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Omega-3-Fettsäuren: Vorhofflimmern möglich

Arzneimittel und Nahrungsergänzung mit Fischöl bergen Risiken

Bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Risikofaktoren dafür können Omega-3-Fettsäuren zu Vorhofflimmern, einer bestimmten Art von Herzrhythmusstörungen, führen. Darüber informierte ein Rote-Hand-Brief.1

Der Rote-Hand-Brief bezieht sich im engeren Sinn nur auf Arzneimittel und beruht auf einem Risikobewertungsverfahren bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA. In Studien stieg das Risiko für Vorhofflimmern mit der Dosis und war am höchsten bei einer Dosis von 4 Gramm pro Tag. Künftig müssen die Produktinformationen entsprechender Arzneimittel auf diese Risiken hinweisen. Wer bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hat oder Risikofaktoren dafür wie erhöhten Blutdruck oder erhöhte Blutfettwerte, sollte vor der Einnahme von Präparaten mit Omega-3-Fettsäuren Rücksprache mit Arzt oder Ärztin halten. Das gilt auch für diejenigen, die während der Einnahme Benommenheit, Herzklopfen und Kurzatmigkeit bemerken.

 

Vorhofflimmern behandeln: Rhythmus oder Frequenz?

Umstrittenes Omega-3-Produkt vom Markt

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– Gute Pillen – Schlechte Pillen 02/2024 / S.22