Schlaganfall bei Frauen

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Schlaganfälle ereignen sich meist plötzlich. Das Risiko steigt mit fortschreitendem Alter. Und es trifft Frauen häufiger als Männer. Ein Grund dafür ist zum Beispiel die Einnahme von Hormonen - ob per Antibabypille oder Hormonersatz in den Wechseljahren. Aber auch Vorhofflimmern kann gefährlich werden – besonders bei älteren Frauen. Das Gesundheitsmagazin GPSP informiert in seiner aktuellen Ausgabe über die Auslöser speziell bei Frauen, und dass der Wirkstoff ASS ihr Schlaganfall-Risiko reduzieren kann.

Bei einem Schlaganfall wird in den meisten Fällen die Durchblutung im Gehirn ganz oder teilweise durch ein Gerinnsel blockiert. Dadurch wird es nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und kann geschädigt werden, oft auch irreparabel.

2012 wurden in Deutschland über 350 000 Patienten mit Schlaganfall registriert. Von denen, die innerhalb eines Jahres starben, waren etwa 60 Prozent Frauen. Wissenschaftlerinnen haben inzwischen die besonderen Risikofaktoren von Frauen beschrieben und Empfehlungen zusammengestellt. Demnach sind Frauen allein schon durch Hormoneinnahme stärker gefährdet als Männer. Gepaart mit weiteren Auslösern wie Diabetes, Übergewicht, Migräne mit Aura, Depressionen oder Bluthochdruck steigt ihr Risiko für einen Schlaganfall mit zunehmendem Alter noch weiter.

Kritisch ist auch das Vorhofflimmern. Dann schlägt das Herz unregelmäßig und häufig zu schnell. Das ist zwar akut nicht lebensbedrohlich, in den Herzvorhöfen können sich aber Blutgerinnsel bilden, die dann im ungünstigsten Fall – besonders bei älteren Frauen – einen Schlaganfall auslösen.

 

GPSP-Tipp:

Sie können Ihr Schlaganfall-Risiko senken, indem Sie auf die Einnahme von Hormonen verzichten. Die Antibabypille ist besonders bei über 40-Jährigen kritisch, und die Hormontherapie in den Wechseljahren bringt meistens keine Vorteile.

„Bei Frauen unter 66 Jahren mit Vorhofflimmern ohne erkennbare Ursache senkt ASS das Schlaganfallrisiko“, sagt Dr. von Herrath.

Und natürlich verringert ein gesunder Lebensstil das Risiko, zu erkranken: nicht rauchen, Übergewicht reduzieren, ausgewogen ernähren und regelmäßig körperlich aktiv sein.

Mehr zu den speziellen Risikofaktoren bei Frauen und zu Studienergebnissen finden Sie im Originalartikel GPSP 1/2015

Pressemitteilung als PDF

 

Die Veröffentlichung dieser Mitteilung ist kostenlos unter Angabe der Quelle www.gutepillen-schlechtepillen.de oder Gute Pillen - Schlechte Pillen 1/2015. Über Rückmeldung oder Beleg freuen wir uns.

Redaktion Gute Pillen - Schlechte Pillen 

August-Bebel-Str. 62

D-33602 Bielefeld 

 

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