Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. Karikaturen
Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Pressemitteilung 30. Juni 2006 Migränemittel ohne Rezept – Vorteile nur auf den allerersten BlickSeit kurzem ist ein Migränemittel aus der Wirkstoffgruppe der Triptane ohne ärztliche Verordnung erhältlich. Das Präparat Formigran® von GlaxoSmithKline enthält zwei Tabletten mit dem Wirkstoff Naratriptan (2,5 mg). Diese Menge reicht für eine oder zwei Migräneattacken aus. Die Packung kostet 9,72 Euro. Naratriptan gehört zur Wirkstoffgruppe der Triptane, die für manche Migränepatienten eine gute Wahl sind. Manche Patienten werden davon profitieren. Es gibt aber auch Nachteile:
Zum einen muss man Formigran® selbst zahlen. Dabei gibt es den Wirkstoff Naratriptan nach wie vor unter dem Handelsnamen Noramig® in größeren Packungen, die vom Arzt verordnet und den Kassen übernommen werden.
Zum andern sind Triptane zwar im Großen und Ganzen gut verträglich, aber sie wirken auf das Blutgefäßsystem und dürfen daher von Menschen mit Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen nicht oder nur mit besonderer ärztlicher Kontrolle verwendet werden. Sehr selten ist ein Herzinfarkt oder Schlaganfall Folge der Anwendung.
Ebenso wie bei anderen Schmerzmedikamenten kann der zu häufige Gebrauch von Triptanen sogar zu medikamentenbedingtem Kopfschmerz führen - ein Teufelskreis. Bisher hatte der Arzt die Möglichkeit, anhand der Verschreibungshäufigkeit von Triptanen die Häufigkeit und Schwere der Migräne zu erkennen und gegebenenfalls die Therapie durch eine konsequente Vorsorge zu verbessern. Dies alles wird nun mit dem Wegfall der Verschreibungspflicht für Naratriptan erschwert. Und es sind gute Alternativen vorhanden.
Wer häufig unter Kopfschmerzen leidet und die Ursachen nicht kennt, sollte zunächst einen Arzt konsultieren und nicht Naratriptan ohne Rezept kaufen - auch wenn es in vielen Apotheken schon jetzt ganz vorne im Regal steht.
Weitere Themen in Gute Pillen - Schlechte Pillen Nr. 4 (Juli 2006):
* Chronisch krank: Mit Arzneimitteln auf Reisen
* Akademiker als Werbeträger
* Hyposensibilisierung: Bei einigen Allergien sinnvoll
* Lichtschutzmittel: Sonnen- und Schattenseiten
* Vorsicht bei IgeLn: Wenn beim Arzt aus eigener Tasche gezahlt werden muss Neuere Themen:
14.2.2007 "Allergieimpfung" gegen Heuschnupfen?
29.09.2006 Neue Suchmaschine: Medikamente ohne Zuzahlung Ältere Themen:
4.4.2006 VORTEILE FÜR KUNSTINSULINE (INSULINANALOGA) NICHT BELEGT
19.12.2005 GROSSE GESCHÄFTE MIT KLEINEN TEILCHEN |
Über GPSPGute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Mit SucheAbo-BereichZuzahlung sparenWenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen.
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