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© Mykola Sosiukin/iStock

Fruchtextrakte aus Garcinia cambogia schaden der Leber

Nahrungsergänzungsmittel müssten verboten werden

Garcinia cambogia ist ein pflanzliches Produkt aus der Frucht des Malabar-Tamarinden-Baumes, der in Indien, Nepal und Sri Lanka heimisch ist. Es wird als Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsabnahme angeboten. Garcinia cambogia kann schwere unerwünschte Effekte auslösen, besonders eine mitunter lebensbedrohliche Hepatitis.1 Verantwortlich dafür ist der Inhaltsstoff Hydroxyzitronensäure in den Früchten, der zu Leberversagen führen kann. Weitere Nebenwirkungen wie Herzschäden und Psychosen werden berichtet.

Ein Risikoverfahren wurde von der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA bereits 2023 eingeleitet, mit Ergebnissen soll in Kürze zu rechnen sein.

Die gewichtsreduzierende Wirkung von Garcinia cambogia ist bestenfalls bescheiden, zuverlässige Studien gibt es nicht. Angesichts der Gefahren raten wir von der Einnahme ab. Ein Verbot ist überfällig.

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– Gute Pillen – Schlechte Pillen 01/2026 / S.15