Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2006 / 04 S. 12b

Augentropfen

Der zweite Tropfen ist zu viel

In Beipackzetteln mancher Augentropfen (z.B. bei dem Antibiotikum Oftaquix® oder dem Filmbildner Liquifi lm® N) wird empfohlen, ein oder zwei Tropfen in das Auge einzuträufeln. Generell reicht aber ein gut gezielter Tropfen aus:1 Das Auge kann nämlich nur die Flüssigkeitsmenge eines Tropfens aufnehmen. Der zweite Tropfen verbessert also nicht die Wirkung, sondern wäscht entweder den vorherigen aus oder kann sogar das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen, wenn beispielsweise die Wirkbestandteile nicht auf der Bindehaut des Auges bleiben, sondern wegen des Mehrangebots stärker über den Tränenkanal in das Blut gelangen. Sollen zwei verschiedene Augentropflösungen eingeträufelt werden, ist ein Mindestabstand von fünf Minuten einzuhalten.


Quelle
1 Medical Letter 2006; 48: 49




Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

Hier finden Sie weitere Artikel zu verwandten Themen:

 


Titelbild dieser Ausgabe


AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de