Antibiotikum bei Blasenentzündung

Warum „alte“ Pillen manchmal besser sind als neue

© nerthuz - Fotolia.com
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Frauen kennen sie besser als Männer: die Blasenentzündung! Sie ist lästig, aber häufig geht sie von selbst vorbei. Manchmal jedoch hilft nur noch ein Antibiotikum. Doch welches Mittel ist am besten geeignet? Bei „unkomplizierter Blasenentzündung“ zeigt sich, dass „neue“ Arzneimittel nicht unbedingt besser sind als „alte“. So gibt es schon seit 60 Jahren einen bewährten Wirkstoff Nitrofurantoin. Gute Pillen – Schlechte Pillen zeigt, welche Vorteile diese Wiederentdeckung für eine Blasenbehandlung mit sich bringt.

Für eine Blasenentzündung gibt es viele auslösende Faktoren. Die bakteriellen Erreger stammen meist aus dem Darm und erreichen leicht die Blase, besonders bei Frauen. Meist kommt es dann zu Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen oder Druckgefühl im Schambereich. Das ist zunächst harmlos, oft hilft viel trinken. Dadurch werden die Bakterien aus dem Köper geschwemmt. Bestehen die Beschwerden weiter, sollte man mit dem Arzt oder der Ärztin überlegen, ob ein Antibiotikum sinnvoll ist. Es kann die Krankheitsdauer deutlich verkürzen. Vier Antibiotika kommen in Frage, die maximal fünf Tage einzunehmen sind. Die Heilungsrate liegt bei 90 Prozent. Eines dieser vier Antibiotika ist Nitrofurantoin, das bereits in den 1950er Jahren auf den Markt kam.

GPSP-Redakteur Prof. Mühlbauer: „Damals wurde Nitrofurantoin über einen viel zu langen Behandlungszeitraum verabreicht – und schädliche Wirkungen blieben nicht aus. Darum geriet der Wirkstoff in Vergessenheit. Heutzutage zeichnet er sich dafür durch zwei Vorteile aus. Die Resistenz der meist für Blasenentzündungen verantwortlichen E. coli Bakterien liegt bei nur etwa 5 %. Dieser Wirkstoff wird kaum in den Körper aufgenommen. Seine systemische Wirkung ist also gering. Er bekämpft aber wirkungsvoll die Bakterien im Harntrakt. Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder ihrer Ärztin, ob Nitrofurantoin für Sie in Frage kommt.“

Mehr zu weiteren Faktoren, die eine Blasenentzündung auslösen können und zur guten alten Pille Nitrofurantoin finden Sie im Originalartikel GPSP-2/2015: https://gutepillen-schlechtepillen.de/gute-alte-pillen-antibiotikum-nitrofurantoin/

Die Veröffentlichung dieser Mitteilung ist kostenlos unter Angabe der Quelle www.gutepillen-schlechtepillen.de oder Gute Pillen - Schlechte Pillen 2/2015. Über Rückmeldung oder Beleg freuen wir uns.

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Redaktion Gute Pillen - Schlechte Pillen
August-Bebel-Str. 62
D-33602 Bielefeld

 

Gute Pillen - Schlechte Pillen ist ein Gemeinschaftsprojekt von: DER ARZNEIMITTELBRIEF, arznei-telegramm, Arzneiverordnung in der Praxis und Pharma-Brief. Alle beteiligten Zeitschriften sind Mitglied der International Society of Drug Bulletins (ISDB). Herausgeber: Gute Pillen, Schlechte Pillen - Gemeinnützige Gesellschaft für unabhängige Gesundheitsinformation mbH, Bergstr. 38A, 12169 Berlin, HRB 98731B Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Geschäftsführer: Wolfgang Becker-Brüser, Jörg Schaaber, Prof. Dr. Walter Thimme. Steuernr. 27/603/52625

 

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