Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. Karikaturen
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Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Unabhängige Informationen zur GesundheitDie Verbraucherzeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharmadschungel. Hier finden Sie Informationen pur. Alle zwei Monate erscheint eine neue Ausgabe von Gute Pillen - Schlechte Pillen. Hier auf der Webseite informieren wir über aktuelle Warnungen vor Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln und auch über gesundheitspolitische Entwicklungen im Pharmabereich. Aktuelle Meldung vom 16.8.2010 Vorsicht: Hautallergie durch SchmerzgeleDurch UV-Licht können Mittel mit Ketoprofen die Haut schädigen(16.8.2010) Wer ein Schmerzgel mit dem Wirkstoff Ketoprofen benutzt, um etwa Schwellungen nach einem Sportunfall oder Entzündungen von gelenknahen Sehnen, Bändern oder der Gelenkkapsel zu behandeln, sollte auf der Hut sein: Denn UV-Licht – auch das von Wolken abgeschwächte – kann eine fototoxische oder fotoallergische Reaktion auslösen.Die Hersteller von Schmerzgelen wie Dolormin®, Advel®, Phardol®, Effekton® mit Ketoprofen und Reparil® müssen jetzt vor solchen Folgen in einem so genannten Rote-Hand-Brief warnen. Der wird allerdings nur an Arztpraxen und Apotheken verschickt. Dabei kann sich jeder Schmerzgele selbst besorgen und tut das in der Regel auch. Manch einer mag bereits in diesem Sommer mehr als Ärger durch das Gel gehabt haben, denn wie Daten aus Frankreich zeigen, sind die Störwirkungen auf der Haut oft so heftig, dass eine Krankschreibung oder Kinikeinweisung notwendig werden kann. Bei einer fototoxischen Reaktion wird nur das mit Gel behandelte Hautareal geschädigt. Eine fotoallergische Reaktion bedeutet, dass über dieses Areal hinaus die Haut und eventuell auch andere Organe mit Entzündungszeichen reagieren. Bei einer Allergie gibt es immer eine Sensibilisierungsphase, diese kann auch von einem anderen Stoff (Allergen) ausgelöst werden (siehe unten: Kreuzreaktion mit Lichtschutzfilter). Bereits Mitte Juli warnte das arznei-telegramm, dass Präparate mit Ketoprofen, die auf die Haut aufgetragen werden, durch UV-Licht fotoallergische und fototoxische Reaktionen auslösen können (arznei-telegramm 7/2010 vom 16. Juli 2010 pdf). Zudem bemängelte der Informationsdienst, dass die Hersteller in ihren Beipackzetteln das Problem nicht ausreichend darstellen und die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) dem Antrag Frankreichs, das Risiko von Ketoprofen neu zu bewerten, noch nicht nachgekommen sei. Dazu sollte man dreierlei wissen: 1. Der Nutzen von Schmerzgelen mit Ketoprofen ist nicht besonders hoch. (Er wird in den EU-Ländern aber unterschiedlich bewertet). 2. Es gibt Alternativpräparate ohne relevantes fotoallergisches Potential. 3. Bekannt sind außerdem Kreuzreaktionen von Ketoprofen mit den Lichtschutzfiltern Oxybenzon und Octocrylen. Solche Filtersubstanzen stecken in Sonnenschutzpräparaten, die eigentlich die UV-Strahlung „entschärfen“ sollen. Die beiden genannten können aber eine Fotoallergie auf Ketoprofen vorbereiten beziehungsweise fördern (Sensibilisierung) und ebenso kann Ketoprofen diese fatale Rolle für die beiden Lichtschutzfilter übernehmen. Was steht nun im „Rote-Hand-Brief“, den wir „eingedeutscht“ und um Punkt 6 ergänzt haben: 1. Hände jedes Mal gründlich waschen, wenn Sie das Gel aufgebracht haben. 2. Die behandelten Hautareale – auch wenn es bewölkt ist - vor Sonnenlicht und vor UVA-Strahlung (Solarien!) schützen. Dies ist noch zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung nötig! 3. Kleidung sollte die behandelten Hautflächen bedecken, um sie vor UV-Licht zu schützen. 4. Ketoprofen-Gel sollte nicht durch einen Verband abgedeckt sein (Okklusionsverband). 5. Die Behandlung sofort abbrechen, wenn bei der Anwendung irgendwelche Hautreaktionen auftreten. 6. Gehen Sie gleich zum Arzt, wenn Sie Hautveränderungen feststellen. Neuere Themen:
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