Generika: Keine Billigmedizin

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Generika sind die „Nachahmer“ unter den Medikamenten. Sie kommen auf den Markt, wenn der Patentschutz des Originals abgelaufen ist. Ihnen haftet das Klischee der Billigmedizin an, obwohl ihre Qualität genauso gut ist wie die der Originalpräparate. Dennoch sind viele Verbraucher verunsichert, wenn sie in der Apotheke ein anderes Medikament als das gewohnte erhalten. Die Gesundheitszeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen hat deshalb verbreitete Mythen über Generika unter die Lupe genommen.

Viele kennen diese Situation: Man ist seit Jahren gut auf sein Medikament gegen Bluthochdruck eingestellt. Und plötzlich bekommt man mit seinem Rezept ein anderes Medikament: Der Name ist unbekannt, die Verpackung sieht anders aus und vielleicht ist die Tablette rund statt oval. Erst bei genauem Hinschauen zeigt sich, dass Wirkstoff und Dosis übereinstimmen. Ursache für die anfängliche Verwirrung ist der Wechsel zu einem günstigeren Generikum. Aber wird hier auf Kosten der Patienten gespart? Bekommen sie Billigmedizin?

„Der Preis eines Generikums hat in Deutschland nichts mit der Qualität zu tun.“, so Prof. Bernd Mühlbauer von der Gesundheitszeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen. Einem Medikament ist nicht anzusehen, wo und von wem es hergestellt wurde. Oft ist dies nicht der auf der Verpackung genannte Anbieter, sondern ein so genannter Lohnhersteller. Der kann für viele Arzneimittelanbieter produzieren – sogar Generika und Originalprodukte gleichermaßen. Und viele multinationale Pharmakonzerne haben inzwischen eigene Tochterunternehmen für ihre Generikasparte. Dass Qualitätsmängel in Deutschland sehr selten auftreten, bestätigen Untersuchungen unabhängiger Labore. Kommt es doch zu Mängeln, betreffen sie gleichermaßen Generika und Originalpräparate.

Auch das Vorurteil, Generika seien weniger wirksam, trifft nicht zu. Ein Generikum wird nur dann zugelassen, wenn der Wirkstoff im Körper ebenso gut aufgenommen wird wie beim Originalpräparat (Bioverfügbarkeit). Nur bei wenigen Arzneimitteln kann es ratsam sein, den Wechsel auf ein anderes Präparat zu vermeiden, um möglichen Schwankungen des Wirkstoffpegels im Körper aus dem Weg zu gehen. Das gilt etwa bei Schilddrüsenhormonen oder bei Immunsuppressiva nach einer Organtransplantation.

„Die Unterschiede zwischen wirkstoffgleichen Arzneimitteln betreffen vor allem Aussehen und verwendete Hilfsstoffe“, so der Pharmakologe Bernd Mühlbauer. „Für die Verträglichkeit macht das keinen Unterschied, denn die üblichen Hilfsstoffe sind in der Regel unproblematisch.“ Um Verwirrung durch einen Präparatewechsel zu vermeiden, empfiehlt Gute Pillen - Schlechte Pillen: Prüfen Sie, ob Wirkstoff und Dosis mit dem gewohnten Arzneimittel übereinstimmen. Im Zweifelsfall fragen Sie in der Apotheke nach.

Ein ausführlicher Artikel aus der neusten Ausgabe von Gute Pillen - Schlechte Pillen: https://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/archiv/jahrgang-2012/nr.-6-nov.dez.-2012/generika---gut-und-preiswert.php

 

Diese Pressemitteilung im Internet:

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Ansprechpartner für die Presse:
Prof. Bernd Mühlbauer
Facharzt für Klinische Pharmakologie, Pharmakologie und Toxikologie

Dr. Christian Wagner-Ahlfs
Redaktionsleiter GPSP

redaktion@GP-SP.de

Redaktion Gute Pillen - Schlechte Pillen 
August-Bebel-Str. 62
D-33602 Bielefeld

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