Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2011 / 01 S. 15aL

Leserbrief:

Antibiotika und Milch

„Im Beipackzettel meines Antibiotikums (Doxycyclin) steht, man solle es nicht zusammen mit Milchprodukten einnehmen. Andererseits könne die Einnahme zu den Mahlzeiten die Häufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern. Was kann mit Milch passieren, und was ist, wenn Sahne in der Mahlzeit ist?“ C.N.

GPSP: Doxycyclin ist ein Antibiotikum aus der Reihe der Tetrazykline. Diese dürfen generell nicht mit Milch oder Milchprodukten
eingenommen werden, da das deren Aufnahme in den Körper drastisch reduzieren kann: bei Doxycyclin um bis zu 30%, bei anderen Tetrazyklinen sogar deutlich stärker. Darunter leidet die Wirksamkeit der Antibiotika. Es trifft zwar zu, dass insgesamt weniger Magen-Darm-Beschwerden auftreten, wenn Tetrazykline mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Aber auch hier gilt, dass Milch und Milchprodukte in den Speisen die Aufnahme eines Tetrazyklins herabsetzen. Weil keine Mahlzeit gleich ist, lassen sich hierzu keine genaueren Angaben machen. Es ist aber davon auszugehen, dass eine Mahlzeit die Antibiotika-Wirkung nicht so drastisch herabsetzt wie ein Glas Milch. Vor Milch ist bei Tetrazyklinen dringend zu warnen.

Diese Warnung gilt nicht für alle Antibiotika, im Zweifelsfall können Sie sich im Beipackzettel schlau machen. Fast immer sollte man Medikamente mit viel Flüssigkeit schlucken. In der Regel eignet sich Wasser am besten, da es Arzneimittel am geringsten beeinflusst.


Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

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