14. Januar 2019

Rückblende: Ausspucken verboten!

Die Geschichte der Tuberkulose führt zu den Grenzen der Medizin

© Deutsches Hygienemuseum, Dresden
© Deutsches Hygienemuseum, Dresden

Kennen Sie den „Blauen Heinrich“, ein Glasfläschchen, das man bequem in die Tasche des Gehrocks stecken konnte? Damit sollte zu Zeiten unserer Vorväter und Vormütter die Verbreitung der Lungentuberkulose eingedämmt werden: Statt auf den Boden zu spucken, benutzte man Gefäße wie dieses. Die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts allgegenwärtige Tuberkulose spielt heute in Deutschland kaum noch eine Rolle. In vielen Ländern ist sie jedoch weiterhin ein großes medizinisches Problem. Ein Blick zurück hilft uns zu verstehen, woran das liegt.

Tuberkulose gibt es schon seit sehr langer Zeit. Man vermutet, dass im alten Ägypten die Hälfte der Bevölkerung vom Mycobacterium tuberculosis befallen war.1 So hat man in 5.000 Jahre alten Mumien Tuberkulose (TB) nachweisen können.2

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