13. Dezember 2021

Falschinformationen zu Nikotin und Corona

Umstrittene Studien mit Verbindung zur Tabakindustrie

© Ralf Geithe/ iStockphoto.com

Im Jahr 2020 machten Studien Schlagzeilen, denen zufolge Nikotin-Konsum angeblich vor Covid-19 schützt. Das hat sich jedoch nicht bestätigt, ganz im Gegenteil. Außer voreiligen wissenschaftlichen Schlussfolgerungen hat vermutlich noch ein anderer Faktor eine Rolle ­gespielt: Verbindungen der Forscher zur Tabakindustrie.

Die Nachricht verbreitete sich im vergangenen Jahr wie ein Lauffeuer: „Französische Forscher wollen Nikotin-Pflaster an Coronavirus-Patienten testen“, titelte etwa der britische Guardian1. Denn eine Studie habe gezeigt, dass Raucher ein geringeres Covid-Risiko hätten. Die Untersuchung lege sehr nahe, „dass regelmäßige Raucher mit viel kleinerer Wahrscheinlichkeit eine symptomatische oder schwere Infektion entwickeln“, zitiert die Zeitung die Forscher. Der Effekt sei signifikant und so stark, wie er selten in der Medizin zu beobachten sei.

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