7. Dezember 2015

Mein Name ist Hase …

Industrielobby in Brüssel redet mit

© Thomas Kunz
© Thomas Kunz

Die meisten Entscheidungen zu neuen Arznei­mitteln werden von der Europäischen Union getroffen. Deshalb ist die Pharmaindustrie in Brüssel äußerst aktiv. Eine unabhängige Gruppe hat den Schleier über der Einflussnahme der Pillenlobby ein wenig gelüftet.

Das Corporate Europe Observatory (CEO), das den Lobbyismus in der EU ins Visier nimmt, hat bei der EU-Kommission hartnäckig nachgebohrt und so allerlei herausbekommen:1 Big Pharma gab in Brüssel 2014 für Lobbyarbeit rund 40 Millionen € aus und beschäftigte reichlich Lobbyisten, entsprechend 176,5 Vollzeitstellen. Auch sind einige Firmen offensichtlich vergesslich: Peinlicherweise deklarieren sie geringere Ausgaben, als die von ihnen beauftragten Beratungsfirmen angaben. Manche Hersteller ignorieren die Pflicht zur Offenlegung gleich ganz. CEO fand heraus, dass sich Berater der Pharmafirma Janssen zwischen November 2014 und März 2015 neunmal mit Kommissionsvertretern hinter verschlossenen Türen getroffen hatten. Angaben dazu im Lobbyregister unter Janssen: Fehlanzeige.

Mehr dazu im GPSP Heft 6/2015


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Ausgabe 2020/03




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