21. März 2016

Hilfe bei Schnupfen und verstopfter Nase

Wirkstoffmix bringt Schniefnasen oft nix

© OJO_Images – istock.com
© OJO_Images – istock.com

Winter ade – doch Schnupfen, Husten und Abgeschlagenheit sind damit längst nicht passé. Viele greifen dann zu einem der rezeptfreien Allround-Erkältungsmittel. Die sollen laut Werbung schnell wieder fit und einsatzbereit machen. Dabei kann es aber passieren, dass man auf der verstopften Nase sitzenbleibt. Gute PillenSchlechte Pillen zeigt, warum das so ist und plädiert für Präparate mit einem einzigen Wirkstoff. Damit lassen sich Erkältungsbeschwerden gezielter und sogar kostengünstiger lindern.

In Kombinationsmitteln gegen Erkältungen steckt oft der Wirkstoff Phenylephrin. Er soll für eine freie Nase sorgen. Neue Studien belegen nun zum wiederholten Mal, dass diese angebliche Anti-Schnupfen-Substanz versagt: Sie lindert in verschiedenen Dosierungen das Problem nicht besser als ein Scheinmedikament (Placebo; ohne Wirkstoffe).

Einzelstoffe empfehlenswert: Wollen Erwachsene mithilfe rezeptfreier Medikamente ihre Erkältung erträglicher machen, sollten sie besser zu Ein-Stoff-Präparaten greifen und diese je nach Bedarf dosieren. Manch einem nützt ein Schmerzmittel wie Paracetamol, Acetylsaliscylsäure (ASS) oder Ibuprofen, wenn der Kopf brummt. Verstopfte Nasen lassen sich innerhalb weniger Minuten mit Tropfen, die die Nasenschleimhaut abschwellen, freibekommen. Geeignet und schnell wirksam ist beispielsweise der Wirkstoff Xylometazolin. Aber Achtung: Solche Nasentropfen dürfen nicht länger als sieben Tage hintereinander benutzt werden. Sonst reagiert die Schleimhaut darauf mit erneuter Schwellung, dem „Nasentropfen-Schnupfen“.

GPSP-Tipp:

Manchmal reichen bei verstopfter Nase salzhaltige Nasentropfen. Obwohl sie die Schleimhaut „nur“ befeuchten und nicht zum Abschwellen bringen, lindern sie die Beschwerden. Und sie können länger angewendet werden.

Weitere Informationen sowie Einzelheiten zu den Studien finden Sie im  Originalartikel.

Mehr dazu im aktuellen Heft


  • Werbung – Aufgepasst: Lavendel

    Lavendel wurde zur „Arzneipflanze des Jahres 2020“ gekürt. Dass nun verschiedene Anbieter von

  • Aus aktuellem Anlass: Geschädigte Frauen schauen in die Röhre

    Erinnern Sie sich noch? Vor einigen Jahren flog der Pfusch der französischen Firma PIP auf:

  • Geld zurück vom Finanzamt

    Medikamente, die die Krankenkasse nicht zahlt, Ausgaben für Zahnersatz, Zuzahlungen für einen

  • Riskante Geburtseinleitung?

    Wenn eine Geburt eingeleitet werden muss, wird in Deutschland dafür häufig der Wirkstoff Misoprostol

  • Umstrittene Empfehlung

    So alt wie das Thema Rauchen sind auch die Diskussionen über die beste Methode, davon wieder

  • Kurz und knapp: Sonnencreme & Co.

    Keine Frage, vor dem UV-Licht der Sonne braucht unsere Haut Schutz. Eine Möglichkeit sind Sonnencremes und


Ausgabe 2020/04




AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: Spendenportal.de