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©James Steidl - Fotolia.com

Kippelige Jugend

Viele Jugendliche haben Haltungsschwächen oder Haltungsschäden. Sie stehen im Hohlkreuz, mit Rundrücken und hängenden Schultern und wenn sie mit geschlossenen Augen gerade stehen sollen, dann kippeln sie.

Besonders heftig sind die Probleme bei Jugendlichen, die viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen, mahnen Orthopäden von der Universitätsklinik Homburg, die in den letzten zehn Jahren 1.600 Sechs- bis Siebzehnjährige untersucht haben. Sie betonen, dass Haltungsprobleme nicht nur eine Frage der Muskulatur sind, vielmehr fehlt den jungen Menschen das Gefühl für den eigenen Körper. Während PC und Fernsehkonsum das visuelle Sys­tem enorm trainieren, werden andere Sinneswahrnehmungen verhindert, beziehungsweise nicht geübt. Dazu gehören Sinnesmeldungen, die ausgehend von den Fußsohlen, der Haut, Muskeln, Sehnen, dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr und Gelenken unser Gehirn über die Körperhaltung informieren.

Ein gezieltes Training dieser Eigenwahrnehmung verbessert Haltungsschwächen beträchtlich. Auf den Internetseiten der saarländischen Experten (www.kidcheck.de) stehen nicht nur hilfreiche Übungen, sondern auch die Topsportarten für Körperkontrolle: Turnen und Kampfsportarten wie Judo.

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– Gute Pillen – Schlechte Pillen 03/2008 / S.06