Nocebo im Kopf

© VLADGRIN/ iStockphoto.com
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Placebo – dieser Begriff ist inzwischen auch unter Laien geläufig. Relativ unbekannt ist hingegen der Ausdruck Nocebo. Doch was genau steckt dahinter? Gute Pillen - Schlechte Pillen klärt in seiner neuen Ausgabe 1/2018 auf und berichtet aus der aktuellen Forschung, die spannende Ergebnisse liefert.

Placebo bedeutet übersetzt „ich werde gefallen“. Und nicht selten kann der „Placebo-Effekt“ zum Beispiel das Schmerzempfinden bei Patienten austricksen und Beschwerden lindern, obwohl die Tablette nur aus Zucker hergestellt wurde. Also völlig wirkstofffrei. Unerwünscht ist hingegen der Nocebo-Effekt. Nocebo bedeutet „ich werde schaden“. Dieser Gedanke taucht dann gerne bei Patienten auf, die den Beipackzettel ihres Medikaments aufmerksam studieren und auf die „Unerwünschte Wirkungen“ stoßen. Was da alles passieren könnte: Hautjucken, Ausschlag, Blutungen...

Solche unerwünschte Wirkungen sind zwar eine reale Möglichkeit, treten aber nicht zwangsläufig auf. Aus der Kenntnis der Nebenwirkungen wird aber manchmal eine selbsterfüllende Prophezeiung: Der Nocebo-Effekt verändert die Wahrnehmung des Patienten, erhöht die Aufmerksamkeit und kann dazu führen, dass körperliche oder seelische Reaktionen allein dadurch entstehen oder der Patient sie als solche betrachtet. Gerade dann kommt es auf eine besonders gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient an, die das Bild vom Schaden und Nutzen des Medikaments geraderückt.

Den Nocebo-Effekt haben jüngst Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unter die Lupe genommen – mit verblüffenden Ergebnissen. Ausführliches dazu und weitere Beispiele finden Sie im Originalartikel der Ausgabe GPSP 1/2018 unter: https://gutepillen-schlechtepillen.de/der-perfide-zwilling/

Die Veröffentlichung dieser Mitteilung ist kostenlos unter Angabe der Quelle www.gutepillen-schlechtepillen.de oder Gute Pillen - Schlechte Pillen 1/2018.

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Pressemitteilung als PDF

Redaktion Gute Pillen - Schlechte Pillen
August-Bebel-Str. 62
D-33602 Bielefeld
 

Gute Pillen - Schlechte Pillen ist ein Gemeinschaftsprojekt von: DER ARZNEIMITTELBRIEF, arznei-telegramm, Arzneiverordnung in der Praxis und Pharma-Brief. Alle beteiligten Zeitschriften sind Mitglied der International Society of Drug Bulletins (ISDB). Herausgeber: Gute Pillen, Schlechte Pillen - Gemeinnützige Gesellschaft für unabhängige Gesundheitsinformation mbH, Bergstr. 38A, 12169 Berlin, HRB 98731B Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Geschäftsführer: Wolfgang Becker-Brüser, Jörg Schaaber, Prof. Dr. Walter Thimme. Steuernr. 27/603/52625

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