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Schweinegrippe – keine Panik

Massenimpfung nicht zu empfehlen

Alarmierende Berichte in der Presse, dass immer mehr Menschen an Schweinegrippe erkranken, wecken bei vielen den Eindruck, dass uns eine höchst gefährliche Pandemie bevorsteht. Gleichzeitig bemühen sich die Behörden um den Eindruck, dass sie alles im Griff haben: Für 700 Millionen Euro bereiten sie eine Massenimpfung mit einem neuen Impfstoff gegen Schweinegrippe vor. Gute Pillen - Schlechte Pillen warnt vor Panikmache und kann die Impfung derzeit nicht empfehlen.

In Deutschland ist bisher bei über 19.000 Menschen eine Schweinegrippe-Erkrankung nachgewiesen worden. Was diese Zahl nicht sagt: Es handelt sich um die Summe der bisher aufgetretenen Infektionen. Die allermeisten Patienten sind aber längst wieder gesund. Und die meisten Erkrankungen verlaufen mild. Bislang ist hierzulande noch niemand an Schweinegrippe gestorben. In anderen Ländern gilt die Schweinegrippe ebenfalls als eher harmlos, denn die Zahl der Todesfälle ist verglichen mit der „normalen“ Grippe gering.

Leider hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Panik beigetragen, indem sie die Definition der Pandemie verwässert hat. Zu den Kriterien einer Pandemie gehörte bis vor einigen Monaten, dass viele Menschen schwer erkranken oder dass viele Menschen sterben. Beides ist bei der Schweinegrippe nicht der Fall. Dennoch kann das Etikett Pandemie verwendet werden, denn das Kriterium der Gefährlichkeit muss nicht mehr erfüllt sein. Und mit Ausrufung der höchsten Stufe der Pandemie gab die WHO gleichzeitig den Startschuss für die Produktion von Impfstoffen.

Obwohl Schweinegrippeinfektionen seit Monaten unauffällig verlaufen, plant die Bundesregierung eine Massenimpfung und hat dafür Impfdosen für 25 Millionen Personen bestellt. Gute Pillen – Schlechte Pillen hält diese Reaktion für überzogen und wegen der besonderen Herstellungsweise des Impfstoffs für bedenklich. Statt auf das bewährte Verfahren zurückzugreifen, mit dem der übliche saisonale Grippe-Impfstoff produziert wird, enthält der Schweinegrippe-Impfstoff in Deutschland eine wenig erprobte Wirkverstärkermischung. Diese verstärkt nicht nur die erwünschten Effekte sondern auch die unerwünschten Wirkungen der Impfung. Statt möglichst gut verträgliche Impfstoffe zu produzieren, wird auf billiger herzustellende schlechtverträglich Impfstoffe gesetzt.

Zum Originalartikel in Gute Pillen - Schlechte Pillen:
GPSP 05/2009, Seite 3


Ansprechpartner für die Presse: Wolfgang Becker-Brüser (Arzt und Apotheker) (redaktion@gp-sp.de)

Gute Pillen - Schlechte Pillen ist ein Gemeinschaftsprojekt von: arznei-telegramm, Arzneiverordnung in der Praxis, DER ARZNEIMITTELBRIEFund Pharma-Brief. Alle beteiligten Zeitschriften sind Mitglied der International Society of Drug Bulletins (ISDB). Herausgeber: Gute Pillen, Schlechte Pillen - Gemeinnützige Gesellschaft für unabhängige Gesundheitsinformation mbH, Bergstr. 38A, 12169 Berlin, HRB 98731B Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Geschäftsführer: Wolfgang Becker-Brüser, Jörg Schaaber, Prof. Dr. Walter Thimme. Bankverbindung: Gesellschaft für unabhängige Gesundheitsinformation gGmbH., Konto-Nr: 121988 Sparkasse Bielefeld (BLZ 48050161)

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