7. Juli 2014

Metoclopramid-Tropfen vom Markt

Einige Monate lang nicht zu haben

© himberry/ photocase.de

Wenn ein Arzneimittel wegen unerwünschter Wirkungen vom Markt genommen wird, gibt es meist Alternativpräparate. Manchmal entsteht jedoch eine Lücke, die auf den ersten Blick nur schwer auszufüllen ist. Und manchmal stellt man anlässlich einer Marktrücknahme auch erstaunt fest, dass in diesem Falle eigentlich gar kein Arzneimittel benötigt wird. Jeder dieser Aspekte trifft ein bisschen auf Metoclopramid-Tropfen zu – bislang ein beliebtes Mittel bei Übelkeit und anderen Magen-Darm-Beschwerden.

Zunächst das Wichtigste: Metoclopramid (MCP) gibt es nach wie vor – zumindest als Tabletten und Zäpfchen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ließ im April 2014 lediglich MCP-Tropfen vom Markt nehmen, die höher dosiert sind als ein Milligramm pro Milliliter Lösung. Dadurch sollen vor allem Kinder geschützt werden, die durch zu hoch dosierte MCP-Tropfen besonders häufig gefährdet sind, etwa durch eine Beeinträchtigung ihrer Bewegungskoordination.1 Die Gefährdung steigt mit der Höhe der Dosis und der Einnahmedauer.


Mehr dazu im GPSP Heft 4/2014 




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