Aktuelle MeldungenTipps & ThemenWerbung - Aufgepasst!KarikaturenZuzahlung sparenDownloadPresseDie MacherImpressumKontakt

Gepanschtes

Klicken Sie auf das Bild um zu dem Artikel zu gelangen

Abonnieren

Einzelpersonen
Praxis - Set
Apotheken
Firmen, Institutionen usw.
Als Geschenk  

oder rufen Sie uns an:
Westkreuz-Verlag Tel. (030) 745 20 47

Wer wir sind

Unabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. 

mehr ►

Karikaturen

Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Penisverlängerung

 

Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite.

mehr ►

Unabhängige Informationen zur Gesundheit

Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharmadschungel. Hier finden Sie Informationen pur.

Alle zwei Monate erscheint eine neue  Ausgabe von Gute Pillen - Schlechte Pillen. Hier auf der Webseite informieren wir über aktuelle Warnungen vor Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln und auch über gesundheitspolitische Entwicklungen im Pharmabereich.


Aktuelle Meldung vom 24. August 2011

Pandemrix®: Impfstoff zu Schutt und Asche

© Annika Ucke

Im Sommer 2009 hatten wir „Schweinegrippe“-Alarm.1 Und jetzt wird das derzeit letzte Kapitel in Sachen „Schweinegrippeimpfung“ geschrieben. Denn der damals für Deutschland produzierte Impfstoff Pandemrix® erreicht sein Verfallsdatum und muss entsorgt werden. Wenn die passende Müllverbrennungsanlage gefunden ist, sollen zirka 29 Millionen Dosierungen in Flammen aufgehen. Allein in Deutschland wird dadurch eine Viertelmilliarde Euro vernichtet. Das hätte nicht so kommen müssen, erinnert die Zeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen.

Als sich im Frühjahr 2009 von Mexiko aus das Grippevirus H1N1 ausbreitete, war es in seiner Gefährlichkeit zunächst schlecht einzuschätzen, aber die Reaktionen der Weltgesundheitsorganisation und der nationalen Gesundheitsbehörden waren überhitzt und die pharmazeutische Industrie daran nicht unschuldig.

Eiligst wurde damals für Deutschland der zweifelhafte Impfstoffe Pandemrix® bei dem Konzern GlaxoSmithKline bestellt – und dann doch nicht verbraucht. Denn die sommerliche (Schweine-)Grippewelle mit H1N1 verlief harmloser als es die Behördenexperten bis in den späten Herbst hinein vorausgesagt hatten, und die winterliche Grippewelle lieferte keinen Anlass zu irgendwelchen Schreckensmeldungen. Zudem sind die unerwünschten Wirkungen des Impfstoffgemischs nicht so leicht wegzustecken, und der Impfschutz erweist sich als nicht so zuverlässig wie damals propagiert wurde (siehe GPSP 5/2009, S. 3-4).

Aus diesen Gründen wurden von den ursprünglich 50 Millionen georderten Impfdosen, gerademal 5 bis 6 Millionen verbraucht. Auf Lieferung und Abrechnung von 16 Millionen Dosierungen hat der Hersteller GlaxoSmithKline großzügig verzichtet - was ihm gut ansteht, denn in der Krisenzeit 2009 hat er die Gesundheitsministerkonferenz der Länder praktisch gezwungen, eine Mammutbestellung von 50 Millionen Impfdosen binnen zwei Tagen dingfest zu machen. (Den schon lange zuvor vorbereiteten Geheimvertrag konnte unsere Mutterzeitschrift arznei-telegramm öffentlich machen, a-t 2009, 40, S. 110)

Immer deutlicher hat sich in der Zwischenzeit auch herauskristallisiert, wie groß die Mitschuld der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an der Panikmache rundum die Schweinegrippe war: Dass sie die höchste Alarmstufe (sechs) ausgerufen und den Status der Pandemie festgeschrieben hatte, brachte die Regierungen in Zugzwang, die Bevölkerung zu schützen. Allerdings waren bei der WHO die Pandemie-Kriterien erst kurz zuvor so umformuliert worden, dass nun die höchste Stufe ausgerufen werden konnte – ohne dass tatsächlich Hinweise auf eine bedrohliche Pandemie bestanden! sie das erlaubten. Und der pharmazeutischen Industrie fiel es in der Folge leicht, allein in Deutschland Verträge für mehrere hundert Millionen Euro, aber ohne Haftung oder firmenfinanzierte Begleitforschung, durchzusetzen (siehe GPSP 3/2011, S.10).

Dass jetzt die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt, Pandemrix® nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren einzusetzen, weil insbesondere ihnen krankhafte Schlafattacken drohen (Narkolepsie), setzt dem ganzen die Krone auf. Hier wird nachträglich die Indikation für einen Impfstoff bereinigt, der zum Glück bald zu Schutt und Asche verbrennt. (siehe arznei-telegramm 2011,42, S. 71).

1Der Name „Schweinegrippe“ ist nicht korrekt. Die Grippe müsste eigentlich nach dem Ort ihres Auftretens benannt sein und Mexikanische Grippe heißen, denn das auslösende H1N2-Virus trat zunächst in Mexiko auf.

Neuere Themen:

7.10.2011 (K)ein Grund zum Feiern
Pharma-Kampagne fördert gerechten Zugang zu Arzneimitteln

20.9.2011 Selbsttötung: Heikles Akne-Medikament
Manche Medikamente können Menschen depressiv machen und sogar in den Suizid treiben. Auch der Arzneistoff Isotretinoin, den Ärzte bei schwerer Akne verschreiben können, steht in diesem Verdacht.

Ältere Themen:

22.8.2011 Brustkrebsmittel für Gesunde?
In den letzten Wochen machten Schlagzeilen wie „sensationeller Durchbruch im Kampf gegen Brustkrebs“ oder „Die Pille gegen Brustkrebs ist da“ die Runde.

26.7.2011 Grünes Rezept
So manche haben sich schon gewundert, wenn sie nach ihrem Arztbesuch ein grünes Rezept in Händen hielten.

Back


Über GPSP

Gute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG.

Mit Nur für Abonnenten! gekennzeichnete Artikel sind nur für Abonnenten zugänglich, denn unsere Leserinnen und Leser finanzieren die Zeitschrift. Für Nicht-Abonnenten sind alle Artikel frei zugänglich, die älter als zwei Jahre sind, und außerdem bestimmte Rubriken wie "Gepanschtes" und "Werbung-Aufgepasst!

 

Abo-Bereich

 Kunden-Nr.
 Passwort

Hilfe, wie funktioniert die Anmeldung?

Kontakt

Zuzahlung sparen

Wenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen. 

mehr ►