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Unabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. 

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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite.

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Alle zwei Monate erscheint eine neue  Ausgabe von Gute Pillen - Schlechte Pillen. Hier auf der Webseite informieren wir über aktuelle Warnungen vor Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln und auch über gesundheitspolitische Entwicklungen im Pharmabereich.


Aktuelle Meldung vom 22. August 2011

Brustkrebsmittel für Gesunde?

© Jörg Schaaber

In den letzten Wochen machten Schlagzeilen wie „sensationeller Durchbruch im Kampf gegen Brustkrebs“ oder „Die Pille gegen Brustkrebs ist da“ die Runde. Das klingt, als ließe sich Brustkrebs durch ein bestimmtes Arzneimittel verhindern. Aber diese Annahme ist verfrüht, schreibt Gute Pillen – Schlechte Pillen in seiner aktuellen Ausgabe (GPSP 4/2011). Die Datenlage gibt das nicht her, und Pfizer hat für diese Primärprophylaxe mit dem Wirkstoff Exemestan noch gar keine Zulassung.

Einige Frauen erkranken schon in jungen Jahren an Brustkrebs, die meisten ab der Menopause. Und manchmal bekommen auch Männer Brustkrebs. Gibt es eine Möglichkeit, diese Tumorerkrankungen zu verhindern? Eine neue Studie hat die alte Diskussion neu entfacht. Die Sachlage ist komplex.

Klar ist, dass bestimmte Tumoren „Östrogene brauchen“, um zu wachsen. Frauen, die an einem solchen Brustkrebs erkrankt und operiert worden sind, nehmen daher anschließend Medikamente ein, die in ihrem Körper das krebsfördernde Östrogen hemmen. Tamoxifen und Exemestan sind solche Wirkstoffe zur so genannten Sekundärprophylaxe bei östrogenabhängigen Tumoren. Etwas Anderes ist es, wenn das aller erste Auftreten von Brustkrebs medikamentös verhindert werden soll, also die Primärprophylaxe. Da müssen gesunde Frauen ein Mittel nehmen, das durchaus heftige Nebenwirkungen hat - auch all diejenigen Frauen, die von dem Präparat nicht profitieren werden.

Schon vor über zehn Jahren wurde von der Industrie versucht, Tamoxifen als vorbeugendes Brustkrebsmittel für Gesunde durchzusetzen. In Deutschland hat das wegen der unerwünschten Wirkungen nicht geklappt. Nun hat der Arzneimittelanbieter Pfizer Exemestan durch eine von ihm mitfinanzierte Studie in den Blickpunkt gerückt. Aber Gute Pillen – Schlechte Pillen kritisiert: Zu viele gesunde Frauen würden den Risiken von Exemestan ausgesetzt, und viel zu kurz ist die Beobachtungsdauer der Studie. Langfristige Risiken der vorbeugenden Einnahme von Exemestan lassen sich dadurch nicht einschätzen.

Neuere Themen:

20.9.2011 Selbsttötung: Heikles Akne-Medikament
Manche Medikamente können Menschen depressiv machen und sogar in den Suizid treiben. Auch der Arzneistoff Isotretinoin, den Ärzte bei schwerer Akne verschreiben können, steht in diesem Verdacht.

24.8.2011 Pandemrix®: Impfstoff zu Schutt und Asche
Im Sommer 2009 hatten wir „Schweinegrippe“-Alarm. Und jetzt wird das derzeit letzte Kapitel in Sachen „Schweinegrippeimpfung“ geschrieben.

Ältere Themen:

26.7.2011 Grünes Rezept
So manche haben sich schon gewundert, wenn sie nach ihrem Arztbesuch ein grünes Rezept in Händen hielten.

20.6.2011 Hilfe bei Laktoseintoleranz
Die Unverträglichkeit von Milchzucker ist weit verbreitet. Die Folgen für den Einzelnen sind sehr unterschiedlich.

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Über GPSP

Gute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG.

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