Aktuelle MeldungenTipps & ThemenWerbung - Aufgepasst!KarikaturenZuzahlung sparenDownloadPresseDie MacherImpressumKontakt

Gepanschtes

Klicken Sie auf das Bild um zu dem Artikel zu gelangen

Abonnieren

Einzelpersonen
Praxis - Set
Apotheken
Firmen, Institutionen usw.
Als Geschenk  

oder rufen Sie uns an:
Westkreuz-Verlag Tel. (030) 745 20 47

Wer wir sind

Unabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. 

mehr ►

Karikaturen

Wenn Sie wissen möchten, warum diese Frau Reiß aus nimmt, dann lesen Sie Pillen statt Fisch oder Salatöl?

Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite.

mehr ►

Unabhängige Informationen zur Gesundheit

Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharmadschungel. Hier finden Sie Informationen pur.

Alle zwei Monate erscheint eine neue  Ausgabe von Gute Pillen - Schlechte Pillen. Hier auf der Webseite informieren wir über aktuelle Warnungen vor Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln und auch über gesundheitspolitische Entwicklungen im Pharmabereich.


24.4.2010

Endlich! Haut- und Hämorrhoidenmittel mit Bufexamac vor dem Aus

Es ist unglaublich, wie lange bedenkliche Arzneimittel auf dem Markt bleiben und Patienten gefährden können, bevor die Notbremse gezogen wird. Warnungen vor Bufexamac gibt es seit zwei Jahrzehnten. Der entzündungshemmende Wirkstoff wird zur Behandlung von Ekzemen oder Neurodermitis angeboten und ist auch in zahlreichen Cremes, Salben und Zäpfchen gegen Hämorrhoiden enthalten ist. In Gute Pillen – Schlechte Pillen, rieten wir bereits vor vier Jahren von Bufexamac-haltigen Mitteln ab, „weil die Wirkung nicht belegt ist und das Mittel häufig selbst Ekzeme auslöst“. (GPSP 1/2006, Seite 10)
Jetzt empfiehlt die europäische Arzneimittelbehörde EMA, Bufexamac-haltige Arzneimittel vom Markt zu nehmen.[1] Dazu gehören etwa Bufexamac-ratiopharm®, Parfenac®, Faktu® akut und viele andere. Der Wirkstoff kann schwere Kontaktallergien auslösen, die sich zum Teil auf den ganzen Körper ausbreiten und – was das Schlimme ist – sich in ihrem Bild häufig nicht von den Erkrankungen unterscheiden, gegen die Bufexamac angewendet wird. In solchen Situationen wird das Mittel möglicherweise nicht abgesetzt, sondern vielleicht sogar länger verwendet.
Die europäische Behörde weist auch darauf hin, dass der Nutzen von Bufexamac-haltigen Präparaten unzureichend belegt ist. Die meisten Studien stammen aus den 1970er und 1980er Jahren und haben beträchtliche Mängel. Sie erlauben keine Aussage zur Wirksamkeit. Und auch mit den wenigen neueren Studien lässt sich ein Nutzen nach Ansicht der Behörden nicht hinreichend nachweisen.
In zahlreichen Ländern der EU sind Präparate mit Bufexamac schon nicht mehr auf dem Markt oder sie sind wenigstens verschreibungspflichtig – bei uns nicht! Die europäische Behörde wurde jetzt tätig, weil das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) 2002 ein so genanntes Stufenplanverfahren zur Risikoabwehr eingeleitet hatte und Ende 2009 angekündigt hatte, die Zulassung sämtlicher Bufexamac-haltiger Arzneimittel zu widerrufen.[2] Bislang sind die Präparate jedoch in Deutschland nach wie vor im Handel. Es bleibt zu hoffen, dass jetzt endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden und Bufexamac-haltige Salben und Zäpfchen schleunigst vom Markt genommen werden.[3]


[1] EMA: Presseerklärung vom 22. April 2010;
http://www.ema.europa.eu/pdfs/human/referral/bufexamac/24639510en.pdf
[2] BfArM: Schreiben vom 16. Nov. 2009;
http://www.bfarm.de/cln_028/nn_1160684/SharedDocs/Publikationen/DE/
Pharmakovigilanz/stufenplverf/bufexamac,
templateId=raw,property=publicationFile.pdf/bufexamac.pdf
[3] arznei-telegramm: blitz-a-t vom 23. April 2010

Neuere Themen:

19.05.2010 Insulintherapie für zuckerkranke Kinder auf dem Prüfstand
Fehlinformationen: Report Mainz schürt Ängste. Eltern verunsichert

3.5.2010 Was bedeutet es, wenn ein Produkt ein "Medizinprodukt" ist, oder wenn der Hersteller betont, dass es das nur in der Apotheke gibt?
Was bedeutet es, wenn ein Produkt ein "Medizinprodukt" ist, oder wenn der Hersteller betont, dass es das nur in der Apotheke gibt?

Ältere Themen:

Frühjahrsputz von innen
Fängt der Tod im Dickdarm an?

Vorsicht! Gepanschtes aus dem Internet
Vorsicht! Gepanschtes aus dem Internet Folgende als Nahrungsergänzungsmittel verkauften Präparate enthielten bei aktuellen Überprüfungen verbotene und verheimlichte, also nicht deklarierte chemische Wirkstoffe:

Back


Über GPSP

Gute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Es finanziert sich über seine Abonnements. Aus diesem Grund können nur Abonnenten der Zeitschrift alle bisher erschienen Artikel lesen. Für Nicht-Abonnenten sind alle Artikel frei zugänglich, die älter als zwei Jahre sind, und außerdem bestimmte Rubriken wie "Gepanschtes" und "Werbung-Aufgepasst!

 

Abo-Bereich

 Kunden-Nr.
 Passwort

Hilfe, wie funktioniert die Anmeldung?

Kontakt

Zuzahlung sparen

Wenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen. 

mehr ►