Gesamtheft 02/2020

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Artikelnummer: 2020,01-1
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Beschreibung

Liebe Leserin, lieber Leser,
GPSP bietet ein breites Themen­spektrum an: Gesundheitsvorsorge oder Behandlung von Krankheiten, Nutzen und Schaden von Medikamenten oder andere Gesundheitsthemen. Dabei möchten wir jüngere und ältere Menschen, Männer wie Frauen ansprechen.
Aus aktuellem Anlass: Schaden statt Nutzen
Vor einem Jahr berichteten wir über ein Krebsmedikament, das nur unzureichend getestet zugelassen wurde und wegen Unwirksamkeit wieder vom Markt genommen werden musste.
Je mehr, desto besser?
Eine neue europäische Leitlinie zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen enthält eine Reihe fragwürdiger Empfehlungen. Welche Rolle spielen dabei die zahlreichen Verbindungen der beteiligten Experten zur Pharmaindustrie?
Aufgefrischt: Mehr zum Impfstoff gegen Gürtelrose
Offiziell empfohlen ist die Impfung gegen Gürtelrose für alle ab 60 Jahren, bei beeinträchtigtem Immunsystem schon ab 50 Jahren. An den Zulassungsstudien durften allerdings nur Menschen teilnehmen, die noch nie eine Gürtelrose hatten. Wie sieht es aber mit Nutzen und Risiken der Impfung aus, wenn jemand schon einmal eine Gürtelrose-Erkrankung durchgemacht hat?
Vom sicheren Tod zum Leben mit Diabetes
Bis Anfang der 1920er Jahre war die Diagnose Typ-1-Diabetes quasi ein Todesurteil: Es gab keine wirksame Therapie gegen die Form der Zuckerkrankheit, die meistens bei jungen Menschen auftritt. Die Entdeckung des Insulins durch zwei junge kanadische Forscher änderte das grundlegend.
Alter Hut oder bewährtes Schmerzmittel?
Für Erwachsene gibt es für die Selbstbehandlung von Schmerzen eine ganze Reihe von ­Wirkstoffen ohne Rezept. Was sollte man bei der Wahl eines Schmerzmittels zu Paracetamol wissen?
Beschwerden einfach wegrauchen?
Nicht immer lassen sich Schmerzen gut in den Griff bekommen, etwa bei Rheuma oder bei Nervenschäden durch Diabetes. Kann dann Cannabis helfen? Klingt irgendwie verlockend.
Kurz und knapp: Lavendelöl
Lavendelöl, das klingt zunächst harmlos. Der Grundstoff ist ja pflanzlich. Warum also nicht das lavendelölhaltige Produkt Lasea® ausprobieren, das als rezeptfreies Mittel bei innerer Unruhe und ängstlicher Verstimmung angeboten wird?
Kurz und knapp: Nutzlos
Wenn beim Sport, durch Überbeanspruchung oder infolge einer Behandlung mit einem Kortisonpräparat die Achillessehne reißt, muss nicht immer operiert werden. Liegen die Sehnen­enden nämlich nah genug beieinander, kann eine konservative Behandlung ausreichen.
Kurz und knapp: Skoliose
In der Zeit, in der Jugendliche schnell wachsen, entsteht manchmal eine Skoliose. Das heißt, die Wirbelsäule wächst nicht so gleichmäßig, wie sie soll, sie verdreht und krümmt sich.
Kurz und knapp: Hormonspiralen
Manche Frau, die nicht schwanger werden will, lässt sich eine Spirale einsetzen. Dabei kann es sich um eine Kupferspirale handeln oder eine Spirale, die das Hormon Levonorgestrel enthält und kontinuierlich abgibt.
Mango oder Eisbonbon?
Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene rauchen – aber dafür nimmt der Konsum von E-Zigaretten zu. Werbung in den sozialen Medien, getarnt als Lifestyle-Tipps, und auch leckere Aromen tragen dazu bei.
Glosse: Das Letzte
„Haben Sie ein Viren-Notfall-Set zu Hause?“ fragt die Pharmafirma ABC Healthcare mit einer Pressemitteilung zum Coronavirus.1 Und schreibt, wir bräuchten alle „ein solides Abwehrbollwerk gegen grassierende Viren und Bakterien“.
Nachgefragt: Vom Assistenten zum Akteur?
Big Data und künstliche Intelligenz werden oft als die neuen Wunderwaffen in der Medizin angepriesen. Was steckt überhaupt hinter diesen eher blumigen Begriffen? Und vor allem, sind die Versprechungen überhaupt realistisch? Wir befragten Gerd Antes, der sich mit medizinischer Statistik und Datenverarbeitung bestens auskennt.
Übelkeit in der Schwangerschaft
Bei Kinderwunsch ist die Freude über eine Schwangerschaft groß – wäre da nur nicht die Übelkeit in den ersten Wochen. Leider ist kaum erforscht, was bei den Beschwerden tatsächlich hilft. Seit 2019 ist in Deutschland immerhin ein Medikament zugelassen. Allerdings sind die Belege für den Nutzen bislang eher dünn.
Leserbrief: HPV-Impfung gegen Genitalwarzen bei ­Jungen
Sie hatten ja bereits in GPSP 6/2018, S. 10 über die dünne Datenlage zur Krebsprävention der HPV-Impfung bei Jungen berichtet. Die Urologin meines Sohnes hat uns nun diese Impfung auch als Schutz vor Anogenitalwarzen empfohlen. Laut Flyer schütze der Neunfachimpfstoff vor über 90% der Anogenitalwarzen.
Roter Reis bleibt gefährlich
Nahrungsergänzungsmittel mit rotem Reis werden zur „natürlichen“ Cholesterinsenkung angeboten. So ganz natürlich ist das nicht, denn sie enthalten den gleichen Wirkstoff wie ein rezeptpflichtiges Arzneimittel. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt jetzt erneut,1 aber entschiedenes Handeln sieht anders aus.
Gepanschtes: Der Trick mit dem Tee zum Abnehmen
In Kaffee, Tee oder Schokolade erwartet man keine Chemie, schon gar nicht, wenn sie als ­„natürlich“ ausgelobt werden. Doch wenn für die Produkte positive gesundheitliche ­Wirkungen angepriesen werden, ist Skepsis angezeigt.
Werbung – Aufgepasst! Hormone? Fragen Sie besser nicht „Brigitte“ …
Die Wechseljahre haben ihre unangenehmen Seiten. Kein Wunder, dass Frauenzeitschriften das Thema gern aufgreifen. Das breite Internetangebot der „Brigitte“ zum Thema enthält aber widersprüchliche, irreführende und auch falsche Informationen zur Hormonbehandlung in den Wechseljahren.