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Unabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. 

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Wenn Sie wissen möchten, warum diese Frau Reiß aus nimmt, dann lesen Sie Pillen statt Fisch oder Salatöl?

Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite.

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Unabhängige Informationen zur Gesundheit

Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharmadschungel. Hier finden Sie Informationen pur.

Alle zwei Monate erscheint eine neue  Ausgabe von Gute Pillen - Schlechte Pillen. Hier auf der Webseite informieren wir über aktuelle Warnungen vor Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln und auch über gesundheitspolitische Entwicklungen im Pharmabereich.


Insulintherapie für zuckerkranke Kinder auf dem Prüfstand

Fehlinformationen: Report Mainz schürt Ängste. Eltern verunsichert

 
 
Kunstinsuline (Insulinanaloga) sind erheblich teurer als Humaninsuline. Aber ob sie auch besser sind als diese, ist nicht geklärt. Speziell für Kinder fehlen Studien.
 
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat die Datenlage ausgewertet und kritisiert die vorhandenen Wissenslücken. Der Institutsleiter Peter Sawicki betont: „Wir wissen zum Beispiel viel zu wenig, wie Insulinanaloga sich bei Kindern auf Wachstum und Entwicklung auswirken.“
 
Insulinanaloga werden vor allem mit der Behauptung beworben, dass der Patient keinen festen Spritz-Ess-Abstand einhalten müsse, während bei Humaninsulinen etwa eine halbe Stunde bis eine Viertelstunde vor dem Essen das Präparat gespritzt werden müsse. Letzteres bestreitet der Diabetologe Peter Sawicki: „Tatsächlich gibt es …für diese Auflage keine solide wissenschaftliche Begründung.“
 
Zitate aus einem Gespräch mit Peter Sawicki (IQWiG):
 
 
Bereits vor vier Jahren, als es um die Erstattung der Kunstinsuline für Erwachsene mit Altersdiabetes ging (Typ-2-Diabetes), bemängelte Gute Pillen – Schlechte Pillen die miserable Datenlage (2006/02 S.1).
 
Begriffsklärung:
Als Humaninsuline werden gentechnisch hergestellte Insuline bezeichnet, die mit dem von der Bauchspeicheldrüse des Menschen abgegebenen Hormon Insulin identisch sind. Mitte der 90er Jahre kam das erste künstlich veränderte Insulin auf den Markt, bei dem einzelne Aminosäuren des Insulins ausgetauscht sind. Solche Insulinvarianten werden als Insulinanaloga, Kunstinsuline oder Designerinsuline bezeichnet. (2006/02 S.1)
 
 
Aktuelle geht es um die Erstattung der Kunstinsuline durch die gesetzlichen Krankenkassen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wird darüber befinden, ob der Vorteil dieser hochpreisigen Präparate so ist, dass eine Erstattung gerechtfertigt erscheint. Und diese Entscheidung beruht wesentlich auf der Bewertung des unabhängigen IQWiG.
 
Report Mainz hat in seiner Sendung vom 10.5.2010 die Ängste von diabeteskranken Kindern und ihrer Eltern geschürt, statt zu klären, dass überzeugende Vorteile von Insulinanaloga gegenüber Humaninsulin nicht erkennbar sind und dass beide Präparategruppen weiterhin erstattet werden können, wenn die Arzneimittelfirmen etwa mit Rabattverträgen von ihrer Hochpreispolitik abrücken.

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