12. September 2013

Tausend mal gepanscht

GPSP warnt vor 1.000 Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Internet

Gepanschtes, Medizinprodukte
© mike ledray – fotolia.com

Bei einem Lebensmittel oder Arzneimittel gehen Sie zurecht davon aus, dass auf der Verpackung steht, welche wesentlichen Inhaltsstoffe in dem Produkt stecken. Wenn Sie allerdings im Internet ein Nahrungsergänzungsmittel bestellen, das der Gesunderhaltung oder dem Wohlbefinden dienen soll, können Sie da nicht so sicher sein. Im Klartext: Da spielen Sie mit Ihrer Gesundheit Russisches Roulette.

Seit Bestehen dieser Zeitschrift stellen wir solche kriminellen Panschereien in einer Internetdatenbank zusammen. Jetzt hat diese Datenbank von Gute Pillen – Schlechte Pillen die Marke von 1.000 Produkten übersprungen. Anlass, Grundsätzliches über diese kriminellen Machenschaften zusammenzufassen, über die wir schon vielfach berichtet haben.

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel. Sie dürfen ohne besondere behördliche Kontrollen der angepriesenen gesundheitlichen Wirkungen verkauft werden. Im Internet bewerben die Anbieter viele Nahrungsergänzungsmittel als „natürlich“ oder „rein pflanzlich“, obwohl sie stark wirksame medizinische Wirkstoffe enthalten. Insgesamt dürfte die Dunkelziffer solcher gepanschten Produkte beträchtlich sein. Denn nur sporadisch werden die Inhaltstoffe von Behörden überprüft – etwa wenn sich Verdachtsmomente auf Risiken häufen.

Mehr dazu im GPSP Heft 5/2013



Quellen:
1 Low MY u.a. (2009) Drug Saf.; 32, S. 1141
2 Cohen PA, Venhuis BJ (2013) JAMA intern. Med.; 173, S. 1169
3 Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung Schleswig-Holstein (2013) Medien-Information vom 23. Juli
4 Poon WT u.a. (2009) Hong Kong Med. J.; 15, S. 196

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Ausgabe 2020/03




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