2. Juni 2020

Gepanschtes:

Internationale Zusammenarbeit von Behörden überfällig

© Annika Ucke

Wegen starker unerwünschter Wirkungen, die mit einem angeblich rein pflanzlichen Tee in Verbindung gebracht wurden, ließ das Schweizerische Arzneimittelinstitut Swissmedic Tees im Labor überprüfen. Jetzt warnt die Behörde „dringlich vor der Einnahme der Schlankheitsprodukte Esillaa und Alpiflor Tee“.1

Die Teebeutel enthielten keinen pflanzlichen Tee, sondern „stattdessen ein weißes Pulver und verschiedene verbotene nicht deklarierte synthetische Arzneistoffe“, darunter den Appetithemmer Sibutramin. Dieser wurde bereits vor zehn Jahren wegen Herz-Kreislauf-Schädlichkeit aus dem Handel gezogen (GPSP 2/2010, S. 8). In einzelnen Chargen wurden zudem der Erektionsförderer Sildenafil gefunden sowie Lidocain, das beispielsweise gegen bestimmte Herzrhythmus­störungen verwendet wird.

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Ausgabe 2020/05




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