Hohe Jodaufnahme durch Algenprodukte
Verbindlich Angaben fehlen
Eine zu hohe Jodaufnahme kann die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen. Algen enthalten oft besonders viel Jod, weshalb beim Verzehr von Algenprodukten Vorsicht geboten ist. Besonders Menschen mit Jodmangel und möglichen unentdeckten Schilddrüsenproblemen können empfindlicher auf zu viel Jod reagieren und sogar eine Schilddrüsenüberfunktion entwickeln.
Die Verbraucherzentrale führte eine bundesweite Untersuchung von Algenprodukten wie Salaten, Snacks, Nudeln Tee oder veganem Fischersatz durch. Bei 56 Produkten wurde ein hoher Jodgehalt vermutet. Bei rund zwei Dritteln dieser Produkte war die Jod-Kennzeichnung unvollständig oder fehlte ganz. In 19 Produkten wurde die Jodkonzentration getestet. Sie schwankte stark, von 10 µg bis zu 8.720 µg pro 100 g. Zum Vergleich: Für Erwachsene liegt die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohlene maximale Tagesdosis bei 500 µg Jod.1
Die Verbraucherzentralen verlangen für Algenprodukte verbindliche Angaben zum Jodgehalt, konkrete Hinweise zum Verzehr, Warnhinweise bei möglichen Risiken sowie gesetzlich festgelegte Maximalwerte.2
Stand: 25. Februar 2026 – Gute Pillen – Schlechte Pillen 02/2026 / S.14