Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2008 / 06 S. 15Lb

Leserbrief

„Was kann ich gegen „Trockene Augen“ machen? Ich nehme Hya-Ophtal® System Tropfen. Wissen Sie Näheres über Vor- und Nachteile? Sollte man Tropfen immer „bei Bedarf“ nehmen? Gewöhnen sich die Augen an die zusätzliche Feuchtigkeit und stellen die eigene Feuchtigkeitsproduktion ein?“   H.S.

GPSP: Die Beschwerden des „trockenen Auges“ können sehr belastend sein. Sie sind häufig morgens beim Aufwachen, weil nachts die Tränenproduktion zurückgeht. Auch trockene Raumluft und Klimaanlagen fördern Augentrockenheit. Weitere mögliche Ursachen sind eine gestörte Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit, aber auch Arzneimittel wie bestimmte Antidepressiva oder Antiallergika.
Tropfen mit künstlicher Tränenflüssigkeit verschaffen rasch Linderung. Die Ursachen der Augentrockenheit können sie jedoch nicht beeinflussen. Da künstliche Tränen meist längere Zeit verwendet werden, sind Präparate ohne Konservierungsmittel vorzuziehen. Stoffe wie Carbomer oder Hyaluronsäure sorgen dafür, dass die Flüssigkeit länger auf der Augenoberfläche verbleibt. Besondere Vorteile für das eine oder andere Produkt können wir nicht ausmachen. Das gilt auch für das von Ihnen genannte Hyaluronsäure-haltige und Konservierungsmittel-freie Hya-Ophtal® sine.
Gegen eine Anwendung „bei Bedarf“ ist nichts einzuwenden. Eine Gewöhnung ist nicht zu befürchten. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie die Behandlung mit einem Arzt absprechen. Vor allem gilt es, die Ursachen der Beschwerden zu finden, damit diese möglichst gezielt angegangen werden können.


Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

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