollten Medikamente die seltene Ausnahme sein, denn mit unerwünschten Wirkungen ist zu rechnen.

Wichtig ist der Einfluss von Licht: Wer morgens von der Arbeit kommt, kann unterwegs durchaus eine Sonnenbrille aufsetzen, und wer erstmal seine Mails checken will, sollte den wachmachenden Blauanteil des Bildschirms reduzieren. Dafür gibt es kostenfreie Programme.

Schlafstörungen und Medikamente

GPSP 4/2007, S. 9

GPSP 5/2008, S. 3

GPSP 1/2014, S. 16

5 DGSM (2011) Patientenratgeber: Schlafprobleme bei Schichtarbeit.

Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

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