Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2018 / 05 S. 14b

Kurz und knapp:

Patientenverfügung

Kritik an Geschäftemacherei

Wer im Internet nach Vorlagen für Patientenverfügungen sucht, stößt rasch auf kostenpflichtige Angebote. Die Verbraucherzentralen (VZ) haben elf davon unter die Lupe genommen und festgestellt: „Teurer ist nicht immer besser.“2 Bei den Angeboten zwischen 10 und 140 Euro handelt es sich manchmal nur um einen Abklatsch kostenloser Vorlagen aus dem Bundesjustizministerium und manchmal nur um „wortreiche Erweiterungen gängiger Formulierungen“, die sogar schlechter sind – weil weniger präzise. Von einem echten Mehrwert dieser Angebote ist die VZ Hessen nicht überzeugt.2 Kritisch merken die Verbraucherschützer an, dass die Anbieter die Werbetexte für ihr Online-Angebot oft so abgefasst haben, dass sie „die Angst der Verbraucher (schüren), der Medizin ohne die beworbene Patientenverfügung hilflos ausgesetzt zu sein“. Wer sich eingehend mit der Patientenverfügung und weiteren rechtlichen Regelungen für den Fall des Falles auseinandersetzen will, dem ist die VZ-Broschüre für weniger als 10 Euro zu empfehlen:

H. Nordmann und W. Schuldzinski (2018) Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung, 9,90 €, E-Book 7,99 €. www.ratgeber-verbraucherzentrale.de


2 Verbraucherzentrale Hessen (2018) Online –Patientenverfügung: Teurer ist nicht immer besser.


Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

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