Zum Inhalt springen
© ananaline/iStock

Kasse zahlt Hautbestrahlung bei Akne

Kombination aus Licht und Radiofrequenz soll Symptome gezielt lindern

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat entschieden, dass Menschen mit leichter bis mittelschwerer Akne inversa eine Hautbestrahlung als Kassenleistung erhalten. Während die normale Akne (Acne vulgaris), die fast jeder aus der Pubertät kennt, vor allem an den Außenseiten des Körpers auftritt (Gesicht, Rücken, Schultern), findet die Akne inversa in den großen Beugen des Körpers statt. Die chronisch-entzündliche Erkrankung betrifft häufig Achseln, Leisten sowie den Genital- und Analbereich. Entzündete Talgdrüsen und Haarwurzeln führen zu schmerzhaften, eitrigen Knoten.

Akne inversa ist nicht heilbar und der Leidensdruck ist oftmals groß. Bisher können nur die Symptome behandelt werden. Es kommen vor allem antibiotische Salben zum Einsatz, nun kann auch eine Kombination aus intensiv gepulstem Licht (IPL) und Radiofrequenz (RF) angewendet werden.1

Der genaue Wirkmechanismus der Bestrahlung ist allerdings noch unklar. Die IPL-Behandlung erfolgt in drei Durchgängen mit unterschiedlichen Lichteinstellungen. Dabei nimmt man an, dass blaues Licht in der obersten Hautschicht wirkt, dort Verhornungen reduziert und Bakterien bekämpft. Grünes bis gelbes Licht erreicht demnach die Talgdrüsen, senkt deren Aktivität und verringert die Entzündungsaktivität im betroffenen Gewebe. Rotes Licht wirkt an den Haarwurzeln und hemmt dort Entzündungen. Alle Durchgänge werden mit Radiofrequenz kombiniert. Sie dringt in die Haut ein, erhitzt das Gewebe, regt die Kollagenbildung an und unterstützt die Heilung.2

PDF-Download

– Gute Pillen – Schlechte Pillen 03/2026 / S.14