9. März 2020

Roter Reis bleibt gefährlich

Behörden handeln im Schneckentempo

© Hendra Su/ iStockphoto.com

Nahrungsergänzungsmittel mit rotem Reis werden zur „natürlichen“ Cholesterinsenkung angeboten. So ganz natürlich ist das nicht, denn sie enthalten den gleichen Wirkstoff wie ein rezeptpflichtiges Arzneimittel. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt jetzt erneut,1 aber entschiedenes Handeln sieht anders aus.

Die hierzulande angebotenen Nahrungsergänzungsmittel mit Rotschimmelreis enthalten meist beträchtliche Mengen von Monacolin K. Das ist ein Statin, das mit dem verschreibungspflichtigen Cholesterinsenker Lovastatin identisch ist. Solche Nahrungsergänzungsmittel sind schon deshalb nicht mit dem traditionell in China oft als Färbemittel eingesetzten roten Reis gleichzusetzen, da dieser meist kaum oder kein Monacolin K enthält.

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