Bei Folsäure abgezockt!

©  p365.de – Fotolia.de
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Wenn Frauen sich ein Kind wünschen oder im Frühstadium einer Schwangerschaft sind, müssen sie ausreichend mit Folsäure bzw. Folat versorgt sein. So wird das Ungeborene vor bestimmten Fehlbildungen geschützt. Eine folatreiche Ernährung hilft, den Bedarf zu decken. Und richtig dosierte Folsäurepräparate sind dabei eine wichtige Unterstützung. Preiswerte Nahrungsergänzungsmittel dazu gibt es als Monatspackung schon für knapp drei Euro im Handel. Gute Pillen - Schlechte Pillen rät Frauen, sich nicht von „einfühlsamen“ Werbeslogans ausnutzen zu lassen und keine völlig überteuerten Produkte in der Apotheke zu kaufen.

Wenn Frauen heutzutage schwanger werden möchten oder es bereits sind, sollen sie viele Dinge beachten und entscheiden, damit die Schwangerschaft gut verläuft, Mutter und Kind gesund sind. Aber schon zu bestimmen, welche der vielfältigen zusätzlichen Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll und ratsam sind, ist oft schwierig.

Da ist es gut, zu wissen, dass es zumindest eine unumstrittene Richtschnur gibt: möglichst einige Wochen vor dem Beginn und vor allem in den ersten Wochen einer Schwangerschaft ausreichend mit Folsäure versorgt zu sein. Das macht es höchst unwahrscheinlich, dass ein sogenannter Neuralrohrdefekt („offener Rücken“) entsteht – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Gehirn und Rückenmark normal entwickeln.

GPSP-Tipp:

Wird die Nahrung durch Folsäureprodukte ergänzt, sollte eine Tagesration 400 µg (Mikrogramm) Folsäure enthalten. Wird die Schwangerschaft erst spät erkannt, ist in den ersten drei Monaten eine Tagesdosis von 800 µg empfehlenswert.

Folsäure steckt (in der Form von Folat) in vielen Lebensmitteln: grünes Gemüse, Salat, Tomaten, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Orangen, Sprossen, Weizenkeime, Weizenkleie sowie Kartoffeln, Leber und Ei.

Inzwischen gibt es auch im Handel Lebensmittel, die mit Folsäure angereichert sind, zum Beispiel Brot. Eine Nährwertangabe auf der Verpackung weist auf den täglichen Bedarf an Folsäuregehalt (oder den Folatgehalt) hin.

Mehr zu den Anbietern von Folsäurepräparaten und zur Studienlage finden Sie im Originalartikel unter:  https://gutepillen-schlechtepillen.de/geschaefte-mit-schwangeren/

Die Veröffentlichung dieser Mitteilung ist kostenlos unter Angabe der Quelle www.gutepillen-schlechtepillen.de oder Gute Pillen - Schlechte Pillen 5/2015. Über Rückmeldung oder Beleg freuen wir uns.

Pressemitteilung als PDF

Redaktion Gute Pillen - Schlechte Pillen
August-Bebel-Str. 62
D-33602 Bielefeld

Gute Pillen - Schlechte Pillen ist ein Gemeinschaftsprojekt von: DER ARZNEIMITTELBRIEF, arznei-telegramm, Arzneiverordnung in der Praxis und Pharma-Brief. Alle beteiligten Zeitschriften sind Mitglied der International Society of Drug Bulletins (ISDB). Herausgeber: Gute Pillen, Schlechte Pillen - Gemeinnützige Gesellschaft für unabhängige Gesundheitsinformation mbH, Bergstr. 38A, 12169 Berlin, HRB 98731B Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Geschäftsführer: Wolfgang Becker-Brüser, Jörg Schaaber, Prof. Dr. Walter Thimme. Steuernr. 27/603/52625

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