Warum gibt es GPSP?

Warum es Gute Pillen - Schlechte Pillen gibt

Die Zeitschrift will Gesunden und Kranken helfen, ihre Gesundheit zu erhalten, wirksame und möglichst verträgliche Arzneimittel auszuwählen. Sie hilft auch riskante Produkte zu meiden und sich unnötige Therapien und Ausgaben zu ersparen. Gute Pillen - Schlechte Pillen wird von der Gemeinnützigen Gesellschaft für unabhängige Gesundheitsinformation herausgegeben, die von den drei Gründungszeitschriften arznei-telegramm®, Der Arzneimittelbrief und Pharma-Brief eingerichtet worden ist, und erscheint im Westkreuz-Verlag.
„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Wer kennt es nicht, dieses melodische Anhängsel, das uns nach jeder Werbung für Arzneimittel noch eine Weile in den Ohren klingt - und dann vergessen ist.

Mit der Realität hat der per Gesetz vorgeschriebene Satz insofern zu tun, als jedes Medikament auch Risiken und Nebenwirkungen hat. Dass aber der Arzt oder die Ärztin genügend Zeit für eine detaillierte Information ihrer Patienten erübrigen, dass man sie eingehend nach beworbenen Präparaten befragen kann oder in der Apotheke neutral und umfassend informiert wird, ist leider eher die Ausnahme als die Regel.

Wo also kann man sich über Arzneimittel sachkundig machen? Vielleicht in den so genannten Apothekenzeitschriften, die jeder Apotheker zwar bezahlen muss, seinen Kunden aber kostenfrei zusteckt? Oder etwa auf den Gesundheitsseiten, von denen manche Illustrierte nur so strotzt? Etwa im Internet, per Suchmaschine oder auf Webseiten, die via Google und Co. hochgelobt werden?

Ohne Werbung

Es ist bekanntlich so, dass Arzneimittelanbieter oft gleich neben den redaktionellen Artikeln - oder ein paar Seiten später - für ihre Präparate werben. Die Folge: Wer einen Artikel liest - er mag so gut oder so schlecht sein, wie er will - dem springt früher oder später die Werbung ins Auge. Sie hat also gute Chancen, beachtet zu werden, wenn das Thema durch einen ausführlichen Beitrag im selben Heft oder derselben Website schon behandelt ist und beim Leser oder der Leserin Aufmerksamkeit geweckt hat. Da stimmt das Umfeld, weiß der Werbefachmann. Oft sind Anzeigen sogar geschickt getarnt: Sind wie ein normaler Artikel aufgemacht und das Wörtchen „Anzeige“ erscheint nur in der äußersten Ecke. In Miniaturschrift natürlich.

Aber das ist nur ein Teil des Problems. Es ist kein Geheimnis, dass Arzneimittelhersteller den Zeitschriftenredaktionen und anderen Medien „für umsonst“ fertige Texte liefern, die dann nur noch übernommen werden müssen. Zum Teil wird solche versteckte Beeinflussung den Medien noch zusätzlich mit dem Angebot schmackhaft gemacht, Werbeanzeigen zu schalten. Auch Gesundheitssendungen in Funk und Fernsehen werden so mit „Fertigkost“ aus den Presseabteilungen pharmazeutischer Unternehmen oder zwischengeschalteten Agenturen gefüttert, mit Film- und Fotomaterial ausgestattet, mit bestimmten – dem Produkt wohlgesonnenen – zu Experten versorgt und sogar mit Geldmitteln unterstützt.

Und schon mehrfach wurde bekannt, dass Werbekunden einem Verlag oder einer Redaktion mit dem Entzug von Aufträgen drohten, weil in einem redaktionellen Beitrag tatsächlich einmal kritische Worte über eines ihrer Medikamente fielen. Und welche Zeitschrift, welcher Sender kann heute schon ohne Anzeigenkunden überleben?

Ohne Einfluss der pharmazeutischen Industrie

Warum das hier so ausführlich steht? Weil die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen seit ihrer Gründung ohne jede finanzielle Spritze seitens der Industrie oder Institutionen wie Behörden oder Parteien auskommt. Von Anfang an ist „Ohne Einfluss der Pharmaindustrie“ ihr wohl wichtigstes Motto. Die Zeitschrift bietet „Unabhängige Informationen zu Ihrer Gesundheit“ und finanziert sich nur über den Verkauf abonnierter Hefte, einzelner Artikel und separat zu bestellender Patientenbriefe. Dadurch gibt es weder eine direkte noch eine indirekte Abhängigkeit der Macher.

Information im Sinne des Lesers

Gute Pillen - Schlechte Pillen berichtet auf der Basis wissenschaftlich belegter Tatsachen anschaulich über das, was Gesunde und Kranke interessiert. Einige Beispiele:

 

 

Das Redaktionsteam liefert nicht nur wichtige Informationen, sondern ermöglicht mehr Durchblick im Geschäft mit der Gesundheit. Die Rubrik Werbung – Aufgepasst! erläutert, was von markigen Werbeversprechungen zu halten ist und mit welchen Tricks die Branche arbeitet. Die Rubrik Vorsicht: Gepanschtes aus dem Internet warnt vor Produkten aus dem Internet, die brisante, verschreibungspflichtige Wirkstoffe enthalten – ohne dass sie deklariert sind. Die Rubrik Aufgespießt zeigt mit welchen absurden Versprechungen gesundheitsbewussten beziehungsweise kranken Menschen das Geld aus der Tasche gezogen wird. Das Interview Nachgefragt vertieft in jedem Heft allgemein interessierende Themen wie Depression, Notärztliche Versorgung, Geburt, Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), Selbsthilfegruppen oder Krebsfrüherkennung. Schließlich finden Sie eine Buchbesprechung, eine Glosse, einen Cartoon und die rasche Informationen für zwischendurch in der Rubrik Kurz und knapp.

 

 


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Ausgabe 2017/03




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