28. Dezember 2015

Diagnose ADHS

Hibbelige Kinder – mit Pillen allein nicht gut betreut

© naumoid – istock.com
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Seit den 1990er Jahren erhalten viele Kinder, die durch Unaufmerksamkeit und Überaktivität auffallen, die medizinische Diagnose ADHS. Viele Ärzte verordnen Methylphenidat (Ritalin®), das eigentlich stimuliert, bei solchen Kindern aber paradox wirkt, also beruhigend. In den letzten Jahren wurde viel gestritten, wie hilfreich der medikamentös-medizinische Ansatz überhaupt ist. Wir fragten Charlotte Köttgen, was aus ihrer Sicht in den letzten 20 Jahren falsch gelaufen ist.

GPSP: Für viele ist ADHS eine Krankheit, die am besten von Ärzten mit Medikamenten behandelt wird. Sie sehen das anders.

Charlotte Köttgen: Leon Eisenberg, der als erster das so genannte hyperkinetische Syndrom, aus dem später ADHS wurde, beschrieben hatte, sprach gegen Ende seines Lebens selbst von einer fabrizierten Erkrankung.1 Gemeint ist, dass diese Verhaltensauffälligkeiten nicht als eindeutig biologische Krankheit zu verstehen sind. Eisenberg sagte, Fragen nach den psychosozialen Ursachen seien wichtiger.

Mehr dazu im Heft GPSP 6/2015


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