Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. Karikaturen
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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Pressemitteilung 14. Oktober 2010 Melanotan: Riskante BräuneDer Sommer ist vorbei, und die Bräune soll konserviert werden. Denn Bräune gilt als attraktiv. Hierzu werden Hautbräuner nicht nur äußerlich aufgetragen, sondern geschluckt oder sogar gespritzt – ein gefährliches Unterfangen. Der Wunsch braun – und vermeintlich gesund – auszusehen, ist so stark, dass sich Menschen sogar illegal gehandelte Mittel spritzen. Im Internet werden Ampullen mit Melanotan angeboten. Diese hormonartige Substanz ist aber nur unzureichend geprüft, warnt die Zeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen in ihrer aktuellen Ausgabe. Melanotan kann im Körper die Menge des Bräunungspigmentes Melanin erhöhen. Melanotan ist als Arzneimittel einzustufen, das nur nach behördlicher Zulassung und nur als rezeptpflichtiges Mittel auf den Markt kommen dürfte. Für seine Zulassung sind klinische Studien zu Risiken und für die behaupteten Wirkungen unbedingt erforderlich. Solche Daten fehlen: Verschiedene Arzneimittel- und Gesundheitsbehörden, beispielsweise in Dänemark, Großbritannien und in den USA betonen, dass weder die Qualität noch die Sicherheit oder die Wirksamkeit von Melanotan für die Hautbräunung geklärt sind. Im Internet werden harmlose unerwünschte Effekte wie Gesichtsrötung, Übelkeit und Unwohlsein direkt nach der Injektion erwähnt. Angeblich soll all dies auf verunreinigtem Melanotan beruhen. Außerdem können bestehende Muttermale dunkler werden. Das soll nur durch verstärkte Bräunung bedingt und kein Anzeichen einer bösartigen Veränderung der Muttermale sein. Wer hierauf vertraut, riskiert, dass Muttermale, die sich bösartig verändern, möglicherweise zu spät erkannt werden. Jede Veränderung der Farbe von Muttermalen ist ein wichtiges Warnsignal für eine mögliche Entartung, das von einem Hautarzt abgeklärt werden sollte. Wer das Bräunungsmittels spritzt, kann das Warnsignal als harmlose Veränderung fehlinterpretieren. Bisher fehlen hinreichende Studien, die die Harmlosigkeit der Bräunung mit Melanotan tatsächlich belegen. Dies ist skandalös, da Männer und Frauen das Mittel längerfristig anwenden müssten, wenn ihre Bräune nicht wieder schwinden soll. redaktion@gp-sp.de www.gutepillen-schlechtepillen.de PDF-Download der Pressemitteilung Weitergehende Informationen finden Sie hier: Gute Pillen - Schlechte Pillen ist ein Gemeinschaftsprojekt von: DER ARZNEIMITTELBRIEF, arznei-telegramm, Arzneiverordnung in der Praxis und Pharma-Brief. Alle beteiligten Zeitschriften sind Mitglied der International Society of Drug Bulletins (ISDB). Herausgeber: Gute Pillen, Schlechte Pillen - Gemeinnützige Gesellschaft für unabhängige Gesundheitsinformation mbH, Bergstr. 38A, 12169 Berlin, HRB 98731B Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Geschäftsführer: Wolfgang Becker-Brüser, Jörg Schaaber, Prof. Dr. Walter Thimme. Steuernr. 27/603/52625
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