18. Februar 2013

Pseudokrupp

Feuchte und kalte Luft helfen. Vor allem in der kalten Jahreszeit kann es passieren, dass ein Kleinkind – meist nachts oder gegen Morgen – einen Pseudokrupp-Anfall erleidet.

GPSP
© fotolia.com

Vor allem in der kalten Jahreszeit kann es passieren, dass ein Kleinkind – meist nachts oder gegen Morgen – einen Pseudokrupp-Anfall erleidet. Das heißt, es hustet „bellend“ und hat Atemnot. „Wichtig ist, das Kind zu beruhigen“, so der Arzt Wolfgang Becker-Brüser von der Zeitschrift Gute PillenSchlechte.

Wenn das Kind schreit, wird dadurch der Auslöser des Anfalls verstärkt, und es ringt noch mehr um Luft. Die Beschwerden gehen von einer Entzündung im Bereich des Kehlkopfes aus, die die Schleimhäute anschwellen lässt und vor allem am Kehlkopf einen Engpass erzeugt. Bei Kindern unter vier Jahren passiert das besonders leicht, weil ihr Kehlkopf klein und eng ist. Die Folge: Das Einatmen ist erschwert, Atemnot entsteht.

Einem betroffenen Kind hilft oft frische kalte Luft. Becker-Brüser rät: „Gehen Sie mit dem warm eingepackten Kind ans offene Fenster.“

Kinder, die einen Pseudokrupp-Anfall erleiden, haben meist einen viralen Infekt (seltener einen bakteriellen), kränkeln oft schon tags zuvor oder sind heiser. Vorbeugend wirkt ein Spaziergang in kühler Luft oder nasse Tücher im Zimmer aufzuhängen. Kann das Kind problemlos schlucken, sind kühle Getränke hilfreich. Auf keinen Fall sollten Eltern so genannte Erkältungssalben wie Wick Vaporup® oder Tropfen mit ätherischen Ölen verwenden, denn diese können den Anfall verschlimmern (GPSP 1/2009, S. 4) . Bei schwerer Atemnot ist ärztliche Hilfe nötig.

Dass in der Nähe von Kleinkindern nicht geraucht werden darf, versteht sich eigentlich von selbst. Tabakqualm fördert auch Pseudokrupp.

Diese Pressemitteilung im Internet:
https://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/presse/pressemitteilungen.php


Gute Pillen – Schlechte Pillen ist ein Gemeinschaftsprojekt von: DER ARZNEIMITTELBRIEF, arznei-telegramm, Arzneiverordnung in der Praxis und Pharma-Brief. Alle beteiligten Zeitschriften sind Mitglied der International Society of Drug Bulletins (ISDB). Herausgeber: Gute Pillen, Schlechte Pillen – Gemeinnützige Gesellschaft für unabhängige Gesundheitsinformation mbH, Bergstr. 38A, 12169 Berlin, HRB 98731B Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Geschäftsführer: Wolfgang Becker-Brüser, Jörg Schaaber, Prof. Dr. Walter Thimme. Steuernr. 27/603/52625

Unabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen –Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel.


Quellen:
1 Akute Atemnot. Wick VapoRub®: für Kleinkinder gefährlich. Gute Pillen – Schlechte Pillen 1/2009 S. 4

https://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/archiv/jahrgang-2009/nr.-1-jan.feb.-2009/akute-atemnot-wick-vaporubr-fuer-kleinkinder-gefaehrlich.php




  • Das Leben als Lottospiel?

    Der Preis neuer Arzneimittel steigt und steigt. Noch merken wir das hierzulande meist nicht, weil die

  • Glosse

    Jeder Mensch ist einzigartig! Das wird ja wohl keiner bestreiten. Und dann kann es der Mensch des

  • Mehr Fragen als Antworten

    Manche Allergien lassen sich mit einer Immuntherapie unterdrücken, etwa auf Gräser sowie Bienen- oder

  • Übelkeit in der Schwangerschaft

    Bei Kinderwunsch ist die Freude über eine Schwangerschaft groß – wäre da nur nicht die Übelkeit in

  • Gepanschtes:

    In Kaffee, Tee oder Schokolade erwartet man keine Chemie, schon gar nicht, wenn sie als ­„natürlich“

  • Vom sicheren Tod zum Leben mit Diabetes

    Bis Anfang der 1920er Jahre war die Diagnose Typ-1-Diabetes quasi ein Todesurteil: Es gab keine wirksame


Ausgabe 2020/03




AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de