Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2018 / 04 S. 14a

Kurz und knapp:

Altarzneimittel

Ohne Nachzulassung

Vor 40 Jahren trat das Arzneimittelgesetz (AMG) in Kraft, und noch immer gibt es hierzulande einige Arzneimittel, die keine aktualisierte Zulassung haben, sondern nur eine so genannte fiktive.1 Bis Ende 1990 sollten eigentlich alle Präparate über die so genannte Nachzulassung amtlich erfasst und ihr Nutzen durch geeignete Studien belegt sein, aber manche Anbieter entschieden sich für rechtliche Auseinandersetzungen mit den Aufsichtsbehörden, wenn die Studien nicht ausreichten. Darum ist zum Beispiel Diamox®, das gegen Glaukom angeboten wird, nur mit fiktiver Zulassung am Markt – und nicht mit der eigentlich rechtlich erforderlichen Nachzulassung. Auch bestimmte rezeptfreie Mittel haben bis heute noch nicht die nötige Nachzulassung erhalten. Dazu gehört etwa Contractubex® Gel von Klosterfrau, das gegen starke Narbenbildung helfen soll, und der Contramutan® N Saft von Merz, der als Erkältungsmittel propagiert wird.


1    arznei-telegramm® (2018) 49, S. 39


Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

Hier finden Sie weitere Artikel zu verwandten Themen:

 


Titelbild dieser Ausgabe


AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de