Organspende in Deutschland
Dokumentation entspricht nicht der Einstellung
85 Prozent der Deutschen standen 2024 der Organspende positiv gegenüber – und doch haben nur 45 Prozent ihren Entschluss in einem Organspendeausweis, einer Patientenverfügung oder in beidem dokumentiert. Die Mehrheit wäre prinzipiell bereit zu spenden, doch viele tragen ihre Entscheidung nicht schriftlich in die dafür vorgesehenen Dokumente ein.1
Zwar steigen die Zahlen der Organspenden langsam, doch die Wartezeiten für ein Organ bleiben lang, und der Bedarf in Deutschland wird weiterhin nicht gedeckt. Das 2024 eingerichtete deutsche Organspenderegister, soll diese Willenserklärungen zentral erfassen. Bisher ist es jedoch nur unzureichend gefüllt und konnte den erhofften Anstieg an Organspenden noch nicht bewirken.2
Das Thema bleibt so oder so eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung.
Stand: 8. Januar 2026 – Gute Pillen – Schlechte Pillen 01/2026 / S.14