Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2010 / 06 S. 08b

Kurz und knapp:

Frauenheilkunde
Nachwuchssorgen

60 von 100 Assistenzärzt(inn)en in der Frauenheilkunde sind weiblich, immerhin sind es auch 30 von 100 Oberärzt(inn)en, aber in leitender Funktion gibt es in der Gynäkologie nur 4 Frauen unter 100 Medizinern. Kein Zufall: In einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) meinten 9 von 10 Frauenärztinnen, dass sie Kinder und Karriere schlecht miteinander vereinbaren können.2 Wen wunderts, wenn zum Beispiel 7 von 10 der befragten DGGGMitglieder angeben, dass an ihrer Arbeitsstelle Kinder unter sieben Jahren nicht betreut werden können, obwohl Überstunden, Nacht- und Wochenenddienste üblich sind. 


Quellen
1 Kay Brune, Universität Erlangen-Nürnberg, pers. Mitteilung und Bericht (K. Brune und M. Küster) auf dem Deutschen Schmerzkongress in Mannheim 2010
2 www.dggg.de/dggg-kongress/presseinformationen/nachwuchssorgen-in-dergynaekologie/
3 www.tagesspiegel.de/berlin/schule/debatte-umfruehe-schulpflicht-reisst-nicht-ab/1943718.html
4 arznei-telegramm 2010; 41, S. 103 und pers. Mitteilung von T.E. Elder, Autor einer der Studien.
5 Die Menge der verordneten Tagesdosierungen von Methylphenidat (Ritalin® u.a.) hat sich von 2000 bis 2009 vervierfacht. Schwabe U. und Paffrath D. (Hrsg.), Arzneiverordnungs-Report. Heidelberg 2010
6 www.gesundheitsinformation.de/index.702.de.html
7 Bf R Information Nr. 16/2008: Neue Humandaten zur Bewertung von Energydrinks (13.3.2008)


Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

 


Titelbild dieser Ausgabe


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