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Editorial 01/2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

Jochen Schuler
© Sandra Hallinger

was auf dem Titelblatt aussieht wie Frühstückscerealien sind Blutplättchen. Diese kleinen Wunderwerke werden ständig im Knochenmark produziert, zirkulieren für 7–10 Tage im Blut und sind für die Blutgerinnung und Wundheilung zuständig. Ihre medikamentöse Hemmung hat die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich verbessert. Der Absatzmarkt für Plättchenhemmer ist groß. Wo enorme Umsätze winken, steigt die Wahrscheinlichkeit von Manipulationen. Wir berichten am Beispiel des Wirkstoffs Ticagrelor, wie schlampig manchmal mit Studiendaten umgegangen wird.

Des Weiteren können Sie hier lesen, ob und wann Gentests sinnvoll sind, um die Arzneimitteltherapie besser und sicherer zu machen und wie Sie ohne unnötige Angstmache ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko richtig einschätzen lassen können.

Astaxanthin färbt nicht nur Flamingos rot, sondern wird auch als therapeutischer Alleskönner beworben. Coenzym Q10 soll angeblich bei Muskelbeschwerden unter Statinbehandlung helfen.

Weitere Themen: Laserbehandlung von hartnäckigem Nagelpilz, warum warmes Duschen gegen starkes Erbrechen nach Cannabis-Konsum hilft und was davon zu halten ist, wenn eine große Drogeriekette versucht, mit Hilfe von „KI“ in den Markt der Gesundheitsdienstleistungen einzudringen. Ich finde, das ist ein sehr interessanter Themenmix.

Ihr Jochen Schuler

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– Gute Pillen – Schlechte Pillen 01/2026 / S.03