19. Oktober 2020

Immer gleich ein Stent?

Keine Vorteile bei stabiler koronarer Herzkrankheit

© Moyo Studio/ iStockphoto.com

Wenn die Herzkranzgefäße verengt sind, steigt die Gefahr für einen Herzinfarkt. Bei eher moderaten Beschwerden schützen frühzeitige Eingriffe mit Stent oder Bypass aber wohl nicht besser als eine gute Behandlung mit Medikamenten. Das legt eine aktuelle große Studie nahe.

Bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK) sind die Herzkranzgefäße verengt, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen. Ursache ist häufig eine Arteriosklerose, bei der sich Ablagerungen in den Blutgefäßen bilden. Dadurch wird die Durchblutung eingeschränkt, und es können sich wegen der unzureichenden Sauerstoffversorgung – je nach Krankheitsstadium – bei Belastung oder sogar in Ruhe Schmerzen und ein Engegefühl in der Brust (Angina-pectoris-Anfall) einstellen. Dieses Krankheitsbild bezeichnet man auch als chronische stabile KHK.

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