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© Kwangmoozaa/iStock

Migräne: Lasmiditan vom Markt

Geringer Nutzen führte zum Misserfolg

Lasmiditan war seit März 2023 in Deutschland verfügbar. Zugelassen war es für die Akutbehandlung von Migräneanfällen bei Erwachsenen. In Zulassungsstudien wurde Lasmiditan nur mit einem Scheinmedikament verglichen. Vergleichende Daten zur Standardtherapie (Schmerzmittel wie Ibuprofen oder bei unzureichender Wirksamkeit Triptane) fehlen. Der Zulassungsbericht stufte Triptane als gleichwertig zu Lasmiditan oder sogar überlegen ein. Entsprechend wurde dem Wirkstoff bei der Nutzenbewertung kein Zusatznutzen attestiert.1 Die Verschreibungszahlen waren niedrig.

Jetzt hat die Firma Lilly den Vertrieb weltweit eingestellt. Der Anbieter hat das mit „Herausforderungen bei der Erfüllung von Anforderungen nach Marktzulassung“ begründet.2 Somit hat die Nutzenbewertung in Deutschland ihren Zweck erfüllt: Die Spreu vom Weizen zu trennen. Übrigens war Lasmiditan etwa zehnmal so teuer wie ein günstiges Triptan-Präparat.

 

Neues Migräne-Mittel Lasmiditan

Nutzenbewertung: Die Spreu vom Weizen trennen

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– Gute Pillen – Schlechte Pillen 05/2026 / S.15