Gepanschtes:

Wegen starker unerwünschter Wirkungen, die mit einem angeblich rein pflanzlichen Tee in Verbindung gebracht wurden, ließ das Schweizerische Arzneimittelinstitut Swissmedic Tees im Labor überprüfen. Jetzt warnt die Behörde „dringlich vor der Einnahme der Schlankheitsprodukte Esillaa und Alpiflor Tee“.

Mit Vollgas in den Nährstoffmangel?

Wer sich vegan ernährt, verzichtet auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier. Was Tierwohl und Klimaschutz zugutekommt, kann bei schlechter Umsetzung aber schnell zur Mangelernährung und gesundheitlichen Problemen führen.

Das Leben als Lottospiel?

Der Preis neuer Arzneimittel steigt und steigt. Noch merken wir das hierzulande meist nicht, weil die Krankenkassen für die Kosten aufkommen. Doch irgendwann wird das Ende der Zahlungsfähigkeit erreicht sein. Was macht neue Medikamente so teuer?

Glosse

Jeder Mensch ist einzigartig! Das wird ja wohl keiner bestreiten. Und dann kann es der Mensch des 21. Jahrhunderts beim Gang durch den Supermarkt doch nur als Kränkung seiner Individualität begreifen, wenn lediglich dreißig vorgefertigte Müslisorten zur Auswahl stehen. Gut, dass es inzwischen Online-Versender gibt, bei denen sich die Frühstücksflocken bis zur letzten Nuss ganz individuell zusammenstellen lassen.

Mehr Fragen als Antworten

Manche Allergien lassen sich mit einer Immuntherapie unterdrücken, etwa auf Gräser sowie Bienen- oder Wespengift. Wie sieht es mit einer neu zugelassenen Tablette aus: Hilft sie ­Menschen mit einer Allergie gegen Birkenpollen?

Übelkeit in der Schwangerschaft

Bei Kinderwunsch ist die Freude über eine Schwangerschaft groß – wäre da nur nicht die Übelkeit in den ersten Wochen. Leider ist kaum erforscht, was bei den Beschwerden tatsächlich hilft. Seit 2019 ist in Deutschland immerhin ein Medikament zugelassen. Allerdings sind die Belege für den Nutzen bislang eher dünn.

Gepanschtes:

In Kaffee, Tee oder Schokolade erwartet man keine Chemie, schon gar nicht, wenn sie als ­„natürlich“ ausgelobt werden. Doch wenn für die Produkte positive gesundheitliche ­Wirkungen angepriesen werden, ist Skepsis angezeigt.

Vom sicheren Tod zum Leben mit Diabetes

Bis Anfang der 1920er Jahre war die Diagnose Typ-1-Diabetes quasi ein Todesurteil: Es gab keine wirksame Therapie gegen die Form der Zuckerkrankheit, die meistens bei jungen Menschen auftritt. Die Entdeckung des Insulins durch zwei junge kanadische Forscher änderte das grundlegend.

Je mehr, desto besser?

Eine neue europäische Leitlinie zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen enthält eine Reihe fragwürdiger Empfehlungen. Welche Rolle spielen dabei die zahlreichen Verbindungen der beteiligten Experten zur Pharmaindustrie?

Beschwerden einfach wegrauchen?

Nicht immer lassen sich Schmerzen gut in den Griff bekommen, etwa bei Rheuma oder bei Nervenschäden durch Diabetes. Kann dann Cannabis helfen? Klingt irgendwie verlockend.

Nachgefragt: Vom Assistenten zum Akteur?

Big Data und künstliche Intelligenz werden oft als die neuen Wunderwaffen in der Medizin angepriesen. Was steckt überhaupt hinter diesen eher blumigen Begriffen? Und vor allem, sind die Versprechungen überhaupt realistisch? Wir befragten Gerd Antes, der sich mit medizinischer Statistik und Datenverarbeitung bestens auskennt.

Alter Hut oder bewährtes Schmerzmittel?

Für Erwachsene gibt es für die Selbstbehandlung von Schmerzen eine ganze Reihe von ­Wirkstoffen ohne Rezept. Was sollte man bei der Wahl eines Schmerzmittels zu Paracetamol wissen?

Roter Reis bleibt gefährlich

Nahrungsergänzungsmittel mit rotem Reis werden zur „natürlichen“ Cholesterinsenkung angeboten. So ganz natürlich ist das nicht, denn sie enthalten den gleichen Wirkstoff wie ein rezeptpflichtiges Arzneimittel. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt jetzt erneut, aber entschiedenes Handeln sieht anders aus.

Mango oder Eisbonbon?

Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene rauchen – aber dafür nimmt der Konsum von E-Zigaretten zu. Werbung in den sozialen Medien, getarnt als Lifestyle-Tipps, und auch leckere Aromen tragen dazu bei.

Vom Falschen zu viel, vom Richtigen zu wenig

Es wird zu viel operiert und gemessen, aber zu wenig geredet. Warum bekommen in Deutschland einige Patienten mehr als gut ist und andere weniger als sie benötigen? Wir haben mit dem Mediziner Martin Scherer gesprochen. Er ist Erstautor einer neuen Leitlinie der DEGAM,1 die Unter- und Überversorgung vermeiden will.

Gepanschtes

Es ist schier entsetzlich, was da alles an stark wirksamen Substanzen in angeblich „natürlichen“ oder „rein pflanzlichen“ Nahrungsergänzungsmitteln auftaucht, wenn die Zusammensetzung derart angebotener Produkte im Labor überprüft wird.

Lücken im Beipackzettel

Wirkstoffpflaster gelten als einfach in der Handhabung – aber die Details haben es in sich. Was müssen Patientinnen und Patienten für eine sichere Anwendung wissen?

Werbung – Aufgepasst!

Rückenschmerzen können unangenehm sein, keine Frage. Aber die untenstehende Werbung für Restaxil® führt gleich dreifach in die Irre. Erstens sind die meisten Rückenschmerzen keine Nervenschmerzen. Zweitens kann man aus der Nichtempfehlung für bestimmte Schmerzmittel keine Empfehlung für das eigene Produkt ableiten. Drittens ist die Wirksamkeit des angepriesenen Produkts zweifelhaft.

„Vorsorge“ mit Computer-Tomographie?

Für die Früherkennung diverser Erkrankungen kursieren zahlreiche Angebote im Internet. Eine Analyse des Bundesamts für Strahlenschutz zeigt: Viele der angebotenen Untersuchungen mittels Computer-Tomographie ohne konkreten Krankheitsverdacht sind illegal. Und über Nutzen und Schaden wird unzureichend informiert.

Wie „Alternativmedizin“ Patienten gefährdet

Praktisch jede medizinische Therapie hat mögliche Nebenwirkungen, wenn sie wirksam ist. Aufgabe von Ärzten, Apothekern und Behörden ist es, Nutzen und Risiken abzuwägen und Patienten hierüber aufzuklären. Im Bereich der sogenannten Alternativmedizin läuft es meist anders: Hersteller, Heilpraktiker, Heilpraktikerinnen, aber auch manche Ärztinnen oder Ärzte werben hier mit Versprechen, die wissenschaftlich nicht belegt sind – und gefährden damit oftmals ihre Patienten.

Die Spritze gegen Migräne

Innerhalb von sieben Monaten sind drei neue Wirkstoffe zur Vorbeugung von Migräne auf den Markt gekommen. Was wir darüber wissen – und was nicht.

Lungenkrebs durch Rauchen?

In den 1940er Jahren hatte Großbritannien die höchste Lungenkrebsrate der Welt. Zu dieser Zeit rauchten dort rund 80 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen. Doch konnte wirklich das Rauchen die Ursache für die vielen Krebserkrankungen sein? Waren nicht eher die Abgase von Fabriken, Autos und Kohleöfen schuld? Zwei Statistiker suchten mithilfe von Studien nach einer Antwort – und stießen dabei auf erbitterten Widerstand.

Unter die Haut

Die Hormontherapie in den Wechseljahren wird zu Recht kritisch betrachtet. Fällt die Nutzen-Schaden-Bilanz günstiger aus, wenn Frauen statt Östrogen plus Gestagen nur das „bioidentische“ Hormon Progesteron als Creme verwenden?

Nachgefragt: Es geht ihnen um Abzocke

Internetseiten von Selbsthilfegruppen locken immer wieder unseriöse Geschäftemacher an. In den Foren versuchen sie, ihre Produkte loszuwerden oder Patienten in fragwürdige Online-Kongresse zu locken. Wir haben mit der Journalistin Claudia Liebram über ihre Erfahrungen gesprochen. Sie betreut eine große Plattform für Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis).

Mehr Risiko als Nutzen?

Kann Kindern mit einer Erdnussallergie eine Hyposensibilisierung helfen, bei der sie regelmäßig eine kleine Dosis Erdnuss einnehmen? Schwer zu sagen: Zwar steigert eine solche Behandlung im Test die Verträglichkeit von Erdnüssen – sie erhöht aber insgesamt das Risiko für allergische Reaktionen.

Werbung – Aufgepasst!

Vielleicht sind Sie auch schon einmal beim Stöbern in YouTube auf diesen smarten jungen Mann vor Palmen gestoßen, der unter dem Motto „Fit for travel“ gesundheitliche Ratschläge für Fernreisen gibt.1 Klingt erstmal nach neutraler Information, ist aber Werbung. Und auch die dazugehörige Website bietet nur unvollständige Auskünfte.

Für den Notfall eingepflanzt

Ein implantierter Defibrillator, kurz ICD oder „Defi“, ist lebensrettend, wenn das Herz viel zu schnell schlägt oder nur noch flimmert und damit zu wenig oder gar kein Blut mehr pumpt. Er gibt dann elektrische Impulse an das Herz ab. Danach kann es wieder im gewöhnlichen Rhythmus schlagen. Wer schwer herzkrank ist, sei es etwa durch Herzschwäche oder nach einem Herzinfarkt, und ein erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herztod durch Rhythmusstörungen hat, kann von einen ICD profitieren.

Vom Glück der Unordnung

Durch Alexander Fleming haben einige früher tödliche Infektionskrankheiten ihren Schrecken verloren: 1928 entdeckte er einen Wirkstoff, der das Wachstum von krankmachenden ­Bakterien hemmt. Das verdanken wir vor allem seinem Unwillen, im Labor Ordnung zu halten.

Was im Rauch aufgeht

Was E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Wasserpfeifen langfristig für die Gesundheit bedeuten, weiß derzeit niemand sicher. Was jedoch bekannt ist: Welche Stoffe beim Konsum entstehen und wie schädlich sie sind. Jüngste Berichte aus den USA haben viele Menschen aufgeschreckt.

Gepanschtes:

„Globaler Handel braucht globale Vernetzung der Überwachung“, so informiert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) über eine gemeinsame Konferenz mit der EU-Kommission in Berlin. Es ging um den Online-Handel mit Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmittel gehören dazu.

Smartphone statt Pille?

Immer mehr Frauen nutzen Apps, um Daten zu ihrem Zyklus zu verwalten oder Hinweise auf ihre fruchtbaren Tage zu bekommen. Sich blindlings auf die angezeigten Informationen zu verlassen, kann jedoch weitreichende Folgen haben.

„Aber zum Teufel, es gibt keine Löcher im Herzen!“

Die Erkenntnis, dass das Blut im Körper zirkuliert, ist erst rund 350 Jahre alt. Vorher glaubte man, dass die Leber ständig neues Blut produziert, das dann im Gewebe versickert. Bei der Entdeckung des Blutkreislaufs im frühen 17. Jahrhundert spielte der englische Arzt und Wissenschaftler William Harvey eine wichtige Rolle.

Bange machen gilt nicht

Werdende Mütter möchten gerne alles richtig machen. Da hakt sich die Werbung gerne „hilfreich“ ein und dehnt die Grenzen des Erlaubten ziemlich weit. Wie das geht, illustriert das Beispiel eines eisenhaltigen Mittels.

Wenn Argumente nicht überzeugen

Bei einer Herzschwäche – auch Herzinsuffizienz genannt – ist eine konsequente medikamentöse Therapie unerlässlich. Seit 2015 ist ein neues Kombinationspräparat am Markt, das der Hersteller mit viel Aufwand bewirbt. Doch die wissenschaftlichen Belege für die Vorteile des teuren Medikaments sind eher mager (GPSP 4/2016, S. 12), daran ändert auch eine neue Studie nichts. Nun zielt das Marketing auf die Gefühle der Verschreiber. Wir zeigen Ihnen, wie das läuft, und erklären, wem Entresto® eventuell Vorteile bringen kann und wem nicht.

Drei Fragen zu Gesundheits- und Medizin-Apps

Ersetzen Gesundheits- und Medizin-Apps auf dem Smartphone demnächst den Arztbesuch? Das suggerieren Slogans wie „Medizin für die Hosentasche“ oder „Deine Gesundheit in deinen Händen“. Doch wie gut sind diese Apps eigentlich? Können sie auch schaden? Und was passiert mit meinen persönlichen Daten? Wird das alles überhaupt überprüft? Um diese Fragen geht es im dritten Teil unserer Serie.

Nachgefragt:

Jeder möchte gesund sein und lange leben. Eine Möglichkeit scheint zu sein, sich vorteilhaft zu ernähren. Aber was wissen wir eigentlich über gesunde Ernährung und wie sicher ist dieses Wissen? Dazu haben wir John Ioannidis befragt, der seit Langem erforscht, wie Studien angelegt und durchgeführt werden und was man dabei alles falsch machen kann.

Keine gute Idee

Die Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke als sogenanntes Screening – also ohne dass irgendwelche Beschwerden vorliegen – ist ein häufig verkauftes „IGeL“-Angebot. Frauen müssen es aus eigener Tasche bezahlen. Es gibt bisher jedoch keine zuverlässigen Hinweise, dass sich damit Eierstockkrebs generell früher erkennen und erfolgreicher behandeln lässt. Warum fordert eine medizinische Fachgesellschaft dann, dass Krankenkassen die Untersuchung künftig bezahlen sollen?

Leserbriefe:

Ich beziehe seit mehreren Jahren Ihre Zeitschrift „Gute Pillen – schlechte Pillen“, und ich möchte nun das Abonnement zum 1.1.2020 kündigen. (…) Nebenbei bemerkt: Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht – da ist es mir egal, ob es ein Placeboeffekt ist oder nicht. Hauptsache, es nützt mir. Das homöopathische Produkt „xxx“1 hat mich von meinem quälenden, 14 Monate anhaltenden Husten befreit. Alle Allopathika nützten nix, außer dem Hammer mit Codein, was auf Dauer nicht so gesund ist.

Werbung – Aufgepasst!

Den Speck „Einfach, schnell, dauerhaft und gesund“ loswerden. Und noch besser: Refigura® soll das „gefährliche Bauchfett“ schrumpfen lassen. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Es ist gar nicht so einfach herauszufinden, was in dem Mittel überhaupt drin ist.

Einschränkungen für gängige Antibiotika

Ob Blasenentzündung oder Bronchitis – zu oft landen Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone auf dem Rezept. Diese sollen Ärztinnen und Ärzte jetzt deutlich zurückhaltender verordnen: Denn die Wirkstoffe wie Ciprofloxacin oder Ofloxacin bergen einige Risiken.

Kein Kraut gewachsen

Die Werbung hört sich großartig an: Die homöopathischen Tropfen Glycowohl® sollen gegen Diabetes helfen und die Bauchspeicheldrüse schützen. Nur dumm, dass es keine überzeugenden Belege dafür gibt.

Das Erbe von Contergan

Anfang der 1960er Jahre erschütterte die Contergan-Katastrophe das Vertrauen in Arzneimittel. Das als besonders verträglich angepriesene Schlaf- und Beruhigungsmittel mit dem Wirkstoff Thalidomid sorgte in vielen Ländern für großes Leid: Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft das Mittel eingenommen hatten, kamen mit teilweise schweren Missbildungen von Organen und Gliedmaßen zur Welt. Das machte deutlich, dass strengere Regeln für die Prüfung und Zulassung von Arzneimitteln gebraucht wurden.

Buchtipp:

Hygiene, Desinfektionsmittel, Narkosen bei Operationen: Für uns heute selbstverständlich. Mitte des 19. Jahrhunderts sah das noch ganz anders aus.

Kurz und knapp:

Es ist bekannt, dass Hormone wie Östrogen und Testosteron, die man etwa als Gel auf Körperpartien aufträgt, bei Hautkontakt übertragen werden können. In der Fachliteratur gibt es aktuell wieder Berichte, wonach Väter durch den ganz alltäglichen Hautkontakt Testosteron an ihr Kind weitergegeben hatten.2 Das erklärt jedenfalls, warum sich bei diesen die Schambehaarung und andere sekundäre Geschlechtsmerkmale sehr früh ausgebildet hatten und ihr Testosteron-Blutspiegel erhöht war.

Gepanschtes:

Vor wenigen Wochen hat das Regierungspräsidium Tübingen vor „Rammbock“ gewarnt, einem im Internet und in Wettbüros vertriebenen Produkt.1 In dem angeblichen Nahrungsergänzungsmittel wurde der chemische Erektionsförderer Sildenafil entdeckt, also der Wirkstoff des verschreibungspflichtigen Präparates Viagra®, von dem es inzwischen auch viele Generika gibt. Das Regierungspräsidium spricht von einer „erhöhten Dosierung“ in „Rammbock“, die „schlimmstenfalls tödliche Wirkung“ haben könnte.

Nachgefragt:

Die Ärztin Natalie Grams will, dass homöopathische Produkte nicht mehr wie Arzneimittel ausschließlich in Apotheken verkauft werden, um ihnen den Anschein von wirksamer Medizin zu nehmen. Globuli gehören – wenn überhaupt – in den Supermarkt oder in die Drogerie. Aufklärung soll diese Umkehr bewirken: Mit dem Informationsnetzwerk Homöopathie kommuniziert sie deshalb Fakten zur Homöopathie und ihren zweifelhaften Grundlagen.

Impfen gegen Gürtelrose?

Wer die Windpocken durchgemacht hat, kann im fortgeschrittenen Alter Gürtelrose (Herpes zoster ) bekommen. Und die kann ziemlich unangenehm sein. Trotzdem wurde eine Impfung bislang nicht empfohlen. Jetzt gibt es einen besser geeigneten Impfstoff. Für wen kommt er in Frage?

Werbung – Aufgepasst!:

Basilikum ist eine leckere Essenszutat. Aber kann das Gewürz auch Haarausfall verhindern? Diesen Eindruck versucht die Haarkur Rezilin® zu erwecken. Um zum Kauf zu animieren, wird auf zweifelhafte Methoden gesetzt. Dazu gehören bezahlte Kundinnenberichte ebenso wie das Vortäuschen von positiven Presseberichten.

Die Schattenseite der MRT

MRT ist die geläufige Abkürzung für den sperrigen Begriff Magnetresonanztomografie. Doch wie funktioniert diese wirklich geniale Erfindung? Was bringen Gadolinium-Kontrastmittel, und wo liegen die Probleme?

Kolumbus und die „Franzosen-Krankheit“

Die „Lust“ auf Entdeckungen und Eroberungen forderte ab dem 15. Jahrhundert in Europa einen hohen Tribut. Denn die Seefahrer brachten aus Übersee nicht nur Kartoffeln, Tomaten und Kakao mit, sondern auch eine Geschlechtskrankheit, die bis heute eine Rolle spielt.

Wenn der Berg krank macht

Höhenkrankheit – die zwingt höchstens Extremsportlerinnen und -sportler in die Knie, die im Himalaya unterwegs sind? Irrtum: Schon beim Skifahren in den Alpen können sich die unangenehmen Beschwerden einstellen. Was tun, wenn es einen erwischt?

Nachgefragt:

Wer an Krebs erkrankt, versucht oftmals seine Heilungschancen mit alternativen Behandlungsmethoden zu verbessern. Wir fragten den Krebsmediziner Richard Greil, warum das problematisch sein kann.

Wenn Nichtwissen hilft

Erwartungshaltungen können die Wirksamkeit von Medikamenten und die Bewertung des Therapieerfolgs deutlich beeinflussen. Deshalb wird in guten Studien versucht, solche Effekte möglichst auszuschließen.

Haltlos im Becken

Über ihren Beckenboden sprechen Frauen meist nicht gerne, schon gar nicht, wenn er Probleme macht. Sehr beeinträchtigend kann es sein, wenn Blase, Gebärmutter oder Darm absinken. Bei der Behandlung sind sogenannte Vaginalnetze nicht die erste Wahl.

Kurzsichtige Kinder

Immer mehr Kinder sind kurzsichtig und brauchen eine Brille oder andere Sehhilfe. Ein wichtiger Grund: Sie verbringen viel Zeit mit Handys & Co. – und schauen aufs Display, das dicht vor ihren Augen ist. Lässt sich das häufige Fortschreiten der Kurzsichtigkeit aufhalten?

Risiken mindern

Gerinnungshemmer sollen einerseits vor Blutgerinnseln und ihren teils fatalen Folgen schützen. Auf der anderen Seite können sie aber selbst auch Probleme bereiten. Wer weiß, worauf es ankommt, kann gefährliche Fallstricke vermeiden.

GPSP warnt vor Vaginalnetzen

Diese Netze sollen Frauen bei einer Beckenbodensenkung helfen, sind aber ganz offenbar riskant. Es gibt Berichte, dass die Netze nicht halten und erhebliche Beschwerden verursachen können.

Groschen gegen Kinderlähmung

Lange Zeit gab es keine effektiven Mittel, um die Kinderlähmung zu verhindern. Das änderte sich erst, als der US-amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt eine große Spenden­kampagne unterstützte und so die Entwicklung eines Impfstoffs ermöglichte.

Nüchtern und hilfreich

Seit Jahren steigen die Verordnungszahlen an Antidepressiva – obwohl die Wirksamkeit oft überschätzt wird und viele Patientinnen und Patienten an teils starken Nebenwirkungen leiden. Umfassende Aufklärung zum Thema bietet das Buch „Antidepressiva“.

Die Schattenseiten des Vitamin D-Papstes

Um Vitamin D hat sich in den letzten Jahren – trotz fehlender wissenschaftlicher Belege – weltweit ein regelrechter Hype entwickelt. Eine wichtige Rolle spielt dabei der US-amerikanische Arzt Michael Holick. Ein Artikel in der New York Times skizziert den Aufstieg des „Vitamin D-Papstes“.1

Wie es der Zufall will

Zufall und gute Wissenschaft – schließt sich das nicht aus? Ganz im Gegenteil: Denn in guten klinischen Studien sorgt gerade der Zufall für ausgewogene Ausgangsbedingungen.

Risiken mindern

Einige Arzneimittel gegen Diabetes können zu einer Unterzuckerung führen, manchmal mit gefährlichen Folgen. Die gute Nachricht: Sie können dem gezielt vorbeugen. Wir zeigen, wie es geht und was für den Notfall zu bedenken ist.

Werbung – Aufgepasst!

Viele Internetseiten locken mit „News“, drumherum wird Werbung platziert. Bei web.de stießen wir so auf ein „Deutsches Gesundheitsportal“, das schnelle Heilung von Schmerzen anpreist. Auch wenn es sich auf den ersten Blick seriös gibt, handelt es sich um schnöde Werbung für ein fragwürdiges Produkt: Magnetische Einlegesohlen „Magneto 500 Plus“, angeblich die Erfindung eines Professor Markus Niemeyer.

Nur keine Panik

In letzter Zeit gab es wiederholt Berichte, wonach bestimmte Blutdrucksenker Krebs begünstigen können. Wie kommen solche Verdächtigungen zustande und wie begründet sind sie? Schließlich: Was bedeutet das für Sie als Patient oder Patientin?

Nachgefragt:

Deutschlands Krankenhausstruktur lässt zu wünschen übrig, argumentiert der Gesundheitsökonom Reinhard Busse. Es gibt zu viele kleine, nicht spezialisierte Häuser, die wenig Erfahrung und Personal haben, so sein Credo. Er spricht sich für eine Umstrukturierung aus, die auch den Pflegenotstand lindern könnte. Wie gut eine Schließung kleinerer Kliniken aufgefangen werden kann, kommt etwa auf die Entfernung zum nächsten Krankenhaus an oder auf die ärztliche Versorgung vor Ort. In diesem Zusammenhang liefert das Interview pointiert wichtige Denkanstöße.

Werbung – Aufgepasst!

Öffentliche Werbung für rezeptpflichtige Medikamente ist seit Langem verboten. Diese großformatige Anzeige wirbt gut getarnt für eine neue Krebstherapie, ohne das Präparat beim Namen zu nennen. Das ist auch nicht nötig: Der Pharmahersteller Gilead hat nur ein Produkt für die CAR-T-Zelltherapie: Yescarta®.

Risiken mindern

Bei Rheumatoider Arthritis kann Methotrexat (MTX) die Erkrankung positiv beeinflussen. Allerdings können auch erhebliche unerwünschte Wirkungen auftreten. Wer gut informiert ist, kann die Risiken mindern.

„Natürlich“ ist nicht harmlos

Pflanzliche Mittel aus Apotheke, Drogerie und Internet sind beliebt. Doch nur wenige wissen, dass einige dieser scheinbar harmlosen Präparate die Wirksamkeit von Medikamenten beeinflussen können – manchmal mit gravierenden Folgen.

Kontrolle ist besser

„Dazu gibt es keine aussagekräftigen Studien“ – diese Bilanz ziehen wir in unseren Beiträgen häufig. Aber was macht denn eigentlich eine gute Studie aus? Das erklären wir in einer ­Artikelserie, die in diesem Heft beginnt.

Mit Magnesium gegen Depression?

Glaubt man den Verheißungen der Werbung, ist Magnesium bei Depressionen eine wahre Stimmungskanone. Was bei uns echte Freude verbreiten würde: Wenn es dazu auch aussagekräftige Belege gäbe.

Gleich, aber doch irgendwie anders?

Bei der Einnahme von Schilddrüsenhormonen sind gleichmäßige Konzentrationen des Wirkstoffs im Blut wichtig. Problematisch kann es werden, wenn das Präparat gewechselt wird – oder wenn sich die Zusammensetzung eines Mittels ändert. Das wird bei Euthyrox® in Kürze der Fall sein.

Rückblende: Ausspucken verboten!

Kennen Sie den „Blauen Heinrich“, ein Glasfläschchen, das man bequem in die Tasche des Gehrocks stecken konnte? Damit sollte zu Zeiten unserer Vorväter und Vormütter die Verbreitung der Lungentuberkulose eingedämmt werden: Statt auf den Boden zu spucken, benutzte man Gefäße wie dieses. Die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts allgegenwärtige Tuberkulose spielt heute in Deutschland kaum noch eine Rolle. In vielen Ländern ist sie jedoch weiterhin ein großes medizinisches Problem. Ein Blick zurück hilft uns zu verstehen, woran das liegt.

Abnehmen um jeden Preis

Schlankheitswahn! Gibt es überhaupt Frauen, die sich diesem gesellschaftlichen Druck entziehen können? Die meisten versuchen irgendwann einmal mit Diät, Sport oder anderen Methoden, ihr Gewicht zu senken – ohne im Entferntesten „zu dick“ zu sein. Obwohl überflüssig und unvernünftig, ist ein solches Verhalten natürlich nicht immer krankhaft. Es kann aber zur Krankheit werden.

Erkältet oder Nebenwirkung?

Heiserkeit und eine raue Stimme sind oft Anzeichen einer „Erkältung“. Allerdings gibt es auch Medikamente, die die Stimmbänder angreifen und ähnliche Symptome auslösen können.

Alternativen zur medikamentösen Therapie

Phasen, in denen man niedergeschlagen ist, hat jeder mal im Leben, sie sind nichts Ungewöhnliches. Besonders in der dunklen Jahreszeit leiden viele Menschen unter Antriebslosigkeit und Stimmungsschwankungen. Wie lassen sich solche Phasen von echten depressiven Episoden abgrenzen, die ja durchaus auch jahreszeitlich bedingt sein können? Und was lässt sich gegen leichte Depressionen tun? Wir befragten dazu den Psychiater und Psycho­therapeuten Klaus Lieb.

Werbung – Aufgepasst!

Die Aktion „Deine Manndeckung“ macht Werbung für die Früherkennung von Prostatakrebs. Dabei wird mit Fußballvereinen kooperiert, um möglichst viele Männer zu erreichen. Hört sich gut an, ist aber problematisch. Auf der Website wird der sogenannte PSA-Test in den Vordergrund gerückt.1 Der ist unzuverlässig. Und er stuft viele Männer als krank ein, die nie in ihrem Leben Probleme mit ihrer Prostata bekommen würden.

Wer braucht ein Antibiotikum?

Wenn Arzt oder Ärztin ein Antibiotikum verschreiben, hoffen viele Patienten auf eine rasche Linderung ihrer Beschwerden. Vor allem in der kalten Jahreszeit, in der Infekte grassieren. Andererseits hat fast jeder schon einmal von der Antibiotikaresistenz gehört und fürchtet vielleicht, dass das Medikament bei der nächsten Infektion nicht mehr wirken könnte. Das ist in der Tat ein Problem. Wann also kann man auf ein Antibiotikum verzichten?

Niesen, Schniefen und Moneten

Wir haben bereits mehrfach berichtet: Eine Erkältung zu verhindern, ist schwierig, Mittel mit Echinacea oder Vitamin C versagen als Schutz. Doch wie sieht es mit den viel gepriesenen Erkältungssprays aus? Kann man seine Schleimhäute durch eine Art „Beschichtung“ schützen?

Testen um jeden Preis?

Wer bisher wissen wollte, ob er oder sie sich mit dem Aids-Erreger HIV angesteckt hat, musste einen Arzt, eine Aids-Beratungsstelle oder das Gesundheitsamt aufsuchen. Jetzt gibt es frei verkäufliche HIV-Selbsttests, die sofort ein Ergebnis liefern. Was für Personen mit hohem Risiko eine sinnvolle Sache sein kann, ist für den großen Rest der Bevölkerung fragwürdig.

HPV-Impfung für Jungen

Seit Sommer 2018 gibt es eine offizielle Empfehlung, auch Jungen gegen humane Papillomaviren zu impfen, die mit verschiedenen Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden. Wie gut ist die Empfehlung durch Studien abgedeckt? Wir haben uns dazu die Datenlage genauer angesehen.

Mit kriminalistischem Spürsinn gegen die Cholera

Wer schon einmal durch den bei Touristen beliebten Londoner Stadtteil Soho geschlendert und dabei durstig geworden ist, der kennt vielleicht den Pub John Snow. Die Kneipe weckt aus vielen Gründen das Interesse von Besuchern: Benannt nach dem Leibarzt von Königin Victoria teilt er sich seine Adresse in der Broadwick Street mit einer Wasserpumpe ohne Schwengel, die gegenüber vom Eingang des Pubs steht. So richtig interessant wird es, wenn man sich die Geschichte der Pumpe anschaut und wie sie mit der Fachdisziplin der Medizinischen Epidemiologie zusammenhängt.

Gepanschtes:

Die medizinische Fachliteratur berichtet nur selten über Nahrungsergänzungsmittel, die mit stark wirkenden chemischen Stoffen gepanscht sind, und auch nicht über die Folgen.

Ist Vorsorge immer sinnvoll?

Vorsorgeuntersuchungen sind in Deutschland ziemlich populär. Ob Brustkrebs, Prostata oder Cholesterinspiegel, viele gehen zu ihrem Arzt oder ihrer Ärztin und lassen sich sicherheitshalber unter­suchen. Was nutzt es?

Schmerzmittel: Nicht zu viel schlucken

Auf den Packungen rezeptfreier Schmerzmittel soll demnächst folgender Warnhinweis ­stehen: „Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!“ Dieser nichtssagende Satz ist der kleinste gemeinsame Nenner einer dubiosen Vorgeschichte.

Kein Kinderspiel

„Antidepressiva machen nicht abhängig“ – das steht in jedem Medizin-Lehrbuch, das sich mit Depressionen beschäftigt. Es ist aber alles andere als einfach, eine Behandlung mit den Medikamenten zu beenden, die die Symptome einer Depression lindern sollen. Ist Abhängigkeit doch ein Problem oder stecken andere Phänomene dahinter?

Brustkrebs: Leere Versprechungen

Vor einem Jahr berichtete GPSP unter dem Titel „Viel Rummel um ein neues Brustkrebsmedikament“ über den Wirkstoff Palbociclib.1 Der Hersteller hatte große Hoffnungen geschürt. Wie sieht es ein Jahr später aus?

„Wir müssen Impfen einfacher machen“

Es ist nur selten Impfskepsis, wenn Menschen sich nicht gegen bestimmte Krankheiten immunisieren lassen. Viele Gründe können hinter fehlenden Impfungen stecken. Die Psychologin Cornelia Betsch erklärt in unserem Interview, welche Konsequenzen sich daraus für gute Impfinformationen und die Gesundheitspolitik ergeben.

Tai-Chi

Das Fibromyalgie-Syndrom ist eine schwer zu behandelnde Krankheit, die unter anderem mit chronischen Schmerzen, Schlafstörungen und allgemeiner Erschöpfung einhergeht.

Hilfe gegen Migräneattacken

Dass einem ab und zu mal der Schädel brummt, kennt fast jeder. Doch wer von Migräne betroffen
ist, weiß: Gegen die Attacken, die bei diesem Leiden immer wieder auftreten können,
ist normales Kopfweh nichts. Während eines Anfalls quälen heftige, meist einseitige pulsierende
oder stechende Schmerzen im Bereich der Stirn, der Augen und der Schläfen, die sich
zum Teil so anfühlen, als ob der Kopf gleich platzt. Meist kommen noch extreme Lärm-, Geruchs-
und Lichtempfindlichkeit sowie Übelkeit bis hin zum Erbrechen hinzu, so dass oft
kein klarer Gedanke mehr möglich ist.

Bis ans Ende aller Tage?

„Das Heer der Rollator-fahrenden Alten wird immer größer!“ Das ist der „schlimme Preis für ihre Hormonverweigerung“. So wirbt der Arzt Dr. med. Volker Rimkus für seine „neue Hormontherapie“ für Frauen, die „Methode RIMKUS®“. Das arznei-telegramm®, eine der Mutterzeitschriften von GPSP, hat untersucht, ob die Methode das hält, was versprochen wird.

Nahrungsergänzungsmittel:

Der Markt der Nahrungsergänzungsmittel boomt. Nach einer Umfrage der Verbraucherzentralen kauft hierzulande jeder Dritte solche Produkte. Rund 1,2 Milliarden € sind sie den Deutschen jährlich wert. Die Summe repräsentiert jedoch lediglich Verkäufe über den deutschen Einzelhandel sowie über Versandapotheken. Wieviel Geld zusätzlich über Bestellungen bei irgendwelchen Internethändlern ausgegeben wird, bleibt offen. Dieses Marktsegment ist unkontrolliert und unüberschaubar.

Metamizol

Über den Wirkstoff Metamizol ist schon eine Menge geschrieben worden. Vielen ist er unter dem Namen Novalgin® ein Begriff, doch zum hochpreisigen Originalpräparat gibt es zahlreiche wirkstoffgleiche Alternativen – die so genannten Generika. Wir reihen den Wirkstoff in unsere Rubrik „Gute alte Pille“ ein, obwohl GPSP findet: Metamizol ist keineswegs nur gut!

Durchblick im Dickicht

Sind meine Vitamintabletten eigentlich Arzneimittel oder Lebensmittel? Wofür dürfen Hersteller werben? Und wie werden Werbeversprechungen kontrolliert? Für Verbraucher ist das meist undurchsichtig. Evelyn Breitweg-Lehmann vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit führt uns durch das Dickicht der gesetzlichen Regelungen.

Chronisch krank

„Sie haben Diabetes“, erfährt die Patientin bei einer Routineuntersuchung von ihrer Hausärztin. Und ist zunächst schockiert. Denn damit gehört sie zu den vielen Erwachsenen mit einer chronischen Erkrankung.

Buchtipp:

Allen zivilisatorischen Errungenschaften zum Trotz sind Infektionskrankheiten weltweit immer noch ein brisantes Thema.

Zecken: Neues zu FSME

Mit steigenden Temperaturen werden die Zecken wieder aktiv und die Warnungen vor FSME nehmen zu. Vor einigen Jahren hat GPSP getitelt: „FSME selten“ und auf die schlechte Verträglichkeit der Impfung hingewiesen. Hat sich die Situation verändert?

Glosse

Man muss sich das mal vorstellen: Da hat doch ein US-Biologe an der Außenseite eines Türrahmens 37.000 verschiedene Pilzarten gezählt. Und an der Innenseite sogar 46.000!

Wenn die Balance nicht stimmt

Wasser ist Leben – das merkt man besonders dann, wenn ältere Menschen nicht genug trinken. Denn Austrocknung kann vielfältige Probleme nach sich ziehen. Was tun?

Macht Getreide krank?

Weizen – ein „Killerkorn“? Unter dieser Überschrift hatte GPSP 5/2015 über den zweifelhaften Trend berichtet, Weizen generell zum Teufelszeug zu erklären. Die Behauptung, Weizen sei für eine Vielzahl an Erkrankungen verantwortlich, lässt sich so pauschal nicht halten. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)1 ergänzt die Diskussion nun um die Frage, was vom „Trendlebensmittel Urgetreide“ zu halten sei. Ist Urgetreide gesünder als Weizen?

Hilfe bei Parkinson?

Noch fehlen Medikamente, die eine Parkinson-Krankheit heilen oder den Verlauf aufhalten können. Allerdings wird das Nahrungsergänzungsmittel Coenzym Q10 entsprechend beworben. Auch wenn solche Wirkungen theoretisch plausibel sein mögen – die Ergebnisse von klinischen Studien sprechen eine andere Sprache.

Die Last mit den E-Zigaretten

Was E-Zigaretten für die Gesundheit bedeuten, ist immer noch unklar (GPSP 1/2017, S. 25). Manchen Rauchern kann sie vielleicht den Ausstieg erleichtern, bei jüngeren Menschen kann sie umgekehrt den Einstieg zum Rauchen von Tabakprodukten fördern. Und die langfristigen Risiken durch das Inhalieren des Chemiecocktails von E-Zigaretten sind bislang unbekannt. Eine Studie1 aus den USA hat nun versucht, Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen.

Gute Alte Pillen:

Zurzeit kommen so viele neue Inhalationsmedikamente („Sprays“) zur Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung auf den Markt, dass selbst Fachleute den Überblick verlieren. Beruhigend: Die guten alten Vertreter der LABA und LAMA haben keineswegs ausgedient, für einen Wechsel gibt es keinen Grund.

Tamoxifen-Gentest – teure Ungewissheit

Für teures Geld wird ein Gentest angeboten, der bei Patientinnen mit hormonsensitivem Brustkrebs den Nutzen von Tamoxifen individuell vorhersagen soll. Sie müssen den Test in der Regel selbst zahlen, da die Krankenkassen keinen Sinn darin sehen. Worum geht es?

Thyroxin

Thyroxin wird vor allem dann verordnet, wenn die Schilddrüse nicht mehr in der Lage ist, dieses körpereigene Hormon in ausreichender Menge selbst zu produzieren – also bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Aber muss jeder „Mangel“ behandelt werden?

Allergien

Was nützt der Mikronährstoff bei Allergien? Ob in Apotheke oder Internet: An vielen Stellen hört man den Ratschlag, dass sich Heuschnupfen oder Hautausschlag mit Kalzium in den Griff bekommen lassen. Stimmt das?

Wem nützt‘s?

Seit 2011 wird in Deutschland der tatsächliche Nutzen aller neu zugelassenen Arzneimittel bewertet: Bringen sie den Patienten wirklich mehr Gesundheit als bereits bestehende Therapien? Eine wichtige Frage, denn viele „Neuheiten“ bringen keine relevanten Verbesserungen. Wenn es nach der EU-Kommission geht, soll mit diesem konsequenten und transparenten Prüfungsverfahren bald Schluss sein.

Medikamente wieder loswerden

Gerade ältere Menschen nehmen häufig Tag für Tag viele Medikamente ein. Nicht selten führt das zu Problemen. Dann ist es sinnvoll, gemeinsam mit Arzt oder Ärztin zu überprüfen, ob nicht einzelne Arzneimittel abgesetzt werden können. Dieses Vorgehen bezeichnet man in der Fachliteratur als „Deprescribing“. Mit dem Allgemeinmediziner Andreas Sönnichsen haben wir darüber gesprochen, was dabei zu beachten ist.

Voreilig abgestempelt?

Um herauszufinden, ob ein Mann oder eine Frau an Demenz leidet, setzen viele Ärzte und Ärztinnen Verfahren ein, die rasch ein Ergebnis liefern sollen. Das Problem dabei: Durch solche Tests kommt es leicht zu vorschnellen und falschen Diagnosen – und falschen Therapien.

Allergierisiko

Verschleiß und Unfall können zu schmerzhaften Knorpelschäden führen. Die sind mehr als nur lästig – und sie sind schwer zu behandeln.

Schäden durch Vitamin D

Generell gelten Vitamine als Garant für Gesundheit. Darum lassen sie sich auch als gesunde Nahrungsergänzung gut vermarkten. Was viele nicht wissen: Vitamine können auch schaden – gerade bei hohen Dosierungen.

Hormontherapie und Wechseljahre

Große, gut gemachte klinische Studien belegen, dass bei Frauen in und nach den Wechseljahren die Behandlung mit Östrogen, dem wichtigsten weiblichen Sexualhormon, keinen Langzeitnutzen hat, sondern eher Nachteile. Mehrere Fachgesellschaften wollen das nicht wahr haben und unternehmen immer neue Anläufe für ein Comeback der Hormonbehandlung.

Ausgeträumt

Es sollte das dicke Geschäft werden: eine Pille für sexunlustige Frauen. Oder im Fachdeutsch: für Frauen mit mangelnder Libido. Oder als medizinische Indikation: für Frauen mit der Diagnose HSDD (hypoactive sexual desire disorder = mangelndes sexuelles Verlangen der Frau). Aber es wurde ein Flop.1

Anwendungsbeobachtungen

Anwendungsbeobachtungen sollen eigentlich helfen, bei einem Medikament nach seiner Zulassung bisher unerkannte Nebenwirkungen aufzudecken. Leider tun sie das nur in wenigen Fällen. Aber warum?

Marketing für Intimwaschlotion

Ein Anbieter wirbt für seine Intimwaschlotion mit dem Argument, der Bedarf sei durch eine Umfrage unter Verbraucherinnen bestätigt.1 Die Anzeige versucht, einen wissenschaftlich-seriösen Eindruck zu erwecken.

Besser abwarten?

Bei Prostatakrebs ist nicht immer sofort eine Operation oder Bestrahlung notwendig. In manchen Fällen kann die „aktive Überwachung“ eine Option sein.

Gepanschtes

Das Ammenmärchen, dass Nashornpulver die Potenz des Mannes steigert, dezimiert seit Jahren die vom Aussterben bedrohten Nashörner – auch Rhinozeros genannt.

Moderne Mythen

Lebensbedrohlich erkrankten Menschen werden oft ungeprüfte Mittel im Kampf gegen ihr Leiden angeboten. Immer wieder wird Petroleum als Heilsbringer propagiert, es soll Tumore wirksam bekämpfen. Dies ist allerdings medizinisch gesehen gefährlicher Unfug. Denn Petroleum, ein aus Erdöl destilliertes Stoffgemisch, kann vor allem eins: der Gesundheit schaden.

Geprüfte Sparvariante

2006 kam das erste sogenannte Biosimilar auf den Markt. Mittlerweile sind in Deutschland 24 dieser Wirkstoffe, die den sogenannten Biologika nachgebaut sind, erhältlich. Ob Wachstumshormon, Insulin oder Wirkstoff für die Krebstherapie: Wirkung und Sicherheit der ­Biosimilars sind den jeweiligen Original-Biologika gleichwertig.

Dauerbrenner Blasenentzündung

Für manche Frauen sind Blasenentzündungen im wahrsten Sinne des Wortes ein Dauerbrenner und extrem lästig. Können Mittel mit dem Zucker Mannose den Leidensdruck senken?

Alkohol in der Schwangerschaft

Ist ein Gläschen Wein egal? Oder doch besser Null Promille? Empfehlungen zum Alkoholkonsum in der Schwangerschaft werden derzeit wieder kontrovers diskutiert. Wir haben uns einmal die Studienlage angesehen.

Tripper

Viele Geschlechtskrankheiten haben dank Aufklärungsmaßnahmen, größerer Akzeptanz von Kondomen, mehr Hygiene und Antibiotika an Schrecken verloren. Deutschland entschied sich sogar, die Meldepflicht für die meisten dieser durch Bakterien oder auch Viren verursachten Infektionen im Jahr 2001 abzuschaffen.

Unter dem Deckmantel der Forschung

Wenn Patienten in die Forschung zu Arzneimitteln einbezogen werden, ist das an sich eine gute Sache. Klar ist, dass die Industrie nicht uneigennützig dazu einlädt. Problematisch wird es, wenn Pharmaunternehmen dabei andere Interessen verfolgen. Wir berichten über einen aktuellen Fall.

Besser informiert, besser entscheiden

Das Paul-Ehrlich-Institut ist die deutsche Kontrollbehörde für Impfstoffe. Es hat kürzlich die Meldungen zu Nebenwirkungen nach Impfungen aus dem Jahr 2015 analysiert und fand nur sehr wenig ernste Probleme.

Der perfide Zwilling

Der Placebo-Effekt ist in der Medizin schon lange bekannt – und er hat durchaus seine guten Seiten. Jetzt gibt es gerade wieder interessante Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Arzneimitteln bei negativen Erwartungen und Einschätzungen des Anwenders.

Rezeptpflicht nötig

Für viele Eltern ist es sicher unvorstellbar, ihrem kleinen Kind ein Medikament zu geben, damit es einschläft. Andere wissen sich nicht besser zu helfen. Das Problem: Eine bestimmte Wirkstoffgruppe, die für kleine Kinder zugelassen und ohne Rezept zu haben ist, entspannt nicht nur Hirn und Bauch der Kleinen, sondern birgt offenbar ungeahnte Risiken. Wissen Eltern ausreichend Bescheid?

Weihnachtswünsche

Wir wünschen allen GPSP-Leserinnen und Lesern eine schöne Weihnachtszeit und ein gesundes neues Jahr…

Antidepressiva und Selbsttötung

Ging bei der Zulassung von Antidepressiva aus der Wirkstoffgruppe der SSRI alles mit rechten Dingen zu? Das wollte die DIE LINKE-Bundestagsfraktion genauer wissen und stellte eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung. Aber die gab nur ausweichende Antworten. Gute Pillen – Schlechte Pillen wird darüber in der nächsten Heftausgabe 1/2018 Genaueres berichten. Wer mehr wissen will, kann den Artikel aber jetzt schon kostenfrei online lesen.

Pfeiffersches Drüsenfieber

Wer kennt das nicht: Die Glieder tun weh, der Rachen ist entzündet, und zu allem Übel kommen auch noch Fieber, geschwollene Lymphknoten und womöglich Schmerzen im Hals- und Nackenbereich dazu. Ein klarer Fall von grippalem Infekt oder Mandelentzündung? Nicht unbedingt.

Oh, schon Nikolaus …

Haben Sie immer noch keine Ideen, was Sie all denen schenken, die Ihnen lieb und teuer sind? Wir hätten da einen gesunden Tipp: Wie wäre es mit einem Geschenk-Abo von Gute Pillen – Schlechte Pillen?

Akute Divertikulitis

Viele haben sie, aber nur wenige mögen darüber sprechen: Darmprobleme. Ursache dafür können Ausstülpungen im Darm sein, die sogenannten Divertikel. Sind sie entzündet, verursachen sie Beschwerden. Lesen Sie, warum bei bestimmten Symptomen ein Arztbesuch so wichtig ist.

Werbung Aufgepasst!

Keine Frage: Lippenherpes schmerzt und nervt. Der Anbieter von Lysi®-Herp verspricht gleich dreifache Hilfe: Die Heilung beschleunigen, Symptome wie Brennen und Schmerzen verringern und bei regelmäßigem Verzehr sogar den Ausbruch von Herpes verhindern.1 Doch Lysi®-Herp der Firma Orthim ist kein Arzneimittel, sondern ein Lebensmittel der Sorte „ergänzende bilanzierte Diät“.

HPV-Impfung

Die Impfung gegen Humane Papilloma-Viren ist seit rund zehn Jahren auf dem Markt. Gute Pillen – Schlechte Pillen erklärt Nutzen und Risiken – allerdings sind viele Fragen immer noch offen.

Nachgefragt: Lebensqualität bis zuletzt

Selbst wenn keine Heilung mehr möglich ist, können Ärzte dennoch etwas für ihre Patienten und Patientinnen tun. Welche Möglichkeiten bietet die Medizin bei lebensbegrenzenden Erkrankungen? Und was müssen wir über das Sterben wissen? Dazu haben wir den Palliativmediziner Sven Gottschling befragt.

Vorhofflimmern behandeln

Bei manchen Menschen gerät der Herzschlag aus dem Takt: Der normale regelmäßige Sinusrhythmus schlägt um in eine Absolute Arrhythmie. Die Herzvorhöfe beginnen zu „flimmern“, d.h., ihre geordnete elektrische Aktivität, die für die regelmäßige Aktion der Herzkammern sorgt, wird chaotisch. Das Herz schlägt bei Vorhofflimmern ganz unregelmäßig und oft zu schnell oder zu langsam. Dieses Chaos kann in mehrfacher Hinsicht bedrohlich werden. Deshalb wird auf verschiedene Weise versucht, den Sinusrhythmus wiederherzustellen. Dabei kann auch eine sogenannte Katheterablation infrage kommen. Gute Pillen – Schlechte Pillen zeigt, welche Chancen aber auch Risiken diese moderne Technik mit sich bringt.

Statine und Grippeschutzimpfung

Statine tragen dazu bei, die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls zu verringern. Allerdings gibt es vage Hinweise darauf, dass sie anderseits die Wirksamkeit der saisonalen Grippeschutzimpfung schmälern könnten. Ist das ein Grund, die Statin-Einnahme zu verändern?

Billig bis tödlich

Das ZDF-Magazin Frontal 21 hat mit Unterstützung von Gute Pillen – Schlechte Pillen zu gepanschten Diätpillen aus dem Internet recherchiert und dazu auch den GPSP-Mitbegründer Wolfgang Becker-Brüser zu unserer Datenbank „Gepanschtes“ interviewt. Den gesamten Beitrag finden Sie hier. Unsere GPSP-Datenbank zu gepanschten Produkten enthält bereits über 1.850 Mittel mit chemischen Arzneistoffen. Sie ist einmalig und frei zugänglich. Im Alphabetischen Register Gepanschtes finden Sie natürlich auch die in Frontal 21 vorgestellte Pille Li Da, eine gefährliche Panscherei.

Neues Brustkrebsmittel

Diagnose Brustkrebs. Sie ist niederschmetternd und nagt oft am Selbstbewusstsein der erkrankten Frauen. Umso mehr wird jedes neue Medikament gegen Brustkrebs mit Spannung erwartet, und nicht selten als Durchbruch gehypt. Hochemotional läuft derzeit die Diskussion um den neuen Wirkstoff Palbociclib. Gute Pillen – Schlechte Pillen ist skeptisch, ob dieses Mittel derzeit Frauen mehr hilft als die bisherigen Behandlungsmöglichkeiten. Denn die Studienlage für Palbociclib ist unbefriedigend, die Therapiekosten sind enorm und schwere unterwünschte Wirkungen nicht selten.

Die unsichtbare Hand

Wenn kommerzielle Interessen den Informationsgehalt von medizinischen oder pharmazeutischen Fachzeitschriften verzerren, kann sich das sogar auf die Behandlungsqualität von Patientinnen und Patienten auswirken. In den letzten Jahren wurden mehrere beunruhigende Beispiele publik, die zeigen, wie Anzeigenkunden die Berichterstattung beeinflussen können.

Kurz und knapp: Männer

Dass das Brustdrüsengewebe zunimmt, kommt bei älteren Männern häufiger vor als bei jüngeren. Manchmal handelt es sich tatsächlich um Brustkrebs. Öfter als man vermuten würde, steckt dahinter allerdings die unerwünschte Wirkung eines Medikaments.

Herbst – Zeit für Grippeimpfung?

Jedes Jahr im Herbst überlegen viele, ob sie sich gegen Grippe impfen lassen. Gute Pillen – Schlechte Pillen informiert über Nutzen und Risiken der Grippeimpfung, denn die aktuellen Studien zeigen: Einen vollständigen Schutz bringt sie leider nicht.

Werbung – Aufgepasst!

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Oder doch? Die linke Anzeige aus einer Patientenzeitschrift nennt kein Produkt, sondern zeigt nur eine Sprühdose ohne Etikett. Dass es um Schuppenflechte (Psoriasis) geht, ist allerdings auf den ersten Blick klar. Warum diese Geheimnistuerei: Öffentliche Werbung für rezeptpflichtige Medikamente ist in Deutschland verboten. Die rechte Anzeige stammt hingegen aus einem Ärztemagazin, und hier ist klar: Sie wirbt für Enstilar®, ein verschreibungspflichtiges Medikament. Clever gemacht: Wenn ein Psoriasis-Patient nach dem „neuen“ Medikament fragt, weiß der Arzt oder die Ärztin gleich, was gemeint ist.

Furore um neuen Lipidsenker

Der neue Wirkstoff Evolocumab verringert laut der sogenannten FOURIER-Studie lebensgefährliche Situationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfälle bei Menschen mit zu viel […]

Gepanschtes: Kriminell

Weil eine Frau durch ein angeblich traditionelles Kräutermittel schwer geschädigt wurde, warnte eine Internetplattform aus Singapur vor dem Produkt „PHQ 1001 Khasiat Penawar Herba Qaseh Serata Herb“, das tatsächlich „starke westliche Arzneistoffe“ enthält.1 Das so genannte Kräutermittel wird unter anderem gegen Schmerzen, Impotenz, Nierenerkrankung und Schlaganfall propagiert. Die ältere Frau hatte es gegen ihre Schmerzen eingenommen.

Methadon gegen Krebs?

Wenn Krebskranke starke Schmerzen haben, wirken Opioid-Schmerzmittel wie Morphin gut schmerzlindernd. Könnte das Opioid Methadon, das hierzulande ausschließlich zur Drogenersatztherapie bei Opioid-abhängigen Menschen zugelassen ist, vielleicht sogar das Leben Krebskranker verlängern?

Aufgefrischt: … und wieder die Aktionäre zuerst

Die Zulassung von Glybera® (Alipogentiparvovec), einem Mittel gegen eine seltene Fettstoffwechselstörung, war von Anfang an zweifelhaft (GPSP 5/2015, S. 11). Nun beschließt die Firma uniQure den Rückzug des Mittels vom Markt – und informiert wieder vor allem die Investoren.

Mit Medikamenten in den Urlaub

Mit einer chronischen Erkrankung in die Karibik? Wenn der Arzt das medizinische Okay gibt, sollten die Reisevorbereitungen so bald wie möglich beginnen. Denn gerade beim Transport und der Anwendung der nötigen Medikamente ist einiges zu beachten. Gute Pillen – Schlechte Pillen gibt Tipps, wie sich Probleme vermeiden lassen.

Werbung Aufgepasst!

Wenn es mit der Verhütung schiefgegangen ist, kann die „Pille danach“ hilfreich sein. Diese hormonelle Notfallverhütung verzögert den Eisprung und verhindert so die Entstehung einer ungewollten Schwangerschaft relativ sicher. 2015 wurde die „Pille danach“ rezeptfrei.

Helicobacter pylori

Der australische Arzt Barry Marshall schluckte 1984 eine ordentliche Portion Helicobacter-Bakterien. Damit verpasste er sich eine Magenschleimhautentzündung, die er mit Antibiotika rasch wieder kurieren konnte. Zusammen mit seinem Kollegen Warren schrieb er Medizingeschichte.1 Denn sein Selbstversuch hatte bewiesen, was Wissenschaftler bis dahin für unmöglich gehalten hatten: In der Magenwand können Bakterien siedeln und Schaden anrichten. Marshalls Bakterientrunk aus dem Reagenzglas hatte also einen ganz wichtigen Auslöser der Gastritis entlarvt.

Herz-Check

Wenn ein Leistungssportler im Wettkampf oder beim Training zusammengebrochen ist und nicht überlebte, erfährt man davon in den Medien. Eine Übersicht für Deutschland zeigt, dass in einem Zeitraum von viereinhalb Jahren „nur“ vier Leistungssportler am plötzlichen Herztod starben. Es trifft aber auch Amateursportler.

Zu viel, zu wenig, nicht geschüttelt

Sind Kinder krank, wird es für Eltern immer anstrengend. Sie sind besorgt, müssen trösten und beruhigen, nachts Wärmflaschen füllen, Fieber messen und zwischendurch auch noch Medikamente geben. Vor allem bei Antibiotika, die oft als Arzneisaft daherkommen, fällt es vielen Eltern schwer, sie richtig zuzubereiten und zu dosieren. Über- oder Unterdosierung können ernste Folgen haben.

Schreibaby-Probleme

Wenn Säuglinge weinen, ist das ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Manche Babys schreien oft stundenlang, obwohl alles in Ordnung scheint. Passiert das häufiger, treibt es Eltern zur Verzweiflung. Viele vermuten, dass ihr Kind vielleicht „Säuglingskoliken“ quälen und suchen nach Abhilfe – ein oft mühseliger Pfad, auf dem jede Familie ihren eigenen „Plan A“ oder „Plan B“ finden muss. Gute Pillen – Schlechte Pillen rät jedoch, dabei nicht auf oft empfohlene Medikamente zurückzugreifen, da ihr Nutzen nicht belegt ist. Beruhigend zu wissen: Die an sich harmlosen Schreiattacken klingen im 4. oder 5. Lebensmonat meist von selbst ab.

Nährstoffe für den Rücken?

Können einzelne Nährstoffe bei Rücken- oder Nervenschmerzen helfen? Das behauptet zumindest der Anbieter von Keltican® forte. Auch wenn man meinen könnte, es handle sich dabei um ein Medikament, ist dem nicht so. Rückenschmerzen sind weit verbreitet, unangenehm und mitunter enorm belastend. Wer Hilfe verspricht, kann daher mit Abnehmern für sein Therapieangebot rechnen.

Muskelschmerzen durch Statine

Wer ein Statin-Medikament zur Cholesterinsenkung einnehmen muss, klagt manchmal über Muskelbeschwerden. Meist lästig, aber harmlos, können sie selten auch Anzeichen einer lebensgefährlichen Nebenwirkung sein. Das kann nur durch eine Laboruntersuchung ausgeschlossen werden, weshalb man mit dem Arztbesuch nicht warten darf. Gute Pillen – Schlechte Pillen klärt über diese Nebenwirkung von Statinen auf und berichtet, wie man damit umgehen sollte.

Reiseimpfungen

Gerade bei Reisen in ferne Länder empfiehlt es sich, möglichst frühzeitig zu erkunden, welche gesundheitlichen Risiken es im Zielland gibt. Dazu sollte man eine persönliche Gesundheitsberatung wahrnehmen und mit einem Arzt oder einer Ärztin auch über notwendige Schutzimpfungen zu sprechen. Bei Tropenreisen empfiehlt sich eine Beratung durch Experten. Gute Pillen – Schlechte Pillen nennt Erkrankungen in alphabetischer Reihenfolge, für die es eine Schutzimpfung gibt, und erklärt, worauf man dabei achten muss.

Mit der Extraportion Zucker

Lebensmittelfirmen beeinflussen durch Werbung massiv die Ernährung von Kindern weltweit. Eine Selbstverpflichtung aus dem Jahr 2007 hat sich als heiße Luft entpuppt. Ungestraft werden Produkte direkt bei Kindern beworben, die zu Adipositas und Diabetes führen.

Werbung Aufgepasst!

Antibiotika können Leben retten. Aber je häufiger Antibiotiker zum Einsatz kommen, desto eher werden Bakterien gegen sie resistent – die Arznei wirkt nicht mehr.

Das Antibiotika-Dilemma

Jeder Mensch trägt ein bis zwei Kilogramm Bakterien in sich. Ohne die kann er nicht leben. Die meisten Bakterien sind nützlich. Manche lösen Infektionen aus, manche davon sind dann sogar lebensgefährlich. Dank Antibiotika haben solche Infektionen aber ihren Schrecken verloren. Doch Bakterien werden gegen immer mehr Antibiotika resistent und das Antibiotika-Spektrum ist ausgereizt. Aber die Hersteller winken ab, neue Antibiotika zu entwickeln, weil es nicht rentabel genug ist. Gute Pillen – Schlechte Pillen erklärt, warum sich Resistenzen entwickeln und nennt vier Brennpunkte, bei denen dringend etwas geändert werden muss.

Die kleinen Blauen

Zu Erektionsförderern wie Sildenafil (Viagra®) greifen vorwiegend ältere Männer, also Menschen, die häufig auch andere Medikamente benötigen. Doch manche Medikamente schwächen die Wirkung solcher Potenzmittel ab, andere verstärken sie. Das kann ernste Folgen haben.

Krebsfrüherkennung

Früh erkannt – früh gebannt: Was sich intuitiv richtig anhört, kann bei der Krebsfrüherkennung zu Fehlschlüssen führen. Nicht immer führt sie zu weniger belastenden Therapien oder rettet gar Leben. Hinzu kommt: Es gibt wie bei allen medizinischen Maßnahmen auch Nebenwirkungen. Gute Pillen – Schlechte Pillen weist auf Risiken hin, die man kennen sollte, bevor man sich für eine Untersuchung entscheidet.

Gepanschtes:

Weit mehr als eine Milliarde Euro geben Deutsche Jahr für Jahr für Nahrungsergänzungsmittel aus. Nach einer repräsentativen forsa-Umfrage1 im Auftrag der Verbraucherzentralen hatte in den sechs Monaten zuvor jeder dritte Befragte mindestens ein Nahrungsergänzungsmittel eingenommen.

Glosse:

Jeder kann kaufen, was er will! Wir reden hier nicht von Waffen oder illegalen Drogen, sondern von Nahrungsergänzungsmitteln – und das sind Lebensmittel. Insofern, warum sollen nicht deutsche Verbraucher und Verbraucherinnen für round about 40 Millionen Packungen von „irgendwas mit Magnesium“ Geld ausgeben dürfen.

Haltbarkeit von Medikamenten

Nudeln und Salz sind deutlich länger haltbar, als es das Mindesthaltbarkeitsdatum angibt. Kann man dann auch Hustensaft und Kopfschmerztabletten über das Verfallsdatum hinaus einnehmen? Gute Pillen – Schlechte Pillen zeigt, warum das keine gute Idee ist.

Schwierige Diagnose

Ursache für unerträgliche Menstruationsbeschwerden kann möglicherweise eine Endometriose sein. Das Wissen zu dieser Erkrankung ist insgesamt noch lückenhaft. Bei Verdacht auf Endometriose ist es daher besonders wichtig, dass Frauen sich ärztlich beraten und untersuchen lassen. Gute Pillen – Schlechte Pillen informiert, welche Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.

Kopfschmerz bei Kindern

Wenn Kinder über Kopfweh klagen, denken manche Eltern, „geht ja bald wieder vorbei“. Andere fragen sich, ob eine ernsthafte Krankheit dahinter steckt.

Bunte Überraschungen

Wenn der Urin plötzlich rot oder braun aussieht, kann das einen schon ziemlich erschrecken. Es ist aber manchmal harmlos, denn bestimmte Arzneimittel oder Nahrungsmittel können die schlichte Erklärung dafür sein. Gute Pillen – Schlechte Pillen zeigt an ein paar Beispielen, was so passieren kann und wann man besser zum Arzt geht.

Gute alte Pillen:

Ibuprofen ist hierzulande einer der meistverschriebenen Wirkstoffe gegen Schmerz und Entzündung. In rezeptfreien Versionen ist er sogar der meistverkaufte. Ein guter Grund, den Stoff in der GPSP-Serie „Gute alte Pillen“ unter die Lupe zu nehmen. Welche Wirkstärke ist wann nötig? Mit Lysin oder ohne Lysin? Auf Rezept oder ohne Rezept? Viele offene Fragen.

Mehr unverzerrtes Wissen

Als Patient erwartet man von seinem Arzt oder seiner Ärztin, dass sie auf dem aktuellen Wissensstand sind. Deshalb müssen sie sich regelmäßig fortbilden. Viele medizinische Fortbildungsveranstaltungen sind allerdings von der Pharma­industrie finanziert. Mit Gisela Schott von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) haben wir über die Folgen für das ärztliche Wissen und für die Patienten gesprochen.

Zugelassene Mittel nicht immer wirksam

Pflanzliche und homöopathische Medikamente sind in einigen Verbraucherkreisen sehr beliebt, gelten sie doch als wirksame und „sanfte“ Mittel. Schonend ist aber vor allem der Umgang der Zulassungsbehörden mit diesen „Arzneimitteln der besonderen Therapierichtungen“: Die Anforderungen an Wirksamkeitsbelege liegen hier viel niedriger als etwa bei herkömmlichen Kopfschmerztabletten. Das erschwert Verbrauchern den Durchblick, denn Hersteller dürfen mit allen zugelassenen Anwendungsgebieten werben – selbst wenn aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse dagegen sprechen.

Glosse:

Das ist doch mal eine supergute Nachricht in Sachen Gesundheitsinformation: Unser aller Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, also das BfArM, „ist ab heute mit eigenem Kanal bei Twitter aktiv“. So frohlockte die maßgebliche deutsche Arzneimittelbehörde am 10. Januar 2017 per Pressemitteilung.

Schlank mit Bockshornklee

Bockshornklee wird allerhand Gutes nachgesagt. Die Anwendungsmöglichkeiten scheinen unbegrenzt. So soll dieses Kraut auch bestens für Gewichtsreduktion geeignet sein. Gute Pillen – Schlechte Pillen sieht dafür keine wissenschaftliche Grundlage.

Werbung – Aufgepasst!

Dieses Poster lag dem Deutschen Ärzteblatt bei. Mediziner sollen es in ihr Wartezimmer hängen.1 Auf den ersten Blick empfiehlt es nur, sich auf Hepatitis C testen zu lassen, weil diese chronische Infektion die Leber schädigen kann. Aber das Poster stammt vom Pharmaunternehmen Gilead, dem Anbieter des Hepatitis-C-Medikaments Harvoni®. Dass es sich hier um raffinierte Werbung handelt, verrät das Impressum auf der Rückseite des Posters.

Noch gesund oder schon krank?

Für die Diagnose einer Erkrankung sind häufig auch Messwerte wichtig. Die Grenzen, ab denen Werte als krankhaft gelten, sind in den letzten Jahren in vielen Fällen gesenkt worden. Ob der Patient oder die Patientin tatsächlich davon profitiert, ist aber oft fraglich.

Wenn der Schlaf gestört ist

Helfen bei Schlafproblemen Hausmittel, Matratzenwechsel oder kleine Verhaltenstricks nicht weiter, können möglicherweise verordnete Medikamente die Ursache sein. Manche Mittel nerven dann „indirekt“. Manche tun es direkt: Wer sich deren Beipackzettel genauer anschaut, wird vielleicht in der Rubrik „Nebenwirkungen“ auch das Wort Schlaflosigkeit finden. Weil schlechter Schlaf quälend ist, hat Gute Pillen – Schlechte Pillen einige Arzneistoffe unter die Lupe genommen. Wir stellen ein paar Mittel aus der aktuellen Heftausgabe kurz vor.

Aufgespießt: Aus Werbung und Internet

Anbieter: Lifepharm, ein Unternehmen mit Sitz in Lake Forest, USA.1 Vertrieb online durch diverse Anbieter (Multi-Level-Marketing). Verschiedene Packungsgrößen, z.B. 120 Kapseln für 115,80 €.

Neue Diät bei Reizdarmsyndrom

Ständige, wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und Verstopfung sind typische Symptome des Reizdarmsyndroms. Ein „Reizdarm“ ist zwar nicht gefährlich, aber sehr unangenehm und lästig. In der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft wird derzeit die so genannte FODMAP-Diät beziehungsweise FODMAP-arme Diät diskutiert: Ist sie der goldene Schlüssel gegen die Beschwerden? Gute Pillen – Schlechte Pillen hat sich die Studienlage vorgeknöpft. Was folgt daraus?

Alles hygienisch oder was?

Die „Höhle der Löwen“ ist ein beliebtes Fernsehformat, in dem sich Geschäftsgründer-Novizen einer Jury aus echten oder selbst ernannten Business-Erfolgsmenschen stellen. Das Ziel: Die Jury für die Finanzierung der eigenen Geschäftsidee-Idee gewinnen – Erfolgsbeteiligung des Schiedsgerichts inklusive. Die erfinderischen Gründer haben mit ihrem so genannten Hygiene-Stick „Glasello®“ nach eigener Aussage, „die Bude gerockt“.1 Und sie sind damit mittlerweile an den Kassen von Kaufhäusern wie Karstadt angekommen.

Kein harmloses Säftchen

Winterzeit – Erkältungszeit! Viele Erwachsene, die es erwischt hat, versuchen Husten, Schnupfen und Heiserkeit mit frei verkäuflichen Mitteln in den Griff zu bekommen. Dazu gehören auch Erkältungssirups. Solche Präparate mit mehreren Wirkstoffen gibt es viele. Einzigartig ist die Wirkstoffkombination in WICK MediNait®. Die Werbung verspricht, vier bestimmte Beschwerden über Nacht loswerden zu können. Doch Vorsicht: Die in Alkohol gemixten Wirkstoffe können üble Nebenwirkungen haben. Gute Pillen – Schlechte Pillen bespricht, wann besondere Vorsicht geboten ist und nennt Alternativen.

Cholesterin nicht dämonisieren

Wie stark beeinflussen Blutfettwerte das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall? Und wann kann es sinnvoll sein, bei erhöhtem Cholesterinspiegel einen Lipidsenker einzunehmen?

Schluss mit dem Minutentakt

Mehr als zehn Jahre lang wurde um ihn gerungen. Jetzt endlich kommt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff. Davon profitieren vor allem Demenzkranke und andere Menschen mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Doch bei jeder Reform gibt es neben Gewinnern auch Verlierer. Und für die Beitragszahler wird es noch einmal teurer.

Werbung – Aufgepasst!

Mit einem Malbuch für Kinder wirbt das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim für sein neues Abführmittel „Dulcolax® NP Kinder“.1 Die Geschichte darin: Der kleine Max hat einen Blähbauch und Bauchkrämpfe. Der geplante Zoobesuch droht zu scheitern. Aber Papa fährt zur Apotheke, und ihm wird zu „Tropfen als Medizin“ geraten. Max nimmt die Tropfen, und sein Wunsch „ganz schnell wieder gesund“ zu werden, geht in Erfüllung.

Kein Brief mit sieben Siegeln

Arztberichte werden in medizinischer Fachsprache formuliert. Nur so können Ärzte und Ärztinnen präzise den Gesundheitszustand ihrer Patienten und Patientinnen dokumentieren und sich austauschen. Laien beunruhigt oft der für sie schwer verständliche Text, besonders dann, wenn es bis zum nächsten Besprechungstermin beim Arzt noch dauert. Was tun bis dahin? Wie lässt sich ein Befund entschlüsseln?

Unschlagbares Cortison

Cortison wird seit mehr als 70 Jahren vielfältig und wirkungsvoll zur Behandlung von Entzündungen eingesetzt, oft sogar lebensrettend, etwa bei einem allergischen Schock. Angst vor Nebenwirkungen sollte kein Grund sein, auf eine notwendige Cortisonbehandlung zu verzichten. Gute Pillen – Schlechte Pillen informiert, wie sich unerwünschte Wirkungen reduzieren lassen.

Wechseljahre: Verborgene Probleme

Während der Wechseljahre produziert der weibliche Körper weniger Östrogene. Das macht nicht nur die Gesichtshaut dünner und spröder. Auch die Schleimhaut der Scheide wird weniger durchblutet, deshalb trockener und weniger elastisch. Unangenehme Beschwerden und Schmerzen können die Folge sein. Eine optimale Lösung für diese verborgenen Probleme gibt es nicht, aber bestimmte Cremes können nützlich sein. Gute Pillen – Schlechte rät zu hormonfreien oder niedrig dosierten östrogenhaltigen Präparaten. Von einer neuen Tablette wird abgeraten.

Malariagefahr im Ferienparadies

Gerade über die Weihnachtsfeiertage sind hierzulande Reisen in die sonnigen Tropen oder Subtropen rund um den Globus begehrt und leicht gebucht. Weniger leicht zu entscheiden ist, ob und mit welchem Medikament eine Malariaprophylaxe nötig ist. Gute Pillen – Schlechte Pillen informiert in seiner aktuellen Ausgabe über verschiedene Arzneistoffe zur Malariavorbeugung. Zudem gibt die Verbraucherzeitschrift Tipps, wie sich die Moskito-Einstichquote mindern lässt, etwa durch geeignete Kleidung.

Gut informiert sein

Muss ich mich als Patient blind darauf verlassen, was meine Ärztin oder mein Arzt empfiehlt? Und kann ich dem glauben, was ich in Zeitschriften und Internet zu meiner Erkrankung finde? Wir haben Corinna Schaefer vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin gefragt, wie Patientenleitlinien entstehen und warum sie im Gespräch mit Ärzten nützlich sind.

Behandlungsfehler

Keiner wünscht sich das: Die Behandlung geht schief, und Sie sind hinterher eher kränker als vorher. Aber auch Ärzten passieren Fehler. Einige Tipps, was Sie im Fall des Falles tun können.

Zu hoch, normal, zu niedrig

Ohne Labortests geht es oft nicht: Sie helfen Ärzten und Ärztinnen bei der Diagnose und Behandlung. Regelmäßig wird man als Patient mit Laborbefunden konfrontiert und erfährt, dass ein Wert zu hoch oder zu niedrig ist. Doch was steckt hinter diesen Befunden?

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung

„Nebenwirkungen“ – das hört sich harmlos an. Tatsächlich sind damit die „unerwünschten Wirkungen“ von Medikamenten gemeint, die leicht, schwer oder […]

Der Eisen-Manager

Blut ist ein wichtiges Transportmittel. Seine roten Blutkörperchen enthalten den eisenhaltigen Blutfarbstoff Hämoglobin. Es kann in der Lunge Sauerstoff und […]

Gepanschtes: Wer kann illegalen Verkauf stoppen?

… nur die Verbraucher selbst.

Gegen Anbieter illegaler Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel gehen von Zeit zu Zeit weltweit Behörden in einer konzertierten Aktion vor (GPSP 6/2010, S. 14). Bei der diesjährigen Aktionswoche im Juni haben mehr als 100 Staaten mitgemacht.

Tuberkulose

Weltweit sterben jedes Jahr geschätzt 1,5 Millionen Menschen an Tuberkulose (Tbc oder TB). Sehr viel mehr erkranken an der ansteckenden Lungenkrankheit – hauptsächlich in armen Ländern, aber zunehmend auch in Südost- und Osteuropa. (GPSP 5/2015, S. 19)

Werbung – Aufgepasst!

Getarnt als ein Artikel behauptet diese Anzeige, dass „Antarktis-Krill-Care“ bei Rheuma und Arthrose von Gelenkschmerzen befreit. Die Erfolgsgeschichte eines Betroffenen soll Glaubwürdigkeit erzeugen – aber Einzelfallberichte erlauben keine Aussage über den Nutzen eines Produkts. Und etwas Kurioses fiel uns auf:

Ab in den Blog

Vor 20 Jahren noch selten, heute ein Renner. Fast alles, was käuflich ist, wird via Internet von Hinz und Kunz als hip angepriesen und hochgelobt: Hotels, Bier, Jeans, Schokolade, sogar Medikamente. Die Social-Media-Schiene wirkt persönlich und direkt beim Konsumenten. So will es die Industrie – und sie zahlt für Posts, Tweets oder Blogeinträge längst auch Honorare. Gute Pillen – Schlechte Pillen hat sich die neue Werbestrategie für ein Präparat näher angeschaut. Fazit: viel raffinierte Schleichwerbung. Und: Zu unerwünschten Wirkungen oder Wechselwirkungen schweigen sich die Akteure aus.

Roter Reis

Nahrungsergänzungsmittel mit Rotschimmelreis werden als „natürliche Cholesterinsenker“ angeboten. In GPSP 3/2016 hatten wir vor diesen Produkten gewarnt und darauf hingewiesen, wie mangelhaft der behördliche Schutz der Verbraucher ist. Immerhin: Die oberste Arzneimittelbehörde in Deutschland warnt nun deutlich vor den Gesundheitsgefahren durch roten Reis.1

Akuter Gichtanfall

Manchen erwischt ein Gichtanfall aus heiterem Himmel. Das passiert, wenn die körpereigene Harnsäure, die im Blut und in den Gewebeflüssigkeiten normalerweise gelöst ist, plötzlich Kristalle bildet. Meist ist das Großzehengrundgelenk betroffen. Als Folge entzündet sich auch das umliegende Gewebe und macht oft den akuten Gichtanfall so extrem schmerzhaft. Gute Pillen – Schlechte Pillen nennt die möglichen Ursachen der akuten Gicht und zeigt, welche Arzneimittel die Beschwerden rasch lindern können.

Neue Pille bei Herzschwäche

Zu Beginn dieses Jahres kam das neue Herzmittel Entresto® auf den Markt. Es löste Begeisterungsstürme in der Fachwelt aus. Doch ist dieses Medikament bei einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) auch wirklich therapeutisch überzeugend? Wie schaut es mit der Studienlage zu Nutzen und Nebenwirkungen aus? Gute Pillen – Schlechte Pillen ist der Sache auf den Grund gegangen. Mit einem eher skeptischen Ergebnis.

Arzneimittelzulassung

Gesundheit ist ein Grundrecht für jeden: Es ist ein Recht auf ärztliche Versorgung und auf wirksame Medikamente. Neu erfundene Medikamente, die besonders schlimm erkrankten Patientinnen und Patienten echte Vorteile bieten, sollten so zügig wie möglich auf den Markt kommen. Deshalb plant die Europäische Arzneimittelzulassungsbehörde (EMA), die Prüfungsverfahren zu verkürzen. Klingt gut. Doch das könnte die sehr wichtigen Sicherheitsanforderungen an neue Medikamente herunterschrauben.Gute Pillen – Schlechte Pillen schätzt daher Expressverfahren als höchst bedenklich ein.

Werbung – Aufgepasst!

Die Hersteller von Impfstoffen dürfen nicht öffentlich für ihre Produkte werben.1 Die abgebildete Werbeanzeige aus der Zeitschrift „Das Goldene Blatt“ führt vor, wie man das Verbot umgehen kann. Der Pharmariese Pfizer wirbt nicht direkt für sein Mittel, sondern wendet sich gezielt an ältere Menschen mit dem Hinweis, der Arzt könne bei der Vorbeugung helfen.