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Editorial 04/2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

unter dem breiten Themenspektrum im Heft ist für mich als Internisten der Artikel zum postoperativen Delir sehr praxisrelevant. Solche Patient:innen begegnen mir häufig und sind eine interdisziplinäre Herausforderung. Es ist daher ein wichtiger Ansatz, bereits im Vorfeld einer OP mögliche Delirrisiken zu erkennen und Prophylaxe zu betreiben. Auch nach einer OP können viele kleine Schritte dazu beitragen, das Delirrisiko zu mindern.

Portraitbild von Reinhard Bornemann
© Roland Brinkmann

Ein häufiges Krankheitsbild ist die chronische Rhinosinusitis. Die Spannweite zwischen Lästigkeit und deutlicher Alltagsbeeinträchtigung ist entsprechend groß. Bei dauerhafter Beeinträchtigung kommt auch eine OP der Nasennebenhöhlen in Betracht. GPSP vergleicht die OP mit ­Alternativen.

Seit Jahrzehnten wird nach Medikamenten gegen Demenz gesucht, bisher ohne durchgreifenden Erfolg. Nun sind zwei weitere Ansätze im Gespräch:
Das bereits aus der psychiatrischen Therapie bekannte Lithium und ein Virostatikum, unter der Vorstellung, dass bestimmte Viren für Demenz mitursächlich sein könnten. Auch hier ist die Studien­lage leider nicht sehr optimistisch …

Neben den unmittelbar medizinischen Artikeln kommen auch gesundheitspolitische Themen nicht zu kurz: Ein zunehmend relevantes Thema ist die systematische Sammlung und Nutzung von Patientendaten. Wir berichten über die Arbeit des Forschungsdatenzentrums Gesund­heit, dessen Nutzung und die dahinterstehenden Interes­sen sowie die Perspektiven.

Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen

Reinhard Bornemann

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– Gute Pillen – Schlechte Pillen 04/2026 / S.03