Aktuelle Ausgabe GPSPAbonnierenEinzelpersonen Wer wir sindUnabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel. Karikaturen
Was ist dran an den Behauptungen? Lesen Sie Testosteronmangel?
Karikaturen bringen die Sache auf den Punkt, bieten meist einen speziellen Blickwinkel und sie bringen uns oft zum Schmunzeln oder Lachen. Und Lachen ist bekanntlich gesund! Deshalb gibt es in jeder Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen eine Karikatur. Aber Sie finden alle bisher erschienenen auch hier auf unserer Webseite. |
Unabhängige Informationen zur GesundheitDie Verbraucherzeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharmadschungel. Hier finden Sie Informationen pur. Alle zwei Monate erscheint eine neue Ausgabe von Gute Pillen - Schlechte Pillen. Hier auf der Webseite informieren wir über aktuelle Warnungen vor Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln und auch über gesundheitspolitische Entwicklungen im Pharmabereich. Aktuelle Meldung vom 10.2.2012 InternetdoktorFernbehandlung per Computer?
Der Hausarzt bekommt Konkurrenz. Wer will, kann sich jetzt per Internet behandeln lassen: Untersuchung, Diagnose, Therapie – alles per Mausklick. Das kann nicht gutgehen, findet die Zeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen. In Deutschland ist Ärzten eine Fernbehandlung berufsrechtlich verboten. Anders in Großbritannien, dort ist dieses Verfahren seit längerem möglich und legal. Die Internetfirma DrEd.com will daher den deutschen Markt von London aus erschließen. Von dort aus stellen derzeit zwei Ärzte als „DrEd“ Diagnosen und schreiben Rezepte aus. Eins dürfte klar sein: Bei komplizierten Diagnosen sind die Computerärzte mit ihren Fragebögen überfordert. Aber hier wollen sie auch gar nicht aktiv werden. Sie wollen zum einen den profitablen Lifestylebereich abdecken, es geht also um Rezepte für verschreibungspflichtige Arzneimittel beispielsweise gegen Impotenz oder Haarausfall beim Mann. Da setzt die virtuelle Arztpraxis auf die Anonymität des Internets. Zum anderen geht es um die Behandlung chronisch Kranker, etwa bei erhöhtem Cholesterin, bei Bluthochdruck oder bei Asthma. Die Realität offenbart die Schwächen des Konzepts: Wer sich beispielsweise wegen Bluthochdruck behandeln lassen will, soll zunächst einmal seine aktuellen Werte angeben. Ob diese korrekt gemessen wurden, kann der Internetarzt nicht prüfen. Warum der Blutdruck erhöht ist, kann man auf diese Weise natürlich nicht feststellen und mit den übrigen körperlichen Befunden abgleichen. Außerdem wünschen sich die Internetärzte Patienten, die von ihrem Hausarzt bereits gut eingestellt sind. Folgerezepte bietet dann der Internetdoktor an, soweit die geschäftsträchtige Idee. Das Konzept überzeugt nicht, so die Zeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen. Man kann nicht von „Behandlung“ sprechen, wenn lediglich eine bestehende Behandlung fortgeschrieben wird und Patienten immer dann zum Hausarzt geschickt werden, wenn die Therapie nicht optimal ist. So wird der „Internetdoktor“ zum rezepteverschreibenden Computer. Selbst wer in entlegenen Gegenden weit entfernt von der nächsten Arztpraxis wohnt, dürfte allenfalls dann von dem Angebot profitieren, wenn er oder sie Anonymität wünscht. Neben den medizinischen Fehlern, die bei solcher anonymer „Behandlung“ geschehen können, gibt es noch weitere Bedenken: Gerade in dünn besiedelten Gegenden könnten langfristig noch mehr Arztpraxen verschwinden, denen wichtige Einnahmen aus den Kontrolluntersuchungen fehlen. Das wäre schlimm, denn für akute Erkrankungen, Notfälle und die Therapie von Kindern und Jugendlichen ist eine Behandlung per Internet, wie der Anbieter mit Adresse in Großbritannien selbst betont, „ungeeignet“. Trotz allem ist zu befürchten, dass die „virtuelle Arztpraxis“ ihren Teil am Gesundheitsmarkt erobern wird und dass andere „Praxen“ dieser Art folgen. Einen Hintergrundartikel finden Sie hier. Neuere Themen:
23.2.2012 Leben in Gefahr
20.2.2012 Wenn Insulin-Pen oder Inhalator versagen Ältere Themen:
26.1.2012 IGeL-Monitor
16.1.2012 Gefährliche Brustimplantate |
Über GPSPGute Pillen - Schlechte Pillen entsteht OHNE EINFLUSS DER PHARMAINDUSTRIE und erscheint OHNE WERBUNG. Mit SucheAbo-BereichZuzahlung sparenWenn Sie mit einem Rezept in die Apotheke gehen, müssen Sie in der Regel 5,- € bis 10,- € zuzahlen. Doch es gibt über 11.000 Arzneimittel, für die Sie nichts zuzahlen müssen. Unsere Suchmaschine hilft Ihnen bei der Suche nach zuzahlungsfreien Alternativen.
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